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Aktuelle Informationen zum Sportbetrieb

Die Corona-Regeln im Detail

Die Regelungen sind in der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes festgeschrieben.

Seit dem 12. September gilt in Rheinland-Pfalz die 26. CoBeLVO und bringt eine 2G+ Regel mit sich. Für den Sportbetrieb sowie Veranstaltungen wirkt sich dies folgendermaßen aus:

Welche Regelungen gelten für den Trainings- und Wettkampfbetrieb?

Stand: 04.12.2021

Das bisherige Warnsystem entfällt. Maßgeblich für weitere Schutzmaßnahmen ist nunmehr ausschließlich die Hospitalisierungsrate. Nach der 29. Corona Bekämpfungsverordnung gilt in ganz Rheinland-Pfalz in allen gedeckten Anlagen, also im Innenbereich, für den Sportbetrieb die 2G-Plus-Regel für alle Personen ab 18 Jahren. Im Innenbereich können damit nur noch Geimpfte, Genesene mit aktuellem und ihnen gleichgestellte Personen teilnehmen. Gleichgestellt sind Kinder bis 3 Monate nach dem 12. Geburtstag. Für Kinder und Jugendliche 3 Monate nach dem 12. Geburtstag bis einschließlich 17 Jahren ist die Teilnahme am Sportbetrieb im Innenbereich weiterhin unter der 3G-Regelung möglich, es dürfen also geimpfte, genesenen und 25 weitere nicht-immunisierte getestete Jugendliche teilnehmen. Hierbei werden ofizielle Tests, Selbsttests unter Aufsicht des Vereinspersonals oder bescheinigte Tests von Schulen und Arbeitgebern anerkannt. Hinweis: Die Testpflicht entfällt, wenn die Auffrischungsimpfung / Boosterimpfung schon erfolgt ist.
Nicht immunisierte Personen ab 18 Jahren sind vom Sportbetrieb im Innenbereich ausgeschlossen. Dies betrifft auch alle Übungsleiter, die ehrenamtlich oder ausschließlich im Rahmen des Übungsleiterfreibetrages tätig sind. Diese Übungsleiter fallen nicht unter die 3G-Regel für den Arbeitsplatz, da sie keine Arbeitnehmer des Vereins sind. Die 3G-Regel für den Arbeitsplatz gilt nur für tatsächlich Beschäftigte des Vereins, also hauptamtlich oder geringfügig beschäftigte Angestellte des Vereins. Für den Wettkampfbetrieb im Innenbereich ist die 2G-Plus-Regel auch auf Kampf- und Schiedsrichter sowie Betreuer von Mannschaften anzuwenden. Für den Sportbetrieb im Außenbereich gilt ab sofort die 2G-Regel. Außerhalb des Sportbetriebs insbesondere bei Zu- und Abgang gilt die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. Die Nutzung von Umkleiden und Duschen ist unter Einhaltung allgemeiner Hygienemaßnahmen möglich. Es besteht keine Kontakterfassungspflicht beim Sportbetrieb im Innen- und Außenbereich, mit Ausnahme des Sportbetriebs in Schwimmbädern. Hygienekonzepte sind nach der aktuellen Verordnung nur noch in Schwimmbädern zu beachten sowie im Profi- und Leistungssport. Allerdings können sowohl Kommunen bei der Nutzung kommunaler Sportstätten Hygienekonzepte erlassen bzw. verlangen. Häufig haben auch Fachverbände für den Spiel- und Wettkampfbetrieb Hygienekonzepte erarbeitet, die zu beachten sind.

Die Verordnung gilt ab dem 04. Dezember bis einschließlich 01. Januar 2022.

Sind sportliche Veranstaltungen zugelassen?

Stand: 04.12.2021

Für die aktiven Teilnehmer an Sportveranstaltungen gelten die Regelungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb. Damit gilt auch hier im Innenbereich die 2G-Plus-Regel mit Ausnahme, dass Kinder bis 3 Monate nach dem 12 Geburtstag teilnehmen können. Für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren gilt die 3G-Regel, hierbei sind allerdings nur 25 nicht-immunisierte Kinder neben den geimpften und genesen zugelassen.

Für die bei Sportveranstaltungen zulässigen Zuschauer gelten die Regelungen für Veranstaltungen aus der aktuellen Corona Bekämpfungsverordnung. Auch hier gilt im Innenbereich die 2G-Plus-Regel, zusätzlich die Maskenpflicht am eigenen Platz (außer beim Verzehr von Speisen und Getränken) und die Pflicht zur Kontakterfassung. Im Außenbereich gilt die 2G-Regel. Minderjährige dürfen unter der 3G-Regel teilnehmen. Abstandsregel, kann der Abstand nicht eingehalten werden gilt auch hier die Maskenpflicht. Es besteht eine Pflicht zur Kontakterfassung. Der Veranstalter hat ein Hygienekonzept vorzuhalten, das die Einhaltung der Vorgaben gewährleistet.

Hygienekonzept

Die Sportausübung ist unter den Voraussetzungen der jeweils geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (CoBeLVO) zulässig. Dabei sind insbesondere die in § 10 angeführten Hygiene-und Schutzvorschriften zu beachten.

Das Land Rheinland-Pfalz stellt ein pauschales Hygienekonzept zum Download bereit. Die Hygienekonzepte der einzelnen Sportverbände, die darüber hinaus Regelungen treffen, bleiben dabei unberührt.

Der Sportbund Rheinhessen hat zudem einen Erklärfilm "Hygienekonzept in Sporthallen und -räumen" erstellt.

Digitale Kontakterfassung

Der Sportbund Rheinhessen stellt seinen Mitgliedsvereinen das digitale Tool inscribe zur Kontaktnachverfolgung zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wie ist die Testpflicht zu gewährleisten?

Stand: 04.12.2021

Die Testpflicht besteht nach der 2G-Plus-Regel nur im Innenbereich für alle Personen über 18 Jahren, die geimpft oder genesen sind. Ausgenommen hiervor sind Personen, die ihre Auffrischungsimpfung bereits erhalten haben. Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 bis 17 Jahren gilt die 3G-Regel, somit besteht hier nur eine Testpflicht für nicht-immunisierte Kinder.

Zulässig ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses eines Schnelltests, der Test darf nicht vor mehr als 24 Stunden vorgenommen worden sein und das Ergebnis muss durch die den Test durchführende Stelle bestätigt sein, hierbei werden auch bescheinigte Tests des Arbeitsgebers und von Schulen anerkannt. Die Bestätigung ist vor dem Betreten der Einrichtung vorzulegen. Zulässig ist auch ein Selbsttest vor Ort unter Aufsicht.

Die Selbsttest müssen nicht durch den Verein bereitgestellt werden. Vereine sind nicht verpflichtet, die Möglichkeit einer Selbsttestung vor Ort anzubieten.

Können mehrere Gruppen auf einer Sportanlage trainieren?

Stand: 04.12.2021

Training und Wettkampf mehrerer Gruppen ist möglich. Aus Infektionsschutzgründen ist es aber empfehlenswert sicherzustellen, dass die einzelnen Gruppen sich während des Trainings sowie beim Betreten und Verlassen der Sportanlage nicht durchmischen, die Hygieneregeln eingehalten werden und zwischen den Gruppen stets ein angemessener Abstand eingehalten wird. Vereine, die kommunale Sportanlagen nutzen, sollten sich bei ihrer Kommune erkundigen, ob es seitens der Kommune spezielle Vorgaben dazu gibt.

Was müssen Vereine bei vereinseigenen Anlagen bei der Nutzung der Sportstätte beachten?

Stand: 24.11.2021

Betreiber der Anlagen haben dafür Sorge zu tragen, dass die Nutzung der Anlage ausschließlich unter Einhaltung der Auflagen erfolgt.

Umkleideräume und Sanitär- sowie Toilettenanlagen sind für den Sportbetrieb ohne Einschränkungen geöffnet. Für den sonstigen Betrieb z.B. bei Veranstaltungen unter Einhaltung der allgemeinen Schutzmaßnahmen (Abstandsgebot und Maskenpflicht) geöffnet. Regelmäßige Reinigung und Desinfektion sollten gewährleistet werden.

Vereinsgaststätten dürfen im Rahmen der aktuellen Corona Bekämpfungsverordnung öffnen. Sofern eine Gaststättenerlaubnis vorliegt sind die Regelungen für die Gastronomie der aktuellen Verordnung zu beachten. Auch hier gilt im Innenbereich die 2G-Plus-Regel.

