Sportbund Rheinhessen als Vorreiter im rheinland-pfälzischen Sport

Mitgliederversammlung beschließt Satzungsänderung ohne Gegenstimme – Umzug nach Ingelheim rückt näher

v.l.n.R. Florian Düx (Vorsitzender Sportjugend), Axel Rolland (Vertreter Nahe-Vereine), Nicole Muth, Frank Heilemann, Ulrike Cohnen, Till Pleuger, Klaus Kuhn (Präsident), Rainald Kauer und Thorsten Richter

Es herrschte große Freude in der Führungsriege des Sportbundes Rheinhessen. Jahrelange Vorbereitung mit unzähligen Arbeitsstunden wurden verabschiedet und für gut befunden: Ohne Gegenstimme votierten die Delegierten bei der Mitgliederversammlung für die neu erarbeitete Satzung, mit der die Rheinhessen nicht weniger als einen Quantensprung im rheinland-pfälzischen Sport unternehmen. Durch die Neuregelung wandert der BGB-Vorstand vom Präsidium in die Geschäftsstelle, während das Präsidium künftig als Kontrollgremium das Handeln der Geschäftsführung überwacht. Darüber hinaus stellte die Ingelheimer Stadtbürgermeisterin Eveline Breyer erste gemeinsame Pläne eines „Haus der Vereine“ im Blumengarten vor, der Haushalt wurde verabschiedet und die Mitglieder gaben Mittel zur Gründung einer Stiftung frei. Alles wurde ohne Gegenstimme genehmigt.

Was ist mit der neuen Satzung gewonnen? Genau diese Frage stellte und beantwortete Joachim Friedsam der Versammlung. Der ehemalige Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen erläuterte: „Wir haben ca. 20 Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle, die einiges bewegen können, aber vom Präsidium getrennt sind. Die Informationen gehen auf der Geschäftsstelle ein, müssen danach ins Präsidium transportiert werden. Dabei haben wir ein Informationsgefälle. Dieser Prozess verbraucht Arbeitskraft und schränkt den Wirkungsgrad ein. Zudem besteht ein Zeitversatz, weil erst im Präsidium eine Entscheidung fallen muss und Prozesse dadurch verzögert werden.“ Ziel war es also, den Wirkungsgrad zu verbessern, um dem Energieverlust im Innenbereich des Sportbundes entgegenzuwirken. „Wir haben uns für ein Modell entschieden, dass unserer Meinung nach das progressivste ist und sich in der Wirtschaft bewährt hat.“

Das neue Modell ist also effizienter, da die Entscheidungen dort getroffen werden, wo die Informationen eingehen und wo die Fachleute sitzen. Dies unterstrich auch Dr. Falko Zink in seinen Erläuterungen zur Satzungsneufassung: „Diejenigen, die operativ tätig sind und die aufgrund ihrer fachlichen Eignung in die Geschäftsführung eingetreten sind, tragen auch die Verantwortung.“ Der Rechtsanwalt hatte die Ausarbeitung der neuen Satzung in beratender Funktion begleitet und zeigte an einigen Beispielen auf, welche Risiken im alten Modell für das Ehrenamt enthalten waren. „Ehrenamtler können nie so nah am Geschehen sein wie die Geschäftsführung. Die Abkehr von haftungsrechtlicher Verantwortung des Ehrenamts ist mittlerweile weit verbreitet.“ Zink stellte auch klar, dass die Mitgliederversammlung das höchste Organ im Sportbund bleibt.

„Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt kräftig an und handelt.“ Mit diesen Worten warb Präsidiumsmitglied Rainald Kauer für die neue Satzung, die er als „Benchmark“ für andere Verbände bezeichnete. „Mutige Menschen haben kreativ nach vorne gedacht“, zeigte er sich stolz auf den Impuls, den das Präsidium setzte und dem viele folgen würden. Die Vorreiterrolle des Sportbundes Rheinhessen unterstrich auch LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick, der die Satzungsreform ausdrücklich unterstützte. „Die Reform trägt den Abläufen im SBR Rechnung. Die anderen Verbände im Land schauen sich das genau an und im LSB Präsidium haben wir uns ebenfalls mehrheitlich für diesen Weg ausgesprochen.“, stellte er in Aussicht, dass der rheinhessische Sport mit seiner Neuerung nicht lange allein bleiben werde.

Die Überzeugungsarbeit zahlte sich aus, denn die Delegierten nahmen die neue Satzung ohne Gegenstimme an. Ihr Vertrauen ins Präsidium zeigten sie auch bei den anschließenden Wahlen, bei denen alle Mitglieder wiedergewählt wurden. Klaus Kuhn, der vor drei Jahren für den zurückgetretenen Helmut Graf von Moltke in die Bresche gesprungen war, wurde für seine bislang kommissarisch ausgeübte Arbeit mit viel Lob bedacht und einstimmig zum Präsidenten gewählt. Für die weiteren Präsidiumsmitglieder sieht die neue Satzung keine Ressorts mehr vor, sondern es können bis zu sieben Vize-Präsidenten gewählt werden. Die bisherigen sechs Vize-Präsidenten Nicole Muth, Ulrike Cohnen, Till Pleuger, Rainald Kauer, Daniel Heid und Frank Heilemann stellten sich zur Wiederwahl und wurden allesamt ohne Gegenstimmen ins neue Präsidium berufen. Ergänzt wird das Präsidium durch den Vertreter der Nahevereine im Südwestdeutschen Fußballverband, Axel Rolland, und den Abgesandten der Sportjugend, Florian Düx, die beide vorab in ihren Gremien bereits gewählt worden waren. Thomas Biewald stellte sich nicht mehr zur Wahl.

Das zweite große Thema der Mitgliederversammlung war der Umzug des Sportbundes nach Ingelheim, der mittlerweile fast beschlossene Sache ist. Letzte Hürde ist die politische Entscheidung im Ingelheimer Stadtrat, für die Bürgermeisterin Eveline Breyer sich aber optimistisch zeigte. „Es gab bislang keinen Widerspruch, weshalb ich davon ausgehe, dass die Umsetzung des Masterplans noch vor den Sommerferien beschlossen wird.“ Zuvor hatte Breyer zwei Varianten aufgezeigt, wie im Ingelheimer Blumengarten gebaut werden könnte. Baurecht für das Haus der Vereine, in dem die neue Geschäftsstelle unterkommen würde, ist bereits gegeben, sodass die Detailplanung sofort nach der Abstimmung im Stadtrat – so diese denn positiv ausfällt – starten kann. Über die Finanzierung gab Geschäftsführer Thorsten Richter Auskunft, der einen überarbeiteten Finanzplan vorlegte. „Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung in der Bauwirtschaft planen wir Preissteigerungen von 25 Prozent mit ein und bleiben damit immer noch unter den 3,5 Millionen Euro, die von der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember freigegeben wurden.“ Abzüglich möglicher Fördermittel und einer Million Euro Eigenkapital (in die der Erlös aus dem Verkauf der Sportschule Seibersbach eingerechnet ist) verbleibt somit ein Finanzierungsbedarf von rund zwei Millionen Euro. „Seien sie versichert: Wir schauen genau hin und werden uns nicht zu hoch verschulden“, versprachen Kuhn und Richter unisono. Zustimmung erhielt das Präsidium auch für die Beschlussvorlage, 25.000 Euro aus dem Verkauf der Sportschule Seibersbach als Sockelbetrag für die Gründung der „Sportstiftung Rheinhessen/Nahe“ zu verwenden.

Die einzige Ehrung des Tages führte Wolfgang Bärnwick durch, der dem Sportkreisvorsitzenden der Stadt Worms, Manfred Pfeiffer, die bronzene Ehrenmedaille des Landessportbundes überreichte. Stehende Ovationen gab es aber für Joachim Friedsam, der anderthalb Jahre nach seinem Ausscheiden offiziell verabschiedet und noch einmal für seine als Geschäftsführer geleistete Arbeit gewürdigt wurde. „Danke für die hilfreiche Unterstützung bei der Satzungsreform und für 15 Jahre produktiver Zusammenarbeit mit vielen guten Gesprächen. Ich verspreche dir, den von dir eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, versicherte sein Nachfolger Thorsten Richter. Friedsam zeigte sich tief bewegt und bedankte sich, indem er die Leistung der Gemeinschaft hervorhob: „In der Corona-Zeit sind alle eng zusammengerückt. Das steht exemplarisch für den Sport und so sollten wir bleiben.“ Ein besseres Schlusswort fand dann auch Präsident Klaus Kuhn nicht mehr, der nach fast vier Stunden die Versammlung schloss und zufrieden Bilanz zog: „Ich bin glücklich, dass die Mitglieder der Satzungsreform zugestimmt haben. Wir brechen nun auf in ein neues Zeitalter im Sportbund Rheinhessen, haben mit dem Umzug nach Ingelheim aber schon die nächste große Herausforderung vor der Brust.“


Statements des Präsidiums zur Satzungsneufassung

Die Abstimmung über die Neufassung der Satzung ist eine wegweisende Entscheidung bei der ordentlichen Mitgliederversammlung. Kernpunkt der Änderungen ist der Übergang des Vorstands nach §26 BGB vom Präsidium auf die Geschäftsführung. Das Präsidium soll dabei fachlicher und effizienter werden und eine Art Kontrollfunktion übernehmen. Die Synopse zur Neufassung der Satzung (Auszug aus dem Berichtsheft) finden Sie hier.

Unten stehend finden Sie die Statements des Präsidiums zur Satzungsänderung:

 

 

Klaus Kuhn, Präsident Sportbund Rheinhessen
Klaus Kuhn ist Präsident des Sportbundes Rheinhessen. Beheimatet ist er im Handball, wo er bei der DJK Moguntia Bretzenheim als Abteilungsleiter Handball aktiv war. Ebenfalls führte er den Rheinhessischen Handballverband als Präsident für über 12 Jahre und war Mitglied im Hauptausschuss. In der gleichen Zeit engagierte er sich als Sportkreisvorsitzender der Stadt Mainz. Aufgrund der Erfahrungen aus vielfältigen ehrenamtlichen Führungspositionen ist ihm die stärkere Einbindung des Hauptamtes besonders wichtig.

In seinem Statement erläutert er, wieso er vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

 

Rainald Kauer, Vizepräsident Sport und Vereinsentwicklung

Rainald Kauer ist beim Sportbund Rheinhessen der zuständige Vizepräsident für den Bereich Vereinsentwicklung. Hauptberuflich arbeitet er als Geschäftsführer des DJK Sportverbandes der Diözese Trier. Er war maßgeblich an der Satzungsneufassung beteiligt und ist davon überzeugt, dass der angestoßene Prozess Strukturen völlig verändert, um eine Benchmark in der rheinland-pfälzischen Sportlandschaft zu setzen.

In seinem Statement erläutert er, wieso er vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

Ulrike Cohnen, Vizepräsidentin Finanzen 

Ulrike Cohnen ist beim Sportbund Rheinhessen die zuständige Vizepräsidentin für den Bereich Finanzen. Als Geschäftsführerin des TV Hechtsheim und 2. Vorsitzende des Stadtsportverbandes Mainz ist sie im regen Austausch mit Mitgliedern, Fachverbänden und Vereinen. Aufgrund ihrer Tätigkeit als Juristin hat sie die Satzungsneufassung maßgeblich mit beeinflusst und auf den Weg gebracht.

In ihrem Statement erläutert sie, wieso sie vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

Nicole Muth, Vizepräsidentin Sport und Chancengleichheit

Nicole Muth ist beim Sportbund Rheinhessen die zuständige Vizepräsidentin für den Bereich Sport und Chancengleichheit. Seit fast 30 Jahren übt sie verschiedene Funktionen in der Sportjugend und im Sportbund Rheinhessen aus. Sie ist ebenfalls als Übungsleiterin bei der SG 03 Harxheim aktiv. Aufgrund ihrer umfassenden und langjährigen Erfahrungen kann sie auf die Entwicklung des Sportbundes Rheinhessen zurückblicken. In ihrer Funktion als Vizepräsidentin mit § 26 BGB Verantwortung weiß sie nur zu gut, welche Entlastung die Satzungsneufassung für das ehrenamtliche Präsidium bietet.

In ihrem Statement erläutert sie, wieso sie vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

 

Till Pleuger, Vizepräsident Breitensport

Till Pleuger ist beim Sportbund Rheinhessen der zuständige Vizepräsident für den Bereich Breitensport. Er hat sich sowohl im Haupt-, als auch im Ehrenamt, dem Sport leidenschaftlich verschrieben. Seit über 15 Jahren ist er hauptamtlich als „Geschäftsführender Manager“ des TSV SCHOTT Mainz tätig. Als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes hat er zudem im Ehrenamt die Verantwortung für die Finanzen und Pressearbeit des Vereins. Deshalb gelingt es ihm, einen umfassenden Blick aus haupt- und ehrenamtlicher Perspektive auf die Satzungsneufassung zu werfen.

