Die Comeback-Kampagne geht weiter: Zwei Millionen Euro sollen bei Mitgliedergewinnung und -bindung unterstützen

Unter dem Motto #Comeback der #Bewegung stehen den Sportvereinen in RLP erneut verschiedene Fördertöpfe zur Verfügung

Nach dem erfolgreichen Auftakt der landesweiten Mitgliedergewinnungskampagne im vergangenen Jahr führt der Sportbund Rheinhessen gemeinsam mit den Sportbünden Rheinland und Pfalz sowie dem Landessportbund (LSB) die 2021 gestartete Kampagne nun gemeinsam fort. Es geht darum, Menschen wieder für eine Mitgliedschaft im Sportverein (zurück) zu gewinnen und sie an den Verein zu binden – ebenso wie ehrenamtlich Engagierte. Dies geschieht insbesondere auf Grundlage der Förderzusage des Landes Rheinland-Pfalz. „In Folge der Corona-Pandemie haben die Sportvereine erhebliche Mitgliederverluste zu verkraften“, so Sportminister Roger Lewentz. „Durch die Kampagne #Comeback der #Bewegung, die wir seitens des Landes allzu gerne mit zwei Millionen Euro unterstützen, wollen wir diesem Trend jetzt kraftvoll entgegenwirken.“

Fördergelder für Neueintritte, ohne Beschränkung auf bestimmte Altersgruppen, können Sportvereine unkompliziert beantragen. Darüber hinaus werden die Vereine bei Ausgaben für Aus- und Weiterbildungen ihrer Übungsleitenden und Trainer*innen unterstützt. Hierzu stellt Klaus Kuhn, Präsident des Sportbund Rheinhessen, klar: „Die Übernahme von Aus- und Weiterbildungskosten macht Vereine attraktiv für ehrenamtlich engagierte Übungsleiter*innen, das ist ein extrem wichtiger Baustein, um Trainer*innen zu gewinnen und auch längerfristig halten zu können.“ Neben Bildungskosten werden Sportvereine im Rahmen des #Comeback der #Bewegung auch bei der Bezahlung von Freiwilligendienstleistenden unterstützt. Bis zu 1.000 Euro kann jeder Verein außerdem für öffentlichkeitswirksame, niederschwellige Aktionen zur Mitgliedergewinnung und -bindung erhalten. Wichtig für die Beantragung von Geldern aller Fördertöpfe ist die Beachtung des jeweiligen Förderzeitraums.

Sportbund Rheinhessen Geschäftsführer Thorsten Richter betont: „Mit der letzten Mitgliedergewinnungskampagne konnten wir bereits finanzielle Anreize zur Mitgliedergewinnung setzen. Die Wirkung zeigte sich in leicht positiven Steigerungen der Mitgliederzahlen auf Basis der Bestandserhebung zum 01.01.2022. Wir sind uns sicher, dass sich auch bei der neuen Kampagne viele rheinhessische Sportvereine beteiligen werden, sodass der Turnaround gemeinsam geschafft werden kann.“

Alle Infos, Anträge und Materialien für die Sportvereine im Land gibt es auf der eigens für die Kampagne eingerichteten Webseite.

Die Förderung der diesjährigen Kampagne umfasst die folgenden drei Bausteine:
Baustein I   – Fördergelder für Neueintritte (15,00 € pro neuem Mitglied), ohne Beschränkung auf bestimmte Altersgruppen
Baustein II  – Unterstützung bei Ausgaben für Aus- und Weiterbildungen von Übungsleitenden und Trainer*innen sowie bei der Bezahlung von Freiwilligendienstleistenden
Baustein III – Bis zu 1.000 € für öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Mitgliedergewinnung und -bindung


Für mehr buntes Miteinander – Gegen Rassismus und Diskriminierung

Innenministerium startet zweiten Kooperationszeitraum für Sportvereine und belohnt das Engagement mit bis zu 4.000 Euro Förderung pro Verein.

Die Leitstelle Kriminalprävention im Ministerium des Innern und für Sport unterstützt in Kooperation mit den regionalen Sportbünden und dem Landessportbund Sportvereine dabei, das Thema Respekt und Toleranz im Sport zu fördern. Mit der Aktion „Für ein buntes Miteinander. Gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport“ soll ein Beitrag dazu geleistet werden, Hass und Hetze im Sport zu bekämpfen. Sie richtet sich explizit gegen Rassismus und (rechts)extremistische Tendenzen im Sport und verurteilt darüber hinaus auch jegliche Form der Diskriminierung wie beispielsweise Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Sexismus und Homophobie. Die Kampagne ist ein Baustein des Themenschwerpunkts der Landesregierung „Miteinander Gut Leben – Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze“.

Bereits im ersten Kooperationszeitraum, der am 1. Mai 2020 startete, wurden die Inhalte der Kampagne von 15 beteiligten Kooperationsvereinen in die Fläche getragen. Ziel der Kooperation ist das Engagement der Vereine für ein buntes Miteinander und die klare Positionierung gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport.

Die hierfür erforderlichen Ressourcen, wie die Vermittlung von Referent*innen, Textbausteine für Websites oder Stadionzeitungen sowie Werbemittel werden von der Leitstelle Kriminalprävention kostenfrei zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus zahlt das Ministerium des Innern und für Sport den Kooperationsvereinen zur Umsetzung der Kampagne einen Betrag von bis zu 3.000 Euro. Beteiligte Vereine können mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages den Titel „Verein für ein buntes Miteinander. Gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport“ für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen und zusätzlich für Trikots oder andere Vereinsbekleidung, die mit dem Logo der Kampagne bedruckt werden, zusätzlich bis zu 1.000 Euro erhalten.

„Sport steht für Fairness, Respekt und Toleranz. Er bringt Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Nationalität zusammen und kann damit helfen, Vorurteile abzubauen und Toleranz zu lernen“, so Innen- und Sportminister Roger Lewentz. Er könne darüber hinaus einen bedeutenden Beitrag für die Integration leisten. Dies könne jedoch nur gelingen, wenn der Sport frei von Vorbehalten und Vorurteilen sei.

In jüngster Zeit ist in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eine Zunahme von Hass und Hetze erkennbar, von Diskriminierung und Ausgrenzung bis hin zu tätlichen Übergriffen. Der Sport ist von dieser Entwicklung nicht ausgenommen. Die Probleme reichen von rassistischen Schmähungen über mangelnden Respekt gegenüber Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern bis hin zu tätlichen Angriffen. Die Aktion des Innenministeriums will deshalb ebenso wie der Themenschwerpunkt der Landesregierung ein klares Zeichen setzen.

Die Ausschreibung sowie ausführliche Informationen zu den Kooperationsverträgen finden interessierte Vereine auf der Internetseite der Leitstelle Kriminalprävention unter www.buntesmiteinander.rlp.de. Stichtag für Einsendungen mit einem aussagekräftigen Motivationsschreiben an das Postfach kriminalpraevention@mdi.polizei.rlp.de ist der 31. Oktober 2021.

 

 

 


Bundesprogramm INTEGRATION DURCH SPORT vereinfacht Förderung von Integrationsprojekten

Rheinland-pfälzische Sportvereine und andere Kooperationspartner, die sich mit dem Thema „Integration mit und durch Sport“ beschäftigen, erhalten in diesen Jahr (auch rückwirkend für 2016) eine Unterstützung bis zu 1000 Euro. mehr…