Silbernes Jubiläum auf der Geschäftsstelle

Stefan Keck ist seit 25 Jahren als Bildungsreferent beim Sportbund Rheinhessen

Knapp zwei Jahrzehnte lang war er der Dreh- und Angelpunkt der Sportjugend Rheinhessen. Heute ist er als Bildungsreferent in der Abteilung Qualifizierung des Sportbundes tätig. Stefan Keck feiert in diesen Tagen sein Silbernes Mitarbeiter-Jubiläum im Geschäftsstellen-Team des Sportbundes Rheinehessen. Dabei hatte sein beruflicher Werdegang noch mit einer kaufmännischen Lehre in seiner hessischen Heimat begonnen.

Nach dem Zivildienst beim Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt entschied sich Keck jedoch für ein Sport-Studium, in dessen Anschluss er direkt den Einstieg beim Sportbund Rheinhessen schaffte. Der Diplom-Sportlehrer erhielt zunächst den Titel „Jugendsekretär“, was heute der Abteilungsleitung bei der Sportjugend entspricht. In ersten Linie war er dabei als Referent für die Aus- und Weiterbildung verantwortlich.

Da die Sportjugend als Träger der freien Jugendhilfe eine Sonderstellung im Sportbund einnimmt, genoss Keck viele Freiheiten, mit denen er zu arbeiten wusste. „Er hatte die Entscheidungsfreiheit bei der Verwendung der Gelder und hat alle Fäden bei der Sportjugend gezogen“, erinnert sich sein früherer Chef Joachim Friedsam.

Der ehemalige Geschäftsführer des Sportbundes kennt Keck als sehr offenen und bereitwilligen Mitarbeiter, der Aufgaben in Rekordgeschwindigkeit erledigen kann.
„Als Mensch mag ich ihn sehr gerne. Er packt immer an, ist hilfsbereit und unfassbar tatkräftig.“ Als Kumpeltyp konnte man ihn besonders bei den Skifreizeiten in Oberjoch kennenlernen. „Stefan Keck hat aber auch seine Ecken und Kanten, kann schon mal sehr emotional werden“, so Friedsam augenzwinkernd.
Dank seiner rhetorischen Stärken weiß er aber Menschen zu überzeugen und fühlt sich auch in der Gruppe wohl. „Besonders in der Gremienarbeit ist er ein absoluter Fachmann“, weiß der heutige SBR-Geschäftsführer Thorsten Richter, unter dem Keck allerdings nicht mehr in der Sportjugend arbeitet.

Seit einigen Jahren ist er als Bildungsreferent in der Abteilung Qualifizierung angesiedelt und für die Verwaltung der Sportschule in Seibersbach zuständig. Seit neustem ist er darüber hinaus Ansprechpartner für die Vereinsberatung beim Sportbund Rheinhessen. Zudem zeichnet er sich für die Vereinsmanager-Ausbildung des Sportbundes verantwortlich. Richter: „Er füllt damit einen wichtigen Part unserer Kernaufgabe aus. Diese Funktion ist ihm wie auf den Leib geschneidert und für uns ein echter Zugewinn.“

In seiner Freizeit engagiert sich der Vater zweier erwachsener Söhne im Vorstand der TSG 1846 Mainz-Bretzenheim, wo er den Posten des zweiten Vorsitzenden bekleidet. Sein Wissen als Turner gab er lange Jahre auch als Trainer an den Nachwuchs weiter. „Ich gratuliere Stefan Keck zu seinem Jubiläum und bedanke mich ganz herzlich für die Arbeit, die er seit 25 Jahren für den Sportbund leistet“, sagt SBR-Präsident Klaus Kuhn. „Er ist ein angesehener Mitarbeiter der Geschäftsstelle und wird uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben.“


Sportvereine in Rheinhessen verlieren fast 11.000 Mitglieder

16,53 Prozent weniger Kinder unter 7 Jahren. Leichter Gewinn bei den über 60-jährigen.

Die Corona-Pandemie legt seit einem Jahr den Breitensport und das Vereinsleben nahezu völlig lahm, was nicht ohne Folgen bleibt. Die neuesten Mitgliederzahlen zeigen, dass die Sportvereine wegen ihres fehlenden Angebots schwere Verluste erleiden. Die Bestandserhebung des Sportbundes Rheinhessen mit den Mitgliederzahlen zum 1. Januar 2021 zeigt schwarz auf weiß, dass viele Menschen ausgetreten sind. Den 278.883 Mitgliedern in 886 Vereinen zum 1. Januar 2020 standen im Sportbund Rheinhessen ein Jahr später noch 268.164 Mitglieder in 870 Vereinen gegenüber. Das Minus von 10.719 Mitgliedern entspricht einem Rückgang von 3,84 Prozent, was deutlich über den Zahlen der Vorjahre liegt – im rheinland-pfälzischen Vergleich mit den anderen Sportbünden allerdings auf Augenhöhe ist.