In seinem Statement erläutert er, wieso er vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

 

 

Frank Heilemann, Vizepräsident Kommunikation und Marketing

Frank Heilemann ist beim Sportbund Rheinhessen der zuständige Vizepräsident für die Bereiche Kommunikation und Marketing. Er arbeitet als Führungskraft bei den Michelin Reifenwerken in Bad Kreuznach. Neben dem Ehrenamt beim Sportbund Rheinhessen leitet er als Präsident seit 2005 die Geschicke des Skiverbandes Rheinhessen. Aufgrund seiner Funktionen kennt er die Mehrwerte der Satzungsneufassung insbesondere für die rheinhessischen Fachverbände.

In seinem Statement erläutert er, wieso er vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

 

Axel Rolland, Vizepräsident Nahevereine des SWFV

Axel Rolland ist beim Sportbund Rheinhessen der zuständige Vizepräsident für die Nahevereine des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV). Darüber hinaus ist er Vizepräsident des SWFV und somit ebenfalls Präsidiumsmitglied des mitgliedsstärksten Fachverbandes und pflegt einen engen Kontakt zu den Vereinen. In seiner zusätzlichen Funktion als Sportkreisvorsitzender des Kreises Birkenfeld ist ihm das enorme Arbeitspensum im Ehrenamt bewusst, weshalb auch er ein Fürsprecher der neuen Satzung ist.

In seinem Statement erläutert er, wieso er vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

 

Florian Düx, Vorsitzender der Sportjugend Rheinhessen

Florian Düx ist der Vorsitzende der Sportjugend Rheinhessen und somit Teil des Präsidiums des Sportbundes Rheinhessen. Er arbeitet als Lehrer für die Fächer Sport und Chemie. Bereits mit 14 Jahren war er als Trainer in seinem Heimatverein aktiv. Durch seine Tätigkeiten als Freizeitbetreuer, Freizeitleiter und Referent für die Sportjugend Pfalz ist ihm die überregionale Zusammenarbeit ein großes Anliegen, weshalb die Vorreiterrolle des Sportbundes Rheinhessen bei der neuen Satzung eine wichtige Rolle spielt.

In seinem Statement erläutert er, wieso er vollumfänglich hinter der Satzungsreform zugunsten der rheinhessischen Sportvereine und Fachverbände steht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Berichtsheft zur Mitgliederversammlung erschienen

Der Sportbund Rheinhessen blickt im Berichtsheft zur Mitgliederversammlung am 11.06.2022 auf vier wechselhafte und von der Corona-Pandemie geprägte Jahre in der rheinhessischen Sportlandschaft zurück. Neben den Berichten des Präsidenten Klaus Kuhn und der weiteren Präsidiumsmitglieder sind die Haushaltsplanungen sowie die Satzungsneufassung Themen, welche das Berichtsheft der Versammlung in der Kronenberghalle in Bretzenheim an der Nahe prägen. Zum vollständigen Heft gelangen Sie hier. 


Informationen zur Mitgliederversammlung  

11.06.2022, Kronenberghalle in Bretzenheim an der Nahe, 10:00 Uhr 

Der Sportbund Rheinhessen blickt im Rahmen der Mitgliederversammlung am 11.06.2022 gemeinsam mit seinen Fachverbänden und Vereinen auf vier wechselhafte und von der Corona-Pandemie geprägte Jahre in der rheinhessischen Sportlandschaft zurück. Die Mitgliederversammlung findet in der Kronenberghalle in Bretzenheim an der Nahe statt (Winzenheimer Str. 29, 55559 Bretzenheim). Alle Mitglieder sind hiermit sehr herzlich eingeladen, von ihren Mitgliederrechten Gebrauch zu machen und die Mitgliederversammlung zu besuchen.   

Die Grundlagen zur ordentlichen Mitgliederversammlung wurden bereits bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung gelegt, welche im vergangenen Jahr digital stattgefunden hat. Dabei standen insbesondere der Verkauf der Sportschule Seibersbach und der damit verbundene Umzug nach Ingelheim im Vordergrund. Im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung gab nach einem umfangreichen Dialog die Mehrheit der Mitglieder ein entsprechendes Votum ab und dem Präsidium auch die Möglichkeit, eine neue Geschäftsstelle zu planen. In der nun folgenden ordentlichen Mitgliederversammlung im Juni sollen erste Planungen zum Bau des „Haus der Vereine“ im Ingelheimer Blumengarten vorgestellt werden.  

