Weihnachtsgruß von Sportbund Präsident Klaus Kuhn

Liebe Sportlerfamilie,

das Jahr 2021 begann erwartungsvoll und voller Freude auf einen normalen Alltag, doch leider durften wir diese Situation nur kurz genießen. Corona hat uns wieder in großes grübeln und bangen versetzt und wir müssen weiterhin auf unseren geliebten Sport in bester Ausführung warten. Lassen Sie sich aber nicht entmutigen, denken Sie weiter positiv und wir werden weiterhin kämpfen und dann in 2022 einen neuen Start wagen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familienangehörigen alles Gute, einen guten Rutsch ins neue Jahr, bleiben Sie positiv, denken Sie positiv und lassen Sie an Silvester die Sektkorken knallen. Feuerwerk brennen wir dann nächstes Jahr wieder ab und alles Gute, bleiben Sie Gesund!

Klaus Kuhn (Präsident Sportbund Rheinhessen)


Sportbund-Präsident Klaus Kuhn steht in einem Interview Rede und Antwort zur außerordentlichen Mitgliederversammlung

Mitglieder des Sportbunds Rheinhessen sollen entscheiden, wo die Reise hingeht 

Der Sportbund Rheinhessen (SBR) hat für den 13. Dezember zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen. Der nötig gewordene Umzug der Geschäftsstelle und eine geplante Satzungsreform stehen zur Debatte. Sportbund-Präsident Klaus Kuhn steht vorab in einem Interview Rede und Antwort zu den Hintergründen. 

Der Sportbund Rheinhessen sucht ein neues Zuhause. Was steckt dahinter und welche Optionen stehen zur Auswahl? 

Derzeit sind wir in der Mainzer Rheinallee Untermieter des Landessportbundes. Doch das „Haus des Sports“ ist sanierungsbedürftig und wird verkauft. Der Landessportbund wird in Mainz in der Nähe des Europakreisels neu bauen und wir hätten die Möglichkeit, dort mit einzuziehen. Allerdings müssen wir dabei berücksichtigen, dass wir demnächst mit der Sportschule Seibersbach unser Trainings- und Ausbildungszentrum abstoßen wollen und dafür einen Ersatz benötigen. Das Präsidium des Sportbundes hat deshalb nach Alternativen gesucht, bei denen wir geeignete Sportstätten für unsere Ausbildungsmaßnahmen vorfinden und eine solche in Ingelheim gefunden. Hier entsteht fast zeitgleich ein Sportpark mit einem Haus der Vereine, in das wir unsere neue Geschäftsstelle integrieren könnten. Andere Lösungen, die wir überlegt hatten, sind noch deutlich weiter von einer Umsetzung entfernt wie in Ingelheim der Sportpark. 

Welche Lösung bevorzugt das Sportbund-Präsidium? 

Für uns stellt sich die Frage, wo wir unsere Kernaufgaben künftig am besten erfüllen können? In Ingelheim entsteht rund um die bereits bestehende Sportanlage im Blumengarten ein Sportpark mit Laufbahn, Bolzplatz, Tagungsräumen und weiteren Angeboten. Im Zentrum der Planung steht ein neues Haus der Vereine mit Lagerflächen für den Sport. Bereits vorhanden sind ein Rasensportplatz mit Laufbahn und Sprunggrube sowie ein Kunstrasenplatz, ein Kleinspielfeld und Beachvolleyball-Felder. In die Stadion-Tribüne sind Lager- und Sanitärräume integriert und in direkter Nachbarschaft ist ein Freibad mit Gastronomie. Wenn wir nach Ingelheim ziehen und im Haus der Vereine unsere neue Geschäftsstelle einrichten, können wir die benachbarten Sportstätten für unsere Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen nutzen – ein klarer Vorteil gegenüber dem Standort Mainz.  

Das hört sich so an, als wäre der Umzug mit dem LSB keine wirkliche Alternative. 

Das Präsidium des Sportbundes Rheinhessen hat sich klar positioniert und eine räumliche Trennung vom LSB beschlossen. Ein entscheidendes Argument ist die Sichtbarkeit im organisierten Sport, die dem Sportbund Rheinhessen bislang fehlt. Vier starke Sportbünde helfen dem organisierten Sport mehr, zu diesem Entschluss kamen wir im Präsidium. Es stärkt unsere Position gegenüber Partnern, Politik und der Öffentlichkeit im Sinne unserer Vereine und Fachverbände. Ganz pragmatisch gilt außerdem: Finanziell ist es uns nicht möglich, den Umzug in eine neue Geschäftsstelle – ob in Miete oder Selbstbau – zu realisieren und nebenbei auch noch die Sanierung der Sportschule Seibersbach zu stemmen. Wir haben in Mainz aber keine Sportanlagen in näherer Umgebung und müssten dann weiter nach einem Ersatz für die Sportschule suchen. Während wir in Ingelheim selbst bauen könnten, müssten wir in Mainz Miete zahlen, deren Höhe sich am stark gestiegenen Mainzer Mietspiegel orientieren würde. Das Präsidium des Sportbunds Rheinhessen empfiehlt ganz klar einen Umzug nach Ingelheim. Wir haben die außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um dort einen Grundsatzbeschluss dafür zu fassen. Die Vertreter der Fachverbände und Vereine werden mit ihrem Votum darüber entscheiden, in welche Richtung wir unsere Planungen vorantreiben.  

Das wird durchaus kontrovers diskutiert… 

Das ist richtig, gut so und gewollt. Wir wollen überzeugen und möglichst viele mitnehmen mit unseren Argumenten. Aufgrund der Dringlichkeit und der Kürze der Zeit ist das nicht ganz einfach. Wir spüren natürlich, dass der Sport am Ende doch oft sehr politisch gelebt wird. Viele Einzelinteressen und auch einige sehr auf sich zugeschnittene Meinungen prägen in Teilen die Diskussion. Das erfordert viele Termine, Gespräche und Abstimmungen. Am Ende muss unser Präsidium Vorlagen liefern, die vieles berücksichtigen. Deshalb sind alle Regionen im Präsidium vertreten und auch die Sportkreisvorsitzenden eingebunden. Wir sind ein Dachverband für fast 270 000 Mitglieder in rund 890 Vereinen, die in 60 Fachverbänden organisiert sind. Unsere Geschäftsprozesse und Kernaufgaben müssen sichergestellt sein, dann können wir bestmöglich für alle arbeiten. Das glauben wir durch unsere tägliche Erfahrung in Haupt- und Ehrenamt sehr gut bewerten zu können und mit unserem Weg sicherzustellen. Darum geht es uns bei dem Umzug. Der Grundsatzbeschlussantrag dafür liegt auf dem Tisch.  

Der zweite wichtige Punkt auf der Tagesordnung der außerordentlichen Mitgliederversammlung ist eine angestrebte Reform der Sportbund-Satzung. Um was genau geht es dabei? 

Wir wollen die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des Präsidiums entlasten und dem Hauptamt mehr Verantwortung übertragen. Mit diesem Schritt wollen wir die Kompetenzen unserer Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle besser nutzen und das Ehrenamt aus der Haftung nehmen.  

Wie weit ist die Reform bereits vorangeschritten? 

Der Entwurf einer neuen Satzung ist vollständig ausgearbeitet und wurde auch schon rechtlich geprüft. Wir werden unsere Mitglieder über den Stand der Dinge in Kenntnis setzen und am 13. Dezember offene Fragen diskutieren. Die endgültige Fassung wird dann in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 11. Juni 2022 zur Abstimmung vorgelegt und hoffentlich auch beschlossen. 

 

 


Ein Leben zwischen Sport und Enkeln

Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, wird 70 / Vereine immer im Blick

Der Sport und das Ehrenamt prägt sein Leben. Das war schon in der Jugend so, und ist auch heute noch so, da er seinen Ruhestand genießt. Das Leben im Alter genießen, heißt für Klaus Kuhn aber nicht, eine ruhige Kugel zu schieben. Für ihn ist es eher ein Unruhestand. Denn Klaus Kuhn ist immer unterwegs –  entweder mit der Familie oder für seinen geliebten Sport. Klaus Kuhn ist ein Glücksfall für den rheinhessischen Sport, betont Sportbund-Geschäftsführer Thorsten Richter. Der Präsident des Sportbundes Rheinhessen wird am 22. September 70 Jahre alt und alle Sportler aus Rheinhessen gratulieren herzlich.

Seine sportliche Laufbahn begann Klaus Kuhn als Judoka, was ihm 1969 sogar einen Rheinhessenmeister-Titel erbrachte. 1973 wechselte er dann zum Handball, der neben seinem beruflichen Werdegang als Speditionskaufmann und staatlich geprüfter Industriefachwirt fortan sein Leben bestimmen sollte. Nach drei Jahren in der Handball-Abreilung des Weisenauer Rudervereins gehörte er 1976 zu den Gründungsmitgliedern des Handball-Sportvereins Mainz. Drei Jahre lang (1978 bis 1981) war er Zweiter Vorsitzender des HSV, spärer dann von 1985 bis 2001 Abteilungsleiter Handball. Nach seiner aktiven Laufbahn engagierte er sich im HSV auch als Trainer, wofür der die B-Lizenz erwarb. Nebenbei wurder auch schon für den Handballverband Rheinhessen aktiv, für den er 20 Jahre lang als Schiedsrichter zur Pfeife griff. Hinzu kamen in den 90er Jahren die Aufgaben als Kassenprüfer und Klassenleiter.

