Über 308.000 Mitglieder in den rheinhessischen Sportvereinen

29. April 2026
Grafik zur Anzahl Mitglieder mit Vergleich der Jahre 2025 und 2026 sowie Mitgliederzuwachs

Auch 2026 bestätigt sich der positive Trend des Mitgliederstands im Sportbund Rheinhessen der letzten Jahre. Bereits 2023 konnte ein Plus von 3,64 Prozent, im Jahre 2024 gar ein Zuwachs von über 10.000 neuen Mitgliedern (+3,69 Prozent) und 2025 erneut über 9.500 weitere Mitglieder (+3,29 Prozent) verzeichnet werden. Der letztjährige Rekord konnte nun erneut gebrochen werden. 

Nun liegen die Bestandsdaten 2026 aller Vereine und Fachverbände aus Rheinhessen vor: Über 9.400 neue Mitglieder und somit ein neuer Allzeit-Rekord. In diesem Jahr ist ein Zuwachs von 3,17 Prozent zu verzeichnen und das bei einem weiteren Zuwachs von einem Sportverein im Vergleich zum Vorjahr. Für 2026 steht nun der neue Rekordwert in Höhe von 308.243 Mitgliedern in der rheinhessischen Sportlandschaft zu Buche.

Mitglieder 10-Jahresvergleich: Entwicklung der Mitgliederzahlen von 2017 bis 2026 als BalkendiagrammDer Trend der letzten Jahre setzt sich somit im Bereich der Mitglieder fort – ein Zuwachs von 27.123 Mitgliedern im Vergleich zum Jahr 2017. Auf Seiten der Vereine waren es im genannten Jahr noch 902. Für das Jahr 2026 weist die Statistik 850 Vereine auf und somit 52 weniger als 2017 (-5,76 Prozent), aber ein Verein mehr als 2025 (+0,12 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich die größten Veränderungen in der Kategorie der Vereine zwischen 101-200 bzw. 201-300 Mitgliedern. So ist in erstgenannter Kategorie ein Zuwachs von 12 Vereinen (+6,49 Prozent), aber in letztgenannter ein Verlust von 8 Vereinen (-6,50 Prozent) zu verzeichnen. 

 

Infografik der Top 10 Sportvereine nach Mitgliederzahl in Deutschland

Die Rangliste der zehn größten Sportvereine in Rheinhessen ändert sich lediglich auf Rang zehn. Die Turngemeinde 1861 Mainz-Gonsenheim setzt sich vor den bisherigen Top-10-Verein, den Mombacher Turnverein, der nun auf Rang elf platziert wurde. Den ersten Platz verteidigt der 1. FSV Mainz 05 weiterhin souverän und baut seine Spitzenposition stetig aus. Der Verein steht nach einem Zuwachs von 6.498 Mitgliedern nun bei insgesamt 29.160. Allgemein ist zu erkennen, dass unter den zehn größten Vereinen überwiegend neue Mitglieder gewonnen werden konnten – lediglich der Turnverein 1882 Hechtsheim meldete 24 Austritte im Vergleich zum Vorjahr. So gehören auch der Deutsche Alpenverein – Sektion Mainz mit einem Zuwachs von 393 Mitgliedern sowie der Wormser Schwimmclub Poseidon mit einem Mitgliederzuwachs von 149 Personen oder auch die Turngemeinde 1861 Mainz-Gonsenheim mit einer Steigerung um 139 Mitglieder zu den am größten wachsenden Vereinen in den Top-10. Die weiteren Platzierungen von Platz 11 bis Platz 25 weisen Zuwächse von bis zu 79 neuen Mitgliedern (Turnverein 1846 Oppenheim auf Rang 25) als auch Verluste von bis zu 58 Mitgliedern (Turnverein 1848 Bodenheim auf Rang 22) auf. 