Während der Umzug nach Ingelheim bereits formell beschlossen ist, ist die Abstimmung über die Neufassung der Satzung eine wegweisende Entscheidung bei der ordentlichen Mitgliederversammlung. Kernpunkt der Änderungen ist der Übergang des Vorstands nach §26 BGB vom Präsidium auf die Geschäftsführung. Das Präsidium soll dabei fachlicher und effizienter werden und eine Art Kontrollfunktion übernehmen. 

„Wir freuen uns auf die anstehende Mitgliederversammlung in Präsenz beim FSV Bretzenheim in der Kronenberghalle. Nach über zwei Jahren Pandemie sind wir froh, uns endlich wieder vor Ort mit unseren Mitgliedern lebhaft über die Zukunft des rheinhessischen Sports austauschen zu können“, so Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen.  

„Die ordentliche Mitgliederversammlung ist wegweisend für die nächsten Jahre. Wir wollen dabei nicht nur über die anstehenden Themen informieren, sondern auch ins Gespräch kommen. Die Abstimmung über die neue Satzung ist dabei ein zentraler Baustein zur Verlagerung der Verantwortung vom Ehrenamt zum Hauptamt. Diese Brücke möchten wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern schlagen“, so Thorsten Richter, Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen.  

Alle Infos zur Tagesordnung finden Sie hier.

Das Berichtsheft finden Sie hier.

Die Synopse zur Neufassung der Satzung (Auszug aus dem Berichtsheft) finden Sie hier.

Die Mitgliederversammlung besteht aus dem Hauptausschus, den Vertretern der Vereine sowie sechs Vertretern der Sportjugend Rheinhessen. Die Stimmenverteilung ist wie folgt geregelt:

  • Die Vereine haben je angefangene 300 Mitglieder eine Stimme. Soweit die Vereine ihren Sitz im Bezirk Nahe haben, je angefangene 300 Mitglieder der Fußballabteilung eine Stimme.
  • Die regionalen Fachverbände und die Landesfachverbände ohne regionale Untergliederung haben je angefangene 5.000 ihrer Mitglieder im Sportbund Rheinhessen eine Stimme.
  • Die Landesfachverbände mit regionaler Untergliederung haben je eine Stimme.

SAVE THE DATE – Ordentliche Mitgliederversammlung des Sportbundes Rheinhessen

Termin: 11.06.2022

Ort: Kronenberghalle, Winzenheimer Str. 29, 55559 Bretzenheim an der Nahe

Nach langer Zeit findet die ordentliche Mitgliederversammlung des Sportbundes Rheinhessen wieder in Präsenz statt. Damit laden wir unsere rund 1.000 Vereine und 60 Fachverbände zu unserer Mitgliederversammlung am 11.06.2022 in der Kronenberghalle in Bretzenheim an der Nahe ein, um mit uns gemeinsam die Zukunfts des rheinhessischen Sports zu bestimmen. Themen sind unter anderem der Neubau der Geschäftsstelle in Ingelheim, Satzungsänderungen, die Erläuterung des Haushalts und Neuwahlen. Weitere Informationen erhalten Sie hier in Kürze.


Sportbund-Präsident Klaus Kuhn steht in einem Interview Rede und Antwort zur außerordentlichen Mitgliederversammlung

Mitglieder des Sportbunds Rheinhessen sollen entscheiden, wo die Reise hingeht 

Der Sportbund Rheinhessen (SBR) hat für den 13. Dezember zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen. Der nötig gewordene Umzug der Geschäftsstelle und eine geplante Satzungsreform stehen zur Debatte. Sportbund-Präsident Klaus Kuhn steht vorab in einem Interview Rede und Antwort zu den Hintergründen. 

Der Sportbund Rheinhessen sucht ein neues Zuhause. Was steckt dahinter und welche Optionen stehen zur Auswahl? 

Derzeit sind wir in der Mainzer Rheinallee Untermieter des Landessportbundes. Doch das „Haus des Sports“ ist sanierungsbedürftig und wird verkauft. Der Landessportbund wird in Mainz in der Nähe des Europakreisels neu bauen und wir hätten die Möglichkeit, dort mit einzuziehen. Allerdings müssen wir dabei berücksichtigen, dass wir demnächst mit der Sportschule Seibersbach unser Trainings- und Ausbildungszentrum abstoßen wollen und dafür einen Ersatz benötigen. Das Präsidium des Sportbundes hat deshalb nach Alternativen gesucht, bei denen wir geeignete Sportstätten für unsere Ausbildungsmaßnahmen vorfinden und eine solche in Ingelheim gefunden. Hier entsteht fast zeitgleich ein Sportpark mit einem Haus der Vereine, in das wir unsere neue Geschäftsstelle integrieren könnten. Andere Lösungen, die wir überlegt hatten, sind noch deutlich weiter von einer Umsetzung entfernt wie in Ingelheim der Sportpark. 