Der Vorstand hat sicher zu stellen, dass die Übungsleiter vor der Übungsstunde sich bei der Teilnahme von volljährigen Personen entsprechende Nachweise (2G-Plus) vorlegen lassen und bei der Teilnahme von 12-17 Jährigen einen 3G-Nachweis.

Für die Einhaltung der Vorgaben sind die Vorstände der jeweiligen Vereine zuständig.

Sind Veranstaltungen derzeit erlaubt?

Stand: 04.12.2021

Nach der 29. Corona Bekämpfungsverordnung besteht im Innenbereich die 2G-Plus-Regel. Dies trifft sowohl auf die aktiven Teilnehmer am Wettkampf- und Spielbetrieb zu als auch auf die Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie auf Teilnehmer und Zuschauer von geselligen Veranstaltungen. Teilnehmen können damit nur noch Geimpfte und Genesene sowie ihnen gleichgestellte Personen, dies sind Kinder bis drei Monate nach dem 12. Geburtstag. Für Kinder und Jugendliche drei Monate nach dem 12 Geburtstag bis einschließlich 17 Jahre ist die Teilnahme mit einem §g-Nachweis möglich, hierbei sind nur 25 nicht-immunisierte zugelassen. Der Test kann auch vor Ort mittels eines kontrollierten Selbsttest erfolgen. Nicht immunisierte Personen ab 18 Jahren haben keinen Zutritt mehr zu Veranstaltungen im Innenbereich. Dies trifft auch auf Übungsleiter, Kampf- und Schiedsrichter sowie Betreuer zu.

Veranstaltungen im Innenbereich

Stand: 04.12.2021

Es gelten:

  1. Die 2G-Plus-Regel.
  2. Die Maskenpflicht, sie entfällt nur,  beim Verzehr von Speisen und Getränken.
  3. Es gilt die Pflicht zur Kontakterfassung.
  4. Für Kinder zwischen 12-17 Jahren gilt die 3G-Regel,
  5. Der Veranstalter hat ein Hygienekonzept vorzuhalten, das die Einhaltung der Vorgaben gewährleistet.
Veranstaltungen im Außenbereich

Stand: 04.12.2021

  1. Es gilt die 2G-Regel
  2. Es gilt Maskenpflicht, sie entfällt nur, beim Verzehr von Speisen und Getränken.
  3. Es gilt die Pflicht zur Kontakterfassung.
  4. Für Kinder zwischen 12-17 Jahren gilt die 3G-Regel, hierbei sind maximal 25 nicht-immunisierte zugelassen
  5. Der Veranstalter hat ein Hygienekonzept vorzuhalten, das die Einhaltung der Vorgaben gewährleistet.
  6. Bei Veranstaltungen ohne feste Plätze und vorherigen Ticketverkauf besteht in Wartesituationen und in Situationen bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, die Maskenpflicht, außer beim Verzehr von Speisen und Getränken.

 

Mitgliederversammlung – FAQ’s

Können Mitgliederversammlungen wieder stattfinden?

Stand: 24.11.2021

Bei der Durchführung von Mitgliederversammlungen gelten die Regelungen für Veranstaltungen in der jeweils aktuellen Verordnung. Die ab dem 23. November bis einschließlich 15. Dezember 2021 geltende 28. Corona Bekämpfungsverordnung legt für den Innenbereich die 2G-Regel fest. Damit hätten auch zu Mitgliederversammlungen nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Die Ausnahmeregelungen für den Kinder- Jugendbereich in der aktuellen Verordnung dürften für die Mitgliederversammlung keine Rolle spielen. Damit ist nicht immunisierten Personen die Teilnahme an der Mitgliederversammlung, anders als in den letzten Verordnungen, nicht mehr möglich. Derzeit ist rechtlich nicht klar, ob Mitgliederrechte hier in einem zu hohen Maße beschnitten werden und Beschlüsse von Mitgliederversammlungen, die unter der 2G-Regel stattfinden, möglicherweise anfechtbar wären. Daher empfehlen wir, die Mitgliederversammlung zu verschieben. Die gesetzlichen Übergangsregelungen lassen dies zu, bei nicht erfolgter Neuwahl bleiben die Vorstände bis 31.08.2022 im Amt, so dass der Verein und der Vorstand handlungsfähig bleiben. Sollte die Mitgliederversammlung bereits eingeladen sein, so muss diese förmlich über den satzungsgemäßen Einladungsweg abgesagt werden. Ist die Einladung noch nicht erfolgt aber ein Termin geplant, reicht eine einfache Information an die Mitglieder, beispielsweise auf der Homepage.