Grafik zur Mitgliederentwicklung nach Altersklassen mit Vergleich verschiedener Altersgruppen

Im Bereich der Altersverteilung der Mitglieder ist der größte Zuwachs mit 4,56 Prozent in der Kategorie 7 bis 14 Jahre zu verzeichnen. Auch 2025 wurde hier bereits der größte Zuwachs ermittelt (+ 6,10 Prozent). Im Jahr 2026 steigt die Anzahl um über 2.400 Personen auf insgesamt 56.034 Mitglieder. Auch in den weiteren Kategorien der Kinder und Jugendlichen bis 6 Jahre (+2,12 Prozent) bzw. 15 bis 18 Jahre (+4,36 Prozent) zeigen sich deutliche Steigerungen zum Vorjahr. Bemerkenswert ist ebenfalls der deutliche Anstieg der Mitgliederzahlen in den Altersgruppen 19 bis 26 Jahre (+4,21 Prozent), 27-40 Jahre (+3,72 Prozent) sowie ab 61 Jahre (+ 3,51 Prozent). Auch in der Kategorie 41 bis 60 Jahre (+1,00 Prozent) zeigt sich ebenfalls ein Wachstum und bestätigt den positiven Trend. Außerdem besonders: In diesem Jahr war die Angabe diverser Mitglieder erstmalig möglich. 124 sind in den rheinhessischen Sportvereinen vertreten. Hierbei wurden in allen Altersklassen diverse Mitglieder gemeldet. Dazu wurden 183.903 männliche und 124.216 weibliche Mitglieder verzeichnet. 

Diagramm der Top 10 Fachverbände nach Mitgliederzahl im Sport

Bei den Top 10 Fachverbänden müssen im Vergleich zum Vorjahr Turnen (-1,02 Prozent) sowie Tischtennis (- 1,09 Prozent) Rückgänge in der Entwicklung der Mitgliederzahlen feststellen. Der Turnverband bleibt dennoch mit nun 73.174 Mitgliedern auf dem zweiten Rang. Über den stärksten Zuwachs darf sich der Fußball mit einem Anstieg von 6,27 Prozent (103.253 Mitglieder in Summe) freuen und bleibt damit der mitgliederstärkste Fachverband. Dies ist vor allem auch durch die abermals herausragende Entwicklung des 1. FSV Mainz 05 begründet. Auch die weiteren Fachverbände Tennis (+ 1,23 Prozent) mit insgesamt nun 14.038 Mitgliedern, die Alpenvereine (+ 3,70 Prozent), Schwimmen (+ 3,59 Prozent), Handball (+ 0,61 Prozent), Leichtathletik (+2,10 Prozent), die Schützen (+ 0,90 Prozent) sowie Volleyball (+ 5,19 Prozent) können steigende Mitgliederzahlen verbuchen. 

„Erneut gibt es Grund zum Feiern. Die Vereine und Verbände können sich über teils starke Steigerungen der Mitgliederzahlen freuen. Dies verdeutlicht nicht nur den Trend der letzten Jahre, sondern zeigt deutlich auf, dass bei stetig wachsenden Mitgliederzahlen auch die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Deshalb fordern wir als Sport erneut die notwendigen Anpassungen im Rahmen der derzeitigen Koalitionsverhandlungen, um der Entwicklung zu Gunsten unserer Vereine und Verbände Rechnung zu tragen“, so Sportbund Rheinhessen Vorstand Thorsten Richter. 

„Die rheinhessische Sportlandschaft entwickelt sich positiv. Vor allem die Steigerungen der Mitgliederzahlen der Kinder und Jugendlichen, aber auch bei den Erwachsenen bis ins hohe Alter ist sehr erfreulich und zeigt auf, welch tolle Arbeit in unseren Vereinen und Verbänden geleistet wird. Durch den Rekord an Mitgliedern erinnern wir CDU und SPD mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen an ihre eigenen Wahlprogramme und gehen davon aus, zugesagte Maßnahmen zu Gunsten des organisierten Sports nun verbindlich im Koalitionsvertrag zu verankern“, so Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen. 

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