Welche Lösung bevorzugt das Sportbund-Präsidium? 

Für uns stellt sich die Frage, wo wir unsere Kernaufgaben künftig am besten erfüllen können? In Ingelheim entsteht rund um die bereits bestehende Sportanlage im Blumengarten ein Sportpark mit Laufbahn, Bolzplatz, Tagungsräumen und weiteren Angeboten. Im Zentrum der Planung steht ein neues Haus der Vereine mit Lagerflächen für den Sport. Bereits vorhanden sind ein Rasensportplatz mit Laufbahn und Sprunggrube sowie ein Kunstrasenplatz, ein Kleinspielfeld und Beachvolleyball-Felder. In die Stadion-Tribüne sind Lager- und Sanitärräume integriert und in direkter Nachbarschaft ist ein Freibad mit Gastronomie. Wenn wir nach Ingelheim ziehen und im Haus der Vereine unsere neue Geschäftsstelle einrichten, können wir die benachbarten Sportstätten für unsere Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen nutzen – ein klarer Vorteil gegenüber dem Standort Mainz.  

Das hört sich so an, als wäre der Umzug mit dem LSB keine wirkliche Alternative. 

Das Präsidium des Sportbundes Rheinhessen hat sich klar positioniert und eine räumliche Trennung vom LSB beschlossen. Ein entscheidendes Argument ist die Sichtbarkeit im organisierten Sport, die dem Sportbund Rheinhessen bislang fehlt. Vier starke Sportbünde helfen dem organisierten Sport mehr, zu diesem Entschluss kamen wir im Präsidium. Es stärkt unsere Position gegenüber Partnern, Politik und der Öffentlichkeit im Sinne unserer Vereine und Fachverbände. Ganz pragmatisch gilt außerdem: Finanziell ist es uns nicht möglich, den Umzug in eine neue Geschäftsstelle – ob in Miete oder Selbstbau – zu realisieren und nebenbei auch noch die Sanierung der Sportschule Seibersbach zu stemmen. Wir haben in Mainz aber keine Sportanlagen in näherer Umgebung und müssten dann weiter nach einem Ersatz für die Sportschule suchen. Während wir in Ingelheim selbst bauen könnten, müssten wir in Mainz Miete zahlen, deren Höhe sich am stark gestiegenen Mainzer Mietspiegel orientieren würde. Das Präsidium des Sportbunds Rheinhessen empfiehlt ganz klar einen Umzug nach Ingelheim. Wir haben die außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um dort einen Grundsatzbeschluss dafür zu fassen. Die Vertreter der Fachverbände und Vereine werden mit ihrem Votum darüber entscheiden, in welche Richtung wir unsere Planungen vorantreiben.  

Das wird durchaus kontrovers diskutiert… 

Das ist richtig, gut so und gewollt. Wir wollen überzeugen und möglichst viele mitnehmen mit unseren Argumenten. Aufgrund der Dringlichkeit und der Kürze der Zeit ist das nicht ganz einfach. Wir spüren natürlich, dass der Sport am Ende doch oft sehr politisch gelebt wird. Viele Einzelinteressen und auch einige sehr auf sich zugeschnittene Meinungen prägen in Teilen die Diskussion. Das erfordert viele Termine, Gespräche und Abstimmungen. Am Ende muss unser Präsidium Vorlagen liefern, die vieles berücksichtigen. Deshalb sind alle Regionen im Präsidium vertreten und auch die Sportkreisvorsitzenden eingebunden. Wir sind ein Dachverband für fast 270 000 Mitglieder in rund 890 Vereinen, die in 60 Fachverbänden organisiert sind. Unsere Geschäftsprozesse und Kernaufgaben müssen sichergestellt sein, dann können wir bestmöglich für alle arbeiten. Das glauben wir durch unsere tägliche Erfahrung in Haupt- und Ehrenamt sehr gut bewerten zu können und mit unserem Weg sicherzustellen. Darum geht es uns bei dem Umzug. Der Grundsatzbeschlussantrag dafür liegt auf dem Tisch.  

Der zweite wichtige Punkt auf der Tagesordnung der außerordentlichen Mitgliederversammlung ist eine angestrebte Reform der Sportbund-Satzung. Um was genau geht es dabei? 

Wir wollen die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des Präsidiums entlasten und dem Hauptamt mehr Verantwortung übertragen. Mit diesem Schritt wollen wir die Kompetenzen unserer Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle besser nutzen und das Ehrenamt aus der Haftung nehmen.  

Wie weit ist die Reform bereits vorangeschritten? 

Der Entwurf einer neuen Satzung ist vollständig ausgearbeitet und wurde auch schon rechtlich geprüft. Wir werden unsere Mitglieder über den Stand der Dinge in Kenntnis setzen und am 13. Dezember offene Fragen diskutieren. Die endgültige Fassung wird dann in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 11. Juni 2022 zur Abstimmung vorgelegt und hoffentlich auch beschlossen. 

 

 


Einladung: Außerordentliche Mitgliederversammlung am 13. Dezember

Einladung zur Außerordentliche Mitgliederversammlung am 13.12.2021 (digital über Zoom)

Umzug Geschäftsstelle und Satzungsreform

Liebe Mitglieder des Sportbundes Rheinhessen, wir stehen vor richtungweisenden Entscheidungen und möchten dies mit unseren Mitgliedern besprechen. Zwei drängende Themen stehen dabei auf der Tagesordnung, die wir sehr zeitnah und mit hoher Dringlichkeit im Kreise der Mitglieder des Sportbundes Rheinhessen abstimmen müssen.

Der LSB plant, seine Geschäftsstelle in der Mainzer Rheinallee im Jahr 2022 zu verkaufen und einen neuen Standort in einem Mainzer Gebiet zu organisieren. Fast zeitgleich sind wir bei uns – nach sehr intensiven Gesprächen im Präsidium, einem genauen Blick auf unsere Finanzen und mit ebenso genauem Blick auf unsere Kernaufgaben zu dem Entschluss gekommen, dass wir zukünftig eine Geschäftsstelle benötigen, die besser unsere Bedürfnisse abbildet als bisher. Wir möchten gerne die zwei Standorte Mainz und Seibersbach in einen überführen – mit der Stadt Ingelheim haben wir hierzu intensive Gespräche geführt, um dieses Vorhaben umzusetzen. In der Rotweinstadt hat ein Sportentwicklungsplan des Instituts für Sportstättenentwicklung gezeigt, dass ein Sportpark im Blumengarten sinnvoll ist und dort viele Möglichkeiten für die Sportlandschaft schlummern. Zentrum des Ganzen soll ein Haus der Vereine werden, in dem zunächst Ingelheimer Vereine eine Anlaufstelle finden sollen. Auf Basis dieser Überlegungen sind Synergiechancen in gemeinsamen Gesprächen mit der Stadt Ingelheim entdeckt worden – der Sportbund war als Expertisengeber für den Sportpark eingebunden. Die bestehenden Sportstätten sowie entstehende neue, aber auch eine Einbindung in den Sportpark, der wiederum für alle Vereine und Fachverbände in Rheinhessen tolle Möglichkeiten bietet, wurden diskutiert. Herausgekommen sind klare Anforderungen an den Sportbund als auch an den Sportpark und die Stadt Ingelheim. Unterm Strich sind die treibenden Kräfte aus Stadt und Sportbund der Meinung, hier kann etwas gemeinsam entstehen, was Synergien für Sport und Stadt bietet und gleichzeitig für den organisierten Sport im Land eine Verbesserung mit sich bringt. Diese Entwicklung ist kein Alleingang des Sportbunds und seinem Präsidium, sondern eine in der Sportlandschaft Rheinland-Pfalz sehr gern gesehene Entwicklung zur Stärkung des organisierten Sports. Das Präsidium des Sportbundes Rheinhessen hat sich bereits einstimmig für diesen Weg ausgesprochen. Für uns ist es aber wichtig, für größtmögliche Transparenz zu sorgen und gleichzeitig vor den Entscheidungen der Stadt Ingelheim im Frühjahr 2022 unseren eigenen Weg mit Ihnen gemeinsam bestimmt zu haben, um handlungsfähig zu sein. Deshalb werden wir Ihnen als Mitglieder des Sportbundes Rheinhessen den aktuellen Stand vorstellen und anschließend gemeinsam eine Entscheidung für die weitere Vorgehensweise treffen.