Was ist zu beachten, wenn die Mitgliederversammlung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden muss?

Stand: 24.11.2021

Die gesetzlichen Übergangsregelungen gelten derzeit bis 31.08.2022. Wenn die Mitgliederversammlung des Jahres 2021 oder auch die Mitgliederversammlung des Jahres 2020 in der Mitgliederversammlung im kommenden Jahr nachgeholt werden, müssen keine getrennten Mitgliederversammlungen stattfinden. In der Mitgliederversammlung 2022 müsste, der Rechenschaftsbericht, Kassenbericht, Kassenprüfbericht und die Entlastung des Vorstandes für die Jahre vorgenommen werden in denen keine Mitgliederversammlung stattfinden konnte sowie die aktuell anstehenden Berichte. Die Tagesordnung muss dann die Punkte Rechenschaftsbericht, Kassenbericht, Kassenprüfbericht und Entlastung des Vorstandes für die einzelnen Jahre enthalten. Die Berichte für die einzelnen Jahre sollten klar voneinander getrennt sein. Gegebenenfalls, so sie denn angestanden hätte, müsste die Neuwahl nachgeholt werden. Die Wahl erfolgt dann für die in der Satzung festgelegte Amtszeit.  Die Amtszeit beginnt mit dem Tag der Neuwahl und ist nicht rückwirkend zu berechnen.

Kann die Mitgliederrversammlung in das Jahr 2022 verschoben werden?

Stand 11.10.2021

Wenn die Satzung vorschreibt, dass jährlich eine Mitgliederversammlung stattfinden muss, so muss diese auch durchgeführt werden, sofern nicht zwingende Gründe dagegen stehen. Im vergangenen Jahr und im Frühjahr diesen Jahres ließen die strengen Auflagen die Durchführung der Mitgliederversammlungen nicht zu. Hier griffen die gesetzlichen Übergangsregelungen, die ein Verschieben der Mitgliederversammlung zuließen. Da es derzeit, wenn auch unter Auflagen, wieder möglich ist, die Mitgliederversammlungen durchzuführen, muss die Mitgliederversammlung grundsätzlich durchgeführt werden. Zwar sind die gesetzlichen Übergangsregelungen bis zum 31.08.2022 verlängert worden, aber die Verschiebung der Mitgliederversammlung ist auch nach diesen Regelungen nur zulässig, wenn die Durchführung der Mitgliederversammlung nicht möglich ist, z.B. weil kein geeignet großer Raum zur Verfügung steht. Das dürfte in der Praxis eher kaum vorkommen. Bei Vereinen, die ihre Mitgliederversammlung tatsächlich nicht durchführen können und auf das Jahr 2022 verschieben müssen und bei denen Neuwahlen angestanden hätten, bleiben die Vorstände nunmehr bis zum 31.08.2022 im Amt. Sollten die Durchführung nicht möglich sein, müsste die Mitgliederversammlung abgesagt und verlegt werden. Ist die Mitgliederversammlung bereits eingeladen, muss sie förmlich über den Einladungsweg abgesagt werden. Steht lediglich der Termin fest, so reicht eine Info an die Mitglieder.

Welche alternativen Formen der Durchführung der Mitgliederversammlung sind derzeit möglich?

Stand 11.10.2021

Abweichend von § 32 Absatz 1 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs kann der Vorstand auch ohne Ermächtigung in der Satzung Vereinsmitgliedern ermöglichen,

  1. an der Mitgliederversammlung ohne Anwesenheit am Versammlungsort teilzunehmen und Mitgliederrechte im Wege der elektronischen Kommunikation auszuüben oder
  2. ohne Teilnahme an der Mitgliederversammlung ihre Stimmen vor der Durchführung der Mitgliederversammlung schriftlich abzugeben (Briefwahl).
  3. Abweichend von § 32 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist ein Beschluss ohne Versammlung der Mitglieder im Umlaufverfahren gültig, wenn alle Mitglieder beteiligt wurden, bis zu dem vom Verein gesetzten Termin mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimmen in Textform (Brief, Fax, E-Mail) abgegeben haben und der Beschluss mit der erforderlichen Mehrheit gefasst wurde.

