Zuschüsse für rheinhessische Sportvereine: über 240.000 Euro für Übungsleiter*innen sowie Kinder und Jugendliche ausgezahlt

Jährlich schüttet der Sportbund Rheinhessen Zuschüsse für Kinder und Jugendliche sowie lizenzierte Übungsleiter*innen in den Sportvereinen aus. Nun ist die erste von zwei Raten geflossen und die rheinhessischen Sportvereine konnten so mit über 240.000 Euro aus Landesmitteln unterstützt werden. Alle Vereine mit nebenamtlichen Übungsleiter*innen, Kinder und Jugendlichen in ihren Reihen und die die Zuschussrichtlinien des Sportbundes Rheinhessen erfüllen, sind zuschussberechtigt. „In diesem Jahr ist es uns gelungen, den Pro-Kopf-Zuschuss für Kinder und Jugendliche in Höhe von 3 Euro pro Mitglied zu halten und die Pauschale pro Übungsleiter*in sogar von 110 Euro auf 120 Euro zu erhöhen. Deshalb freuen wir uns sehr, die rheinhessischen Sportvereine wieder auf einem sehr guten Niveau unterstützen zu können“, so Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen.

Insgesamt konnten in der ersten Auszahlungsrate 240.828 Euro an 334 Vereine ausgeschüttet werden. Diese sind auf 2.564 Übungsleiter*innen und 57.992 Kinder und Jugendliche verteilt. Im Vergleich zum letzten Jahr ist ein Rückgang zu verzeichnen: 2021 wurden noch 259.627 Euro (-18.799 Euro) an 393 Vereine (-59 Vereine) in der ersten Rate ausgezahlt. Dies zeigt sich auch bei der Anzahl der Kinder und Jugendlichen (-4.396) sowie den Übungsleiter*innen (-455). Gründe für den Rückgang sieht Sportbund Rheinhessen Geschäftsführer Thorsten Richter insbesondere in den noch immer spürbaren Nachwirkungen der Corona-Pandemie: „Der massive Negativtrend von 2020 auf 2021 ist mit einer leicht positiven Mitgliederentwicklung in Rheinhessen gestoppt, aber die Auswirkungen in der Sportlandschaft in ganz Rheinland-Pfalz sind noch spürbar. Nicht zuletzt deshalb haben wir gemeinsam mit den anderen drei Sportbünden und dem Land mit der Förderkampagne „Comeback der Bewegung“ Anreize zur Gewinnung von Mitgliedern und Übungsleiter*innen geschaffen.“

Die zweite Zuschussrate soll im Oktober ausgezahlt werden und ist identisch zur ersten Rate. Mit einem Gesamtbetrag von 481.656 Euro erreicht die rheinhessischen Sportvereine somit fast eine halbe Million Euro.


Wormser Sportvereine können sich für die Initiative „Sportverein der Zukunft“ bewerben!

Das Bewerbungsfenster für die zweite Runde der Initiative „Sportverein der Zukunft – mit BASF fit für die Digitalisierung“ ist für Sportvereine aus dem Sportkreis Worms geöffnet und läuft noch bis zum 14. Oktober 2022.  

Das Chemieunternehmen BASF als Initiator bereitet die Breitensportvereine in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sports auf den digitalen Wandel vor. Die Initiative bietet interessierten Sportvereinen vielfältige Möglichkeiten der zukunftsgerichteten digitalen Weiterentwicklung. Diese reichen von einer effizienten Vereinsverwaltung über ein verbessertes und erweitertes Sportangebot bis hin zu einer passgenauen Vereinskommunikation. Best Practice Beispiele aus vorangegangenen Projekten finden Sie hier.

Auf der Webseite der Initiative kann mittels eines kostenlosen Digital-Checks die Bewerbung für die Initiative „Sportverein der Zukunft“ abgegeben werden. Auf Basis der Angaben trifft eine Kommission die Auswahl der Teilnehmer. Grundlage dazu bilden unter anderem die gemachten Angaben im Digital-Check. Beim Auswahlverfahren ist der derzeitige Digitalisierungsstand nicht entscheidend. Daher können sich insbesondere auch die Vereine bewerben, die sich noch nicht eingehend mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt haben. Eine Rückmeldung zur Bewerbung erfolgt bis Mitte November 2022. 