Zur Transparenz gehört es auch, dass wir die anstehende Satzungsreform mit Ihnen diskutieren. Das Präsidium des Sportbundes Rheinhessen ist der Meinung, dass wir unsere Arbeitsprozesse anpassen müssen. Unsere in die Jahre gekommene Satzung wurde von uns überprüft, mit einigen anderen Sportorganisationen verglichen und aktuelle Tendenzen in der Satzungslandschaft und Sportwelt abgeglichen. Es hat sich deutlich gezeigt, und auch in unserem Verbandsgebiet sind die Entwicklungen bei einigen beispielhaft zu erkennen, so, wie der Sport bisher in Haupt- und Ehrenamt gearbeitet hat, ist es nicht mehr zu leisten. Besonders große Vereine und Verbände stoßen an ihre Grenzen und reformieren sich, um effizienter und auch fairer die Aufgaben aufzuteilen. Das möchten wir ebenfalls tun, allerdings mit ausreichend Zeit, um auch noch Dinge anzupassen, sofern wir oder unser Jurist es übersehen haben sollten. Im Hauptausschuss wurden erste Überlegungen und Gedanken bereits vorgelegt. In dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung stellen wir Ihnen unseren Satzungsentwurf vor und geben Ihnen ausreichend Zeit, sich damit zu beschäftigen. Das Präsidium des Sportbundes Rheinhessen möchte Ihnen diese großen Änderungen nicht einfach vorlegen und sie quasi überfallartig darüber entscheiden lassen. Eine Entscheidung darüber soll erst am 11. Juni 2022 erfolgen, wenn wir unsere ordentliche Mitgliederversammlung abhalten.

Lassen Sie uns noch kurz erläutern, warum wir uns für die digitale Variante entschieden haben. Natürlich spielen die Kosten eine große Rolle dabei. Wir haben digitale Möglichkeiten zur MV, die sehr viele Vereine und Fachverbände im Laufe der Corona-Pandemie gerne genutzt haben. Darüber hinaus ist uns Ihre Gesundheit ganz besonders wichtig. Bei den steigenden Zahlen wäre es aus unserer Sicht unverantwortlich, eine so große Versammlung in Präsenz abzuhalten. Alle, die nicht an der digitalen Veranstaltung teilnehmen können, werden dennoch in die Entscheidungsfindung eingebunden. Der Bundesgesetzgeber hat ihr einen Spielraum eröffnet, den wir sehr gerne nutzen. Die Einladung kommt in den nächsten Tagen per Post UND per Mail in das Postfach Ihres Vereines. Bitte beachten Sie, dass wir die Beschlussvorlagen mitschicken, so dass auch aufgrund nicht digitaler Teilnahme Ihr Verein sein Votum abgeben kann.

Aufgrund der besonderen Dringlichkeit laden wir satzungsgemäß spätestens vier Wochen vorher fristgerecht ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 13. Dezember 2021 um 19 Uhr digital über Zoom statt. Der Link folgt per E-Mail.

Mit sportlichen Grüßen

Das Präsidium des Sportbundes Rheinhessen

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder unter mitgliederversammlung@sportbund-rheinhessen.de zur Verfügung. Alternativ können Sie Ihre Fragen auch gerne online über unser Fragetool eingeben. Dafür klicken Sie bitte hier..

Hier finden Sie die FAQ’s zur außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Umzug Geschäftsstelle
  3. Organisationsentwicklung Sportbund Rheinhessen
  4. Sonstiges

 

 


Erste virtuelle Mitgliederversammlung der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Die Mitgliederversammlung der Sportregion Rhein-Neckar e. V. blieb von der Pandemie ebenfalls nicht verschont und musste erstmals virtuell stattfinden. Via Zoom trafen sich insgesamt 69 der Mitglieder des gemeinnützigen Vereins, um 2020 Revue passieren zu lassen und Schwerpunkte der Vereinsarbeit abzustimmen. Der Sportbund Rheinhessen, mit seinem „Südzipfel“ Sportkreis Worms Mitglied der Sportregion, war gleich mehrfach mit von der Partie. Er unterstütze mit seinem Tool „teambits“, und half so, die rechtssichere Abstimmung des neuen stellvertretenden Vorsitzenden zu gewährleisten. IT-Fachkraft Marianne Windecker supportete online, Sportkreisvorsitzender Manfred Pfeiffer und Geschäftsführer Thorsten Richter vertraten den Sportbund als Teilnehmer und freuten sich, dass mit Ralf Eisenhauer, Mannheimer Bürgermeister in den Bereichen Bauen, Planung, Verkehr und Sport, ein Nachfolger des in den Ruhestand verabschiedeten stellvertretenden Vorsitzenden Lothar Quast gefunden wurde.

Zur Presseinformation geht es hier..