Diese Regelungen gelten bis zum 31.08.2022.

Allerdings darf nicht verkannt werden, dass sowohl die virtuelle MV, als auch die Briefwahl erheblicher technischer und organisatorischer Vorbereitungen bedarf. So ist die virtuelle MV nur möglich, wenn der Verein dazu über die geeignete Software verfügt, die dazu auf dem Mark angeboten wird und auch nicht unerhebliche Kosten verursacht. Problematisch ist sicher auch die Tatsache, dass an den Mitgliederversammlungen normalerweise eine nennenswerte Zahl von Mitgliedern teilnimmt, die nicht zwingend über die Voraussetzungen für eine Teilnahme an einer virtuellen Versammlung verfügten (fehlende technische Ausstattung und Kenntnisse). Dann kann eine virtuelle Versammlung eine „besondere Erschwernis“ für die Teilnahme darstellen und die Beschlüsse zwar nicht nichtig (von vornherein unwirksam), aber möglicherweise anfechtbar machen. Aber auch unabhängig von dieser Tatsache, muss bei einer virtuellen Mitgliederversammlung absolut sichergestellt werden, dass nur Mitglieder Zugang zur virtuellen Mitgliederversammlung haben und nur stimmberechtigte Mitglieder an der Online Abstimmung teilnehmen. Dies ist nicht ohne erheblichen Aufwand und technisches Knowhow machbar. Auch bei der Briefwahl und der Beschlussfassung im Umlaufverfahren sind eine Vielzahl von Voraussetzungen zu beachten (Information aller Mitglieder, abstimmungsfähige Beschlussvorschläge, Dokumentation der Abstimmungsergebnisse). Für die meisten Vereine sollte derzeit keine zwingende Notwendigkeit bestehen, die Mitgliederversammlung virtuell oder per Briefwahl durchzuführen, zumal die gesetzlichen Übergangsregelungen hier rechtliche Sicherheit bei der Amtsperiode der Vorstände geben. Für die meisten Vereine ist daher eher die Verschiebung der Mitgliederversammlung zu empfehlen.

Wer entscheidet über die Form der Mitgliederversammlung?

Die Entscheidung über die Art der Abhaltung der Mitgliederversammlung trifft das nach der Satzung zuständige Organ, zumeist der Vorstand. Das zuständige Organ, überwiegend der Vorstand, entscheidet auch über den Zeitpunkt der Abhaltung der Mitgliederversammlung sowie über Verschiebungen und Verlegungen.

Welche Rechtsgrundlagen gelten für die digitalen Mitgliederversammlung?

Das „Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie“ (Stand: 22.12.2020) bietet eine gesetzliche Rechtsgrundlage zur Abhaltung digitaler Mitgliederversammlungen.

(2) Auch ohne Versammlung der Mitglieder ist ein Beschluss gültig, wenn alle Mitglieder ihre Zustimmung zu dem Beschluss schriftlich erklären.
(3) Abweichend von § 32 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist ein Beschluss ohne Versammlung der Mitglieder gültig, wenn alle Mitglieder beteiligt wurden, bis zu dem vom Verein gesetzten Termin mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimmen in Textform abgegeben haben und der Beschluss mit der erforderlichen Mehrheit gefasst wurde.
Sollte ich mich von einem Anwalt beraten lassen?

Der Sportbund empfiehlt eine Rechtsberatung. Jeder Verein ist anders und nicht alle Fragen können hier beantwortet werden.

 

Die folgenden FAQ’s zur digitalen Mitgliederversammlung wurden im Namen von Rechtsanwalt Herrn Dr. Falko Zink beantwortet.

Was tun, wenn ein Mitglied sagt es konnte nicht abstimmen und fordert die Abstimmung zu wiederholen?