Der höchste Mitgliederstand im Sportbund Rheinhessen war mit 283.910 im Jahr 2013 erreicht. Seitdem waren die Mitgliedszahlen nur minimal schwankend, hatten sich 2020 gegenüber 2019 sogar wieder um 1.420 erhöht. Der starke Verlust des zurückliegenden Kalenderjahres lässt sich klar auf die Pandemie zurückführen. Die verschiedenen Lockdowns und die damit verbundene Einschränkung des Sportangebots verhinderten Neueintritte in die Vereine, die normale Fluktuation wurde dadurch gestört. Die üblichen Austritte wurden nicht durch Eintritte neuer Mitglieder ausgeglichen. Dies ist besonders deutlich bei der Zahl der Kinder und Jugendlichen abzulesen. Konnten die Vereine in der Altersklasse 7 bis 14 Jahre in den vergangenen Jahren ihre Mitgliedszahlen halten oder sogar steigern, erlitten sie dort nun ein Minus von 5,63 Prozent. Nur auf Kinder von null bis sechs Jahren bezogen ist gar ein Einbruch um 16,53 Prozent zu verzeichnen. „Das ist eine alarmierende Zahl, wenn man bedenkt, dass diese Bestandserhebung nur das erste Pandemie-Jahr widerspiegelt, sagt Sportbund Präsident Klaus Kuhn.“  Ein Plus ist erstaunlicherweise bei den Senioren über 60 Jahren zu verzeichnen, deren Zahl um 1,13 Prozent zugenommen hat.

Beim Blick auf die Fachverbände ist zu erkennen, dass die größten Probleme in den Sportarten auftreten, die in der Halle betrieben werden. Allen voran die Kampfsportarten, die aufgrund ihrer körperlichen Intensität und Nähe kein adäquates Training durchführen konnten, vermelden Mitgliederrückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Jiu-Jitsu hat fast 75 Prozent seiner Mitglieder verloren, im Judo sind es 22,7 Prozent, beim Boxen 10,5 Prozent. Aber auch die in der Halle betriebenen großen Ballsportarten (Handball, Basketball, Volleyball) verzeichnen Rückgänge, die fast auf identischem Niveau bei etwa 3,5 Prozent liegen. Den höchsten Rückgang in absoluten Zahlen verzeichnet der zweitgrößte Fachverband Turnen, der 3952 oder 5,35 Prozent seiner Mitglieder verliert. Der mit 82.602 Mitgliedern nach wie vor größte Fachverband Fußball kommt auf einen Verlust von 2,46 Prozent. Bei den Sportarten, die zumindest teilweise unter freiem Himmel ausgetragen werden, gibt es auch einige Gewinner: So verzeichnet der Tennisverband als drittgrößter Fachverband ein Plus von 3,85 Prozent, der Alpenverein ein leichtes Plus von 67 Mitgliedern (0,67 Prozent), während die Schwimmvereine trotz Sperrung der Hallenbäder einen Zuwachs von 216 Mitgliedern (2,34 Prozent) aufweisen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den größten Vereinen im Sportbund Rheinhessen. Zuwächse verzeichnen in den Top Ten lediglich der auf Rang zwei liegende Deutsche Alpenverein, Sektion Mainz, mit einem Plus von 208 Mitgliedern und der Drittplatzierte Schwimmverein Freibad Gimbsheim, der sogar 562 Mitglieder hinzu gewinnen konnte. Größter Verein in Rheinhessen bleibt der FSV Mainz 05, der nach einem Minus von 230 noch 12.059 Mitglieder aufweist. Den höchsten Verlust in absoluten Zahlen verzeichnet der auf Rang vier liegende TSV Schott Mainz, der mit 3509 einen Verlust von 458 Mitgliedern verzeichnet. Insgesamt zeigt sich, dass insbesondere bei den Großsportvereinen über 1000 Mitgliedern ein größerer Verlust zu erkennen ist. Vereine aus dem ländlichen Bereich weisen hingegen eine große Stabilität auf.

 


Abschlussfest für „Fitte Firmen“

Die Organisatoren des Sportabzeichenwettbewerbs für Unternehmen hatten zur großen Abschlussveranstaltung eingeladen und rund 100 Menschen aus Wirtschaft und Sport kamen. Zehn Pokale für besondere Leistungen wurden überreicht – launig moderiert von Heidemann und Sportbund-Rheinhessen-Präsident Magnus Schneider. mehr…