Ein Leben zwischen Sport und Enkeln

Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, wird 70 / Vereine immer im Blick

Der Sport und das Ehrenamt prägt sein Leben. Das war schon in der Jugend so, und ist auch heute noch so, da er seinen Ruhestand genießt. Das Leben im Alter genießen, heißt für Klaus Kuhn aber nicht, eine ruhige Kugel zu schieben. Für ihn ist es eher ein Unruhestand. Denn Klaus Kuhn ist immer unterwegs –  entweder mit der Familie oder für seinen geliebten Sport. Klaus Kuhn ist ein Glücksfall für den rheinhessischen Sport, betont Sportbund-Geschäftsführer Thorsten Richter. Der Präsident des Sportbundes Rheinhessen wird am 22. September 70 Jahre alt und alle Sportler aus Rheinhessen gratulieren herzlich.

Seine sportliche Laufbahn begann Klaus Kuhn als Judoka, was ihm 1969 sogar einen Rheinhessenmeister-Titel erbrachte. 1973 wechselte er dann zum Handball, der neben seinem beruflichen Werdegang als Speditionskaufmann und staatlich geprüfter Industriefachwirt fortan sein Leben bestimmen sollte. Nach drei Jahren in der Handball-Abreilung des Weisenauer Rudervereins gehörte er 1976 zu den Gründungsmitgliedern des Handball-Sportvereins Mainz. Drei Jahre lang (1978 bis 1981) war er Zweiter Vorsitzender des HSV, spärer dann von 1985 bis 2001 Abteilungsleiter Handball. Nach seiner aktiven Laufbahn engagierte er sich im HSV auch als Trainer, wofür der die B-Lizenz erwarb. Nebenbei wurder auch schon für den Handballverband Rheinhessen aktiv, für den er 20 Jahre lang als Schiedsrichter zur Pfeife griff. Hinzu kamen in den 90er Jahren die Aufgaben als Kassenprüfer und Klassenleiter.

Als beim HSV die Handballabteilung am Ende war, schloss sich Kuhn der DJK Moguntia Bretzenheim an. Auch hier übernahm er 1999 gleich die Abteilungsleitung Handball und engagierte sich als Trainer. 2004 wurder er zum Vize-Präsident des Handballverband Rheinhessen gewählt, um drei Jahre später das Amt des scheidenden Präsidenten Herbert Beck zu übernehmen. In der Folge stand Kuhn zwölf Jahre lang an der Spitze des HVR und vertrat als Pärsident auch die Interessen des Verbandes auf Bundesebene. In der gleichen Zeit engagierte er sich auch noch als Vorsitzender der AG Spitzensport Mainz. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, übernahm er 2010 auch noch für acht Jahre das Amt des Sportkreisvorsitzenden der Stadt Mainz. In dieser Funktion ist er mir dadurch aufgefallen, dass er ihm zugeteilte Aufgaben immer perfekt erledigt hat. Seine Gutachten waren immer sehr detailliert und man konnte sich vollends darauf verlassen, erinnert sich der damalige SBR-Geschäftsführer Joachim Friedsam, der Kuhn als sehr angenehmen und geselligen Zeitgenossen in Erinnerung hat. Als HVR-Präsident war Kuhn automatisch auch ein Mitglied im Hauptausschuss des SBR. Somit arbeitete er in dieser Zeit auch sehr eng mit dem Präsidenten und persönlichen Freund Magnus Schneider zusammen. Als Schneider 2018 aus dem Amt schied, bat ihn dessen Nachfolger Helmut Graf von Moltke, im Sportbund als Vize-Präsident mitzuarbeiten. Da Kuhn sich im Handballverband eh nicht zur Wiederwahl stellen wollte, aktzeptierte er – mit unabsehbaren Folgen. Keine elf Monate später trat von Moltke überraschens von seinem Amt zurück, und da Kuhns vierte Amtszeit als HVR-Präsident kurz zuvor geendet hatte, übernahm er nun eben kommissarisch die Präsidentschaft im Sportbund Rheinhessen.

Seitdem ist er also im Auftrag aller rheinhessischen Sportler unterwegs und handelt dabei stets gemäß seinem Mantra: Als Sportbund sind wir Dienstleister für Vereine und Fachverbände. Ihre Sorgen und Nöte müssen im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen.“ Klaus Kuhn ist ein Ehrenamtler durch und durch, wofür er mit Plaketten, Medaillen, Ehrennadeln und Urkunden überschüttet wurde. Die größte Auszeichnung ist es aber wohl, dass er bei all dem Aufwand auch nach 45 Jahren noch glücklich mit seiner Frau Conny verheiratet ist. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und vier Enkel hervor, die mithelfen, den rüstigen Großvater auf Trapp zu halten.

Auch wenn er selbst auf Landesebene die höchsten Weihen und Ämter errreicht hat, vergisst er nie die kleinsten Mitarbeiter in den Vereinen. Kuhn ist ein steter Kämpfer für mehr Anerkennung im Ehrenamt, da er weiß, dass ohne deren unermüdliches Engagement unsere Vereine nicht überleben können. „Gerade auch in der Corona-Zeit setzte er sich dauerd dafür ein, dass den Vereinen keine allzu dicken Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden. Er ist ein äußerst integrer Arbeitet für den Sport, der immer die Probleme der Vereine und deren Mitarbeiter im Blick hat“, urteilt der aktuelle SBR-Geschäftsführer Thorsten Richter, der mit Kuhn auf höchst vertrauensvoller Basis zusammenarbeitet.

Auch aus den Rheinen seiner ehemaligen Handball-Miststreiter ist nur Positives über Klaus Kunn zu vernehmen. Ich habe seine ruhige und diplomatische Art in den HVR-Sitzungen immer sehr geschätzt. Er hat sich nie aus der Ruhe und vom Thema abbringen lassen, erinnert sich beispielsweise Mädelswartin Steffi Welter. Sein Nachfolger als HVR-Präsident, Mathias Solms, würdigt Kuhns Arbeit: In seiner Zeit als Präsident und Vizepräsident hat er die Entwicklung des Verbandes entscheident geprägt und gemeinsam mit dem Präsidium zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. Hiervon profitieren wir noch heute, denn wir gehen den eingeschlagenen Weg unbeirrt weiter. Lieber Klaus, ich wünsche dir alles Gute und vor allem Gesundheit.Den Glückwünschen schließt sich Richter im Namen aller rheinhessischen Sportler an. „Bleib dem Sport und deiner Familie noch lange erhalten. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz und die geleistete Arbeit zum Wohle des Sports.“