Als beim HSV die Handballabteilung am Ende war, schloss sich Kuhn der DJK Moguntia Bretzenheim an. Auch hier übernahm er 1999 gleich die Abteilungsleitung Handball und engagierte sich als Trainer. 2004 wurder er zum Vize-Präsident des Handballverband Rheinhessen gewählt, um drei Jahre später das Amt des scheidenden Präsidenten Herbert Beck zu übernehmen. In der Folge stand Kuhn zwölf Jahre lang an der Spitze des HVR und vertrat als Pärsident auch die Interessen des Verbandes auf Bundesebene. In der gleichen Zeit engagierte er sich auch noch als Vorsitzender der AG Spitzensport Mainz. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, übernahm er 2010 auch noch für acht Jahre das Amt des Sportkreisvorsitzenden der Stadt Mainz. In dieser Funktion ist er mir dadurch aufgefallen, dass er ihm zugeteilte Aufgaben immer perfekt erledigt hat. Seine Gutachten waren immer sehr detailliert und man konnte sich vollends darauf verlassen, erinnert sich der damalige SBR-Geschäftsführer Joachim Friedsam, der Kuhn als sehr angenehmen und geselligen Zeitgenossen in Erinnerung hat. Als HVR-Präsident war Kuhn automatisch auch ein Mitglied im Hauptausschuss des SBR. Somit arbeitete er in dieser Zeit auch sehr eng mit dem Präsidenten und persönlichen Freund Magnus Schneider zusammen. Als Schneider 2018 aus dem Amt schied, bat ihn dessen Nachfolger Helmut Graf von Moltke, im Sportbund als Vize-Präsident mitzuarbeiten. Da Kuhn sich im Handballverband eh nicht zur Wiederwahl stellen wollte, aktzeptierte er – mit unabsehbaren Folgen. Keine elf Monate später trat von Moltke überraschens von seinem Amt zurück, und da Kuhns vierte Amtszeit als HVR-Präsident kurz zuvor geendet hatte, übernahm er nun eben kommissarisch die Präsidentschaft im Sportbund Rheinhessen.

Seitdem ist er also im Auftrag aller rheinhessischen Sportler unterwegs und handelt dabei stets gemäß seinem Mantra: Als Sportbund sind wir Dienstleister für Vereine und Fachverbände. Ihre Sorgen und Nöte müssen im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen.“ Klaus Kuhn ist ein Ehrenamtler durch und durch, wofür er mit Plaketten, Medaillen, Ehrennadeln und Urkunden überschüttet wurde. Die größte Auszeichnung ist es aber wohl, dass er bei all dem Aufwand auch nach 45 Jahren noch glücklich mit seiner Frau Conny verheiratet ist. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und vier Enkel hervor, die mithelfen, den rüstigen Großvater auf Trapp zu halten.

Auch wenn er selbst auf Landesebene die höchsten Weihen und Ämter errreicht hat, vergisst er nie die kleinsten Mitarbeiter in den Vereinen. Kuhn ist ein steter Kämpfer für mehr Anerkennung im Ehrenamt, da er weiß, dass ohne deren unermüdliches Engagement unsere Vereine nicht überleben können. „Gerade auch in der Corona-Zeit setzte er sich dauerd dafür ein, dass den Vereinen keine allzu dicken Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden. Er ist ein äußerst integrer Arbeitet für den Sport, der immer die Probleme der Vereine und deren Mitarbeiter im Blick hat“, urteilt der aktuelle SBR-Geschäftsführer Thorsten Richter, der mit Kuhn auf höchst vertrauensvoller Basis zusammenarbeitet.

Auch aus den Rheinen seiner ehemaligen Handball-Miststreiter ist nur Positives über Klaus Kunn zu vernehmen. Ich habe seine ruhige und diplomatische Art in den HVR-Sitzungen immer sehr geschätzt. Er hat sich nie aus der Ruhe und vom Thema abbringen lassen, erinnert sich beispielsweise Mädelswartin Steffi Welter. Sein Nachfolger als HVR-Präsident, Mathias Solms, würdigt Kuhns Arbeit: In seiner Zeit als Präsident und Vizepräsident hat er die Entwicklung des Verbandes entscheident geprägt und gemeinsam mit dem Präsidium zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. Hiervon profitieren wir noch heute, denn wir gehen den eingeschlagenen Weg unbeirrt weiter. Lieber Klaus, ich wünsche dir alles Gute und vor allem Gesundheit.Den Glückwünschen schließt sich Richter im Namen aller rheinhessischen Sportler an. „Bleib dem Sport und deiner Familie noch lange erhalten. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz und die geleistete Arbeit zum Wohle des Sports.“