Für die nächsten eineinhalb Jahre werden die Teilnehmer der Initiative durch einen strukturierten Prozess bei der Durchführung ihres Digitalisierungsprojekts von Expert*innen von Nielsen Sports unterstützt. Weiterführende Informationen insbesondere zum Bewerbungsablauf und -prozess sind hier zu finden.


Für mehr buntes Miteinander – Gegen Rassismus und Diskriminierung

Innenministerium startet zweiten Kooperationszeitraum für Sportvereine und belohnt das Engagement mit bis zu 4.000 Euro Förderung pro Verein.

Die Leitstelle Kriminalprävention im Ministerium des Innern und für Sport unterstützt in Kooperation mit den regionalen Sportbünden und dem Landessportbund Sportvereine dabei, das Thema Respekt und Toleranz im Sport zu fördern. Mit der Aktion „Für ein buntes Miteinander. Gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport“ soll ein Beitrag dazu geleistet werden, Hass und Hetze im Sport zu bekämpfen. Sie richtet sich explizit gegen Rassismus und (rechts)extremistische Tendenzen im Sport und verurteilt darüber hinaus auch jegliche Form der Diskriminierung wie beispielsweise Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Sexismus und Homophobie. Die Kampagne ist ein Baustein des Themenschwerpunkts der Landesregierung „Miteinander Gut Leben – Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze“.

Bereits im ersten Kooperationszeitraum, der am 1. Mai 2020 startete, wurden die Inhalte der Kampagne von 15 beteiligten Kooperationsvereinen in die Fläche getragen. Ziel der Kooperation ist das Engagement der Vereine für ein buntes Miteinander und die klare Positionierung gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport.

Die hierfür erforderlichen Ressourcen, wie die Vermittlung von Referent*innen, Textbausteine für Websites oder Stadionzeitungen sowie Werbemittel werden von der Leitstelle Kriminalprävention kostenfrei zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus zahlt das Ministerium des Innern und für Sport den Kooperationsvereinen zur Umsetzung der Kampagne einen Betrag von bis zu 3.000 Euro. Beteiligte Vereine können mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages den Titel „Verein für ein buntes Miteinander. Gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport“ für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen und zusätzlich für Trikots oder andere Vereinsbekleidung, die mit dem Logo der Kampagne bedruckt werden, zusätzlich bis zu 1.000 Euro erhalten.

„Sport steht für Fairness, Respekt und Toleranz. Er bringt Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Nationalität zusammen und kann damit helfen, Vorurteile abzubauen und Toleranz zu lernen“, so Innen- und Sportminister Roger Lewentz. Er könne darüber hinaus einen bedeutenden Beitrag für die Integration leisten. Dies könne jedoch nur gelingen, wenn der Sport frei von Vorbehalten und Vorurteilen sei.

In jüngster Zeit ist in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eine Zunahme von Hass und Hetze erkennbar, von Diskriminierung und Ausgrenzung bis hin zu tätlichen Übergriffen. Der Sport ist von dieser Entwicklung nicht ausgenommen. Die Probleme reichen von rassistischen Schmähungen über mangelnden Respekt gegenüber Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern bis hin zu tätlichen Angriffen. Die Aktion des Innenministeriums will deshalb ebenso wie der Themenschwerpunkt der Landesregierung ein klares Zeichen setzen.

Die Ausschreibung sowie ausführliche Informationen zu den Kooperationsverträgen finden interessierte Vereine auf der Internetseite der Leitstelle Kriminalprävention unter www.buntesmiteinander.rlp.de. Stichtag für Einsendungen mit einem aussagekräftigen Motivationsschreiben an das Postfach kriminalpraevention@mdi.polizei.rlp.de ist der 31. Oktober 2021.

 

 

 


Stellungnahme des Sportbundes Rheinhessen zum Offenen Brief der Gesellschaft für Aerosolforschung

Die Vertreter des Sports wünschen sich schon seit einiger Zeit, dass sportliche Betätigung im Freien wieder erlaubt wird – maßvoll, dauerhaft und mit schlüssigen, notwendigen Hygienevorschriften. Vorausgesetzt, es gibt die wissenschaftliche Grundlage dafür, dass dies ohne größere Gefahr für die Bevölkerung ist und nicht zum Corona-Infektionsherd führt. Unterstützung erhalten sie nun durch den Offenen Brief der Gesellschaft für Aerosolforschung. In diesem heben die Unterzeichner als Konsens der Wissenschaft hervor: „Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt. Übertragungen im Freien sind äußerst selten und führen nie zu ‚Clusterinfektionen, wie das in Innenräumen zu beobachten ist.“ Die von der Politik getroffenen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung vermittelten den Eindruck, draußen sei es gefährlich, unterstreichen die Wissenschaftler, um diesem Meinungsbild sogleich zu widersprechen. In ihren Augen ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Ansteckungsgefahr im Freien äußerst gering ist und durch geeignete Schutzmaßnahmen wie die bekannten AHA-Regeln nahezu auf null reduziert werden kann.

Angesichts dieser Aussagen hochrangiger Wissenschaftler sieht sich der Sportbund Rheinhessen bestärkt, im Sinne seiner Vereine und Verbände eine Öffnung für den Sport im Freien zu fordern. „Die Vereine tun alles dafür, um wieder losgelassen zu werden. Sie haben Hygienekonzepte entwickelt und ihre Angebote nach draußen verlegt. Wenn die Ansteckungsgefahr im Freien nachgewiesenermaßen verschwindend gering ist, muss es den Vereinen auch wieder gestattet sein, draußen Trainingseinheiten abzuhalten“, fordert Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen. Geschäftsführer Thorsten Richter möchte den Sport eingebunden in allgemeine Vorgänge sehen. „Die Menschen können sich überall im Land freiwillig testen lassen. Wenn ein Schüler morgens in der Schule negativ getestet wurde, muss er doch abends auch in seinem Verein Sport machen können. Mit Tests und in kleinen Gruppen sollte unter Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen unter freiem Himmel Sport unter Anleitung eines Trainers wieder erlaubt werden.“ Morgens dürfen die Schüler in geschlossenen Räumen zusammensitzen, nachmittags nicht im Freien gemeinsam Sport treiben. Beides könne doch im Zusammenhang gesehen werden – negativer Test morgens sollte Sport in kleinen Gruppen am Abend ermöglichen.

„Aus unserer Sicht ist es dabei wichtig, dass abends dann ein Übungsleiter eine Gruppe betreut und führt. So stellen die Vereine sicher, dass ihre Hygienekonzepte eingehalten werden“, so Richter.

Abgesehen davon, dass viele Vereine ums nackte Überleben kämpfen, gilt es auch festzuhalten, dass die gesundheitsfördernden Auswirkungen des Sports zu oft vernachlässigt werden. „Den Menschen fehlt die Bewegung, was sich in ihrer psychischen wie auch physischen Verfassung niederschlägt. Gerade die Kinder und Jugendlichen können sich nur schwer motivieren, alleine sportlich aktiv zu sein. Sie brauchen die Gemeinschaft in der Gruppe“, berichtet Kuhn von den Erfahrungen die vielerorts an der Basis gemacht werden. In der Breite können es nur die Vereine gewährleisten, den negativen Folgen mangelnder Bewegung vorzubeugen und so breite Bevölkerungsschichten vor der weiteren Verschlechterung ihres Gesundheitszustands zu bewahren.


Erstanschaffung einer Sportbrille – 40 Euro vom Sportbund!

Der Sportbund Rheinhessen bezuschusst die Erstanschaffung einer Sportbrille mit 40 Euro pro Mitglied eines rheinhessischen Sportvereins. Dieser Zuschuss gilt auch für Kontaktlinsen. Der Antrag ist formlos beim Sportbund Rheinhessen einzureichen. Der Vereinsvorsitzende muss die Originalrechnung mit dem Vermerk „sachlich richtig“ unterschrieben haben. In einem Begleitschreiben soll der Vereinsvorsitzende die Mitgliedschaft des Antragstellers bestätigen. Weitere Informationen: Marianne Windecker, Tel. 06131-2814216 oder m.windecker@sportbund-rheinhessen.de.


Datenschutz im Verein – was ist zu tun?

In einer Übersicht des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht haben wir zwei Dateien gefunden, in denen die für Vereine wesentlichen Anforderungen exemplarisch zusammengestellt wurden – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Zu beachten ist daher, dass nicht jeder Verantwortliche pauschal alle diese Anforderungen erfüllen muss und sich auch der Umfang, wie die einzelnen Anforderungen konkret berücksichtigt werden müssen, fallbezogen unterscheidet. In diesen Mustern wird deshalb der vereinfachte Regelfall angenommen.

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