Es ist davon abzuraten, die Abstimmung zu wiederholen, da ein Beschluss bereits gefasst wurde. Im Falle der Zulässigkeit einer virtuellen Versammlung liegt es an den Mitgliedern, die entsprechenden technischen Voraussetzungen vorzuhalten.

Dürfen Mitglieder, die sich nicht testen lassen wollen und weder ungeimpft sind noch genesen verlangen die Mitgliederversammlung zu verschieben oder darf ich diese Mitglieder von der Versammlungsteilnahme ausschließen?

Die Mitgliederversammlung ist in der vorgeschlagenen Art und Weise zulässig. Entsprechende Beschlüsse können wirksam gefasst werden. Der Zugang zur Mitgliederversammlung ist für jedermann möglich. Wenn jemand eine ansteckende Krankheit haben sollte, wäre z. B. die Mitgliederversammlung auch nicht notwendigerweise zu verschieben. Wir verfügen zwar noch nicht über gerichtliche Entscheidungen diesbezüglich, allerdings sind die virtuellen Versammlungen auch zugelassen, obwohl es Mitglieder gibt, die nicht über entsprechendes Equipment verfügen. 

Rechtsgrundlage: 26. CoBeVo §3 Abs. 7. Satz 3ff 

Der Betreiber einer Einrichtung darf der Besucherin oder dem Besucher nur bei Vorlage eines Testnachweises nach Satz 5 Zutritt zur Einrichtung gewähren. In den in dieser Verordnung bestimmten Fällen der Testpflicht nach Satz 1 gilt diese nicht für  

  1. Kinder bis einschließlich 11 Jahre oder Schülerinnen und Schüler oder 
  2. geimpfte Personen nach § 2 Nr. 2SchAusnahmV(geimpfte Personen) oder genesene Personen nach § 2 Nr. 4SchAusnahmV (genesene Personen). 
Mitglieder haben nicht die Möglichkeit an einer digitalen Mitgliederversammlung teilzunehmen, sei es durch schlechtes oder fehlendes Internet, fehlender Hardware oder Kenntnis. Was wird in diesem Fall empfohlen? Wie ist hierzu die Gesetzeslage?

Derzeit sind virtuelle Mitgliederversammlungen infolge der Corona-Gesetzgebung auch ohne ausdrückliche Satzungsregelung zulässig. Sobald sich diese Gesetzeslage ändert, wäre eine Aufnahme eines solchen Verfahrens in der Satzung zwingend erforderlich, wenn man sich virtuell versammeln möchte. Im Falle der Zulässigkeit einer virtuellen Versammlung sind die Mitglieder gehalten, einen entsprechenden Zugang zu geeigneten Medien zu schaffen. Zurzeit ist es auch noch möglich, vor Eröffnung der Mitgliederversammlung ein schriftliches Votum abzugeben für eine bestimmte Beschlusslage. Der Vorstand kann also bei technischen Problemen diese Möglichkeit den Mitgliedern ebenfalls anbieten.

Viele Vereine haben noch keine Email-Adressen. Welche Möglichkeiten können genutzt werden, um diese Mitglieder möglichst kostengünstig zu informieren und Stimmberechtigten den Zugang zum Wahltool zu ermöglichen?

Der Verein kann sämtliche Kontaktdaten zur Kontaktaufnahme mit seinen Mitgliedern nutzen, die ihm vorliegen.

Wie kann man am besten und auch möglichst transparent und für alle Beteiligten die Digitale Wahl mit einer Briefwahl im Vorfeld kommunizieren? Ist dies überhaupt sinnvoll?

Diese Kombination ist möglich. Ob sie sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab, d. h. ob die Möglichkeit bei diesem Verein realistisch ist.

Während einer Versammlung wird gefordert die Abstimmung nicht geheim durchzuführen. Ist das rechtens?

Die Form der Abstimmung ist normalerweise in der Satzung geregelt. Trifft die Satzung keine Regelung, entscheidet der Versammlungsleiter. Dieser kann nur durch einen Beschluss der Mehrheit der anwesenden Mitglieder überstimmt werden. Der Beschluss der Mitglieder ist dann bindend.

 

Weitere Informationen auf unserer Corona-Service-Seite. Alle Fragen rund um Corona und Sport richten Sie bitte an corona@sportbund-rheinhessen.de