Überwältigende Mehrheit für Umzug nach Ingelheim

Überwältigende Mehrheit für Umzug nach Ingelheim

Mitgliederversammlung des Sportbundes Rheinhessen ermächtigt Präsidium, Planungen fortzusetzen

 

Der Sportbund Rheinhessen kann die Planungen für einen Umzug seiner Geschäftsstelle nach Ingelheim weiter vorantreiben. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gab nach einer umfangreichen Diskussion die Mehrheit der Mitglieder ein entsprechendes Votum ab und gab dem Präsidium auch die Möglichkeit, eine neue Geschäftsstelle mit Mitteln von bis zu 3,5 Millionen Euro zu planen. „Wir freuen uns über die Zustimmung der Mitglieder für alle vorgelegten Beschlüsse. Die kritischen Stimmen werden wir aufnehmen und weiter transparent bleiben. Den von uns gestarteten Prozess gehen wir gemeinsam weiter.“, dankte Sportbund Präsident Klaus Kuhn den Mitgliedern für das entgegen gebrachte Vertrauen. Eine deutliche Mehrheit erhielten die Beschlussvorlagen eins und vier mit denen das Präsidium ermächtigt wird, auch außerhalb des in der Satzung vorgegebenen Sitzes Mainz nach einem Ort für die Geschäftsstelle zu suchen und den Bau einer kleinen Turnhalle als Ersatz für die Sportschule Seibersbach zu prüfen. Etwas mehr Gegenwind erhielten die Beschlussvorlagen zwei und drei, wenngleich es bei deutlichen Mehrheitsverhältnissen blieb. Erstere ermächtigt das Präsidium, eine rechtsverbindliche Zusage für einen Standort geben zu dürfen, letztere gibt für den Neubau Mittel bis zu maximal 3,5 Millionen frei. Immerhin 111 Stimmen betrug die Mehrheit noch für den „knappsten“ Beschluss Nummer drei (369:258 Stimmen bei 86 Enthaltungen).

 

„Wir wollten keinen Blanko-Scheck, im Gegenteil, wir möchten unseren Mitgliedern zusichern, dass wir nur bis zu dieser Summe planen und nicht darüber hinaus. Sollte die neue Geschäftsstelle teurer werden, geht es wieder über die Mitgliederversammlung“, erklärte Geschäftsführer Thorsten Richter. Die Bürgermeisterin der Stadt Ingelheim, Eveline Breyer, unterstrich, dass die Beschlussvorlage ein deutliches Zeichen des Sportbundes wäre. „Wenn uns die Machbarkeitsstudie im Frühjahr vorliegt, wird im Stadtrat ein konkreter Beschluss gefasst, wie die Planung aussehen soll.“ Zuvor wird ein Letter of Intend die Marschroute festlegen und die Bedürfnisse beider Seiten zusammenfassen. „Wir sehen hier sehr gute Synergieeffekte in der Zusammenarbeit mit der Stadt Ingelheim und auch dem dortigen Stadtsportverband“, so Richter.

 

Die momentane Situation im Ingelheimer Blumengarten war zu Beginn in einem Einspieler vorgestellt und von Kuhn erläutert worden. „Wir haben uns andere Standorte angesehen und präferieren ganz klar Ingelheim“ Genau wie Richter versicherte auch Kuhn, dass keine Kosten auf die Vereine umgelegt werden. Somit standen sich letztlich die Ansichten gegenüber, dass der Sportbund von seinen Mitgliedern ein Votum wünschte, um die Planungen weiter voranzutreiben, während einige Mitglieder erst die Planungen sehen möchten, bevor sie bereit sind, diesen zuzustimmen. Es folgte die Abstimmung, die dem Präsidium schließlich den gewünschten Rückhalt brachte, mit dem der Stadt Ingelheim nun das Signal gegeben wird, dass der Sportbund Rheinhessen sich im Blumengarten ansiedeln möchte und darf. Jetzt wird die Machbarkeitsstudie der Stadt erstellt, diese prüft die Umsetzung der Ansiedlung des Sportbundes Rheinhessen im Blumengarten. Im Frühjahr 2022 soll es dazu die ersten Ergebnisse geben.

 

Im zweiten Teil der außerordentlichen Mitgliederversammlung stellten Sportbund Vizepräsident Rainald Kauer und der ehemalige Geschäftsführer Joachim Friedsam den Entwurf für eine neue Satzung vor. Kernpunkt der Änderungen ist der Übergang des Vorstands nach §26 BGB vom Präsidium auf die Geschäftsführung. „Bisher hat das Präsidium alle Entscheidungsgewalt in seinen Händen. Die Geschäftsstelle war ausschließlich Werkzeug des Präsidiums. Dies wollen wir ändern, denn wir sind der Meinung, da wo die Profis sitzen, sollen auch die Entscheidungen getroffen werden und da liegt dann auch die Verantwortung für dieses Handeln. Das Präsidium wurde in der Vergangenheit sehr stark belastet, was für ein Ehrenamt nicht mehr tragbar ist“, erklärte Friedsam. Somit wäre in Zukunft eine aus zwei Personen bestehende Geschäftsführung federführend und das Präsidium würde zu einer Art Aufsichtsrat. „Das Präsidium wird kleiner, fachlicher, effizienter und übernimmt die Kontrollfunktion. Es bestellt und beruft den hauptamtlichen Vorstand“, erläuterte Kauer. In der Satzung ist auch festgehalten, dass der Vorstand sich eine Geschäftsordnung gibt, die vom Präsidium genehmigt werden muss. Sollten die Mitglieder Änderungswünsche haben, können diese bis zum 15. Februar eingereicht werden, sodass nach deren Bearbeitung bis zur Hauptausschusssitzung am 5. April die neue Satzung konsensfähig sein soll. Endgültig abgestimmt wird über die neue Satzung dann bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 11. Juni 2022.


Digitale Lösung für Mitgliederversammlungen – Vereine können teambits über Sportbund Rheinhessen buchen

Das Vereinsleben liegt auf Eis – in allen Bereichen. Die Corona-Pandemie verbietet nicht nur die gemeinsame sportliche Betätigung. Sie verhindert auch die Zusammenkunft großer Gruppen und blockiert damit die Entwicklung in vielen Vereinen und Fachverbänden. Das Problem: Etliche Maßnahmen können nur durch einen Mitgliederentscheid beschlossen werden – vorneweg die Wahl eines Vorstands. Die Sportbünde Rheinhessen und Pfalz bieten gemeinsam mit dem Landessportbund den Vereinen und Fachverbänden nun die Möglichkeit, auf digitaler Ebene Mitgliederversammlungen durchzuführen. Zu diesem Zweck erwarben die Dachverbände eine Lizenz der Online-Plattform „teambits“.

„Mit diesem Tool können Vereine rechtssicher und datenschutzkonform Versammlungen durchführen. Es wird einfach ein Link verschickt, mit dem sich die Mitglieder auf jedem Internetfähigen Gerät zuschalten können“, erklärt Thorsten Richter, Geschäftsführer des Sportbunds Rheinhessen. Die Sportbünde verzeichnen bereits jetzt eine hohe Nachfrage für das Angebot. „Viele Vereine konnten 2020 keine Jahreshauptversammlung durchführen und haben dringenden Bedarf, die Stimme ihrer Mitglieder einzuholen.“ Termine können ab sofort gebucht werden. Vorab können sich Vereine in der Software schulen lassen, um ihre Versammlungen oder Teilhabeprozesse anschließend dann selbständig durchzuführen. Wer einen Termin reservieren möchte, kann das als Verein oder Fachverband bei seinem Sportbund tun, oder als Landesfachverband beim LSB. „Corona hat uns nochmal stark verdeutlicht, dass wir im Sport Digitalisierung voranbringen müssen und zwar gezielt für die Bedürfnisse unserer Mitglieder und der Sportbünde“, sagt Christof Palm, kommissarischer Hauptgeschäftsführer des LSB. „Mit teambits haben wir ein gutes Tool gefunden, das dem rheinland-pfälzischen Sport in dieser schwierigen Phase sehr hilft.“

Trotz der einfachen Handhabung ist teambits ein leistungsstarkes Werkzeug, das mit vielen Funktionen den Vereinen die Arbeit erleichtert. So können mit dem Abstimmungs-Modul geheime oder personalisierte Wahlen durchgeführt werden, deren Ergebnis sofort abrufbar, mit anschaulichen Charts dargestellt werden und somit transparent ist. Der besondere Clou: Am Ende eines Wahlprozesses kann ein Formular ausgedruckt werden, das unterschrieben beim Amtsgericht abgegeben werden kann. Rechtssicherheit ist hier das Schlüsselwort. Auch können Fragebögen vorbereitet oder Meinungsäußerungen leichter ausgewertet werden. Neben der offenen Diskussion gibt es die Möglichkeit, über Skalen- oder Multiple-Choice-Abfragen die Mitglieder in einen Entscheidungsprozess einzubinden. Über Sternchen-Bewertungen können Maßnahmen priorisiert und über Freitext-Fragen Informationen oder Meinungen eingeholt werden. Parallel zur Versammlung kann der Austausch in Einzel- oder Gruppenchats erweitert werden. „Wer möchte, kann aus seiner Mitgliederversammlung ein hochprofessionelles Meeting mit umfangreichen Interaktionsmöglichkeiten machen. Es gibt sogar ein Quiz-Tool, mit dem man die Mitglieder einfach mal zu einem unterhaltsamen Abend einladen kann“, freut sich Richter über die umfangreichen Möglichkeiten von teambits, das für die Zusammenarbeit mit der bekannten Web-Anwendung für Video-Konferenzen „Zoom“ optimiert ist.

Wer das kostenfreie Angebot der Sportbünde nutzt, spart sich also eigene Ausgaben für entsprechende Lizenzen, Zeit für die Software-Suche und kann Versammlungen mit bis zu 2500 Mitgliedern abhalten. Die teambits-Lizenz ist zunächst für ein Jahr erworben. Sollte über diesen Zeitraum hinaus Bedarf bestehen, wird die Lizenz verlängert.

Anfragen zur Nutzung des Programms bitte an:

Vereine und Fachverbände des Sportbundes Rheinhessen:

Marianne Windecker, 06131 / 28 14 216 oder m.windecker@sportbund-rheinhessen.de

Landesfachverbände Landessportbund RLP:

Steffen Jackobs, 06131 / 28 14 142 oder s.jackobs@lsb-rlp.de