Weitere Öffnungen für den Sport geplant

In ihrer gestrigen Pressekonferenz kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer weitere Öffnungen für den Sport an. Der erste Schritt erfolgt am 18. Juni, der zweite Schritt folgt voraussichtlich zum 2. Juli. 

Für den Sportbetrieb bedeutet das ab 18. Juni folgendes:
Inzidenz unter 100:
  • 30 teilnehmene Erwachsene im Freien
Inzidenz unter 50:
  • 50 teilnehmende Personen im Freien, 20 Personen im Innenbereich mit Test
  • für Kinder bis einschließlich 14 Jahre entfällt die Testpflicht
Im Amateursport werden Zuschauer ebenfalls wieder zugelassen sein. Jugendfreizeiten sind dann wieder mit Übernachtung möglich.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Veranstaltungen im Sportbereich: 
  • Bei einer Inzidenz von unter 100 werden im Freien bis zu 250 Zuschauer*innen ohne Test erlaubt sein.
  • Bei einer Inzidenz unter 50 werden im Innenbereich 250 Gäste mit Test zugelassen, im Außenbereich sind dann 500 Zuschauer*innen erlaubt.

Ab 2. Juli folgen dann weitere Lockerungen:

  • Personenbegrenzungen sollen überall auf eine Person je 10m² gelockert werden.
  • Veranstaltungen im Sportbereich sollen Innen dann mit 350 Zuschauer*innen mit Test möglich sein.

Im zweiten Schritt ab Freitag, den 2. Juli, soll die Personenbegrenzung überall auf eine Person je zehn Quadratmeter gelockert werden.

Die detaillierten Regelungen werden in der 23. Corona-Bekämpfungsverordnung geregelt, die voraussichtlich Mitte kommender Woche erscheinen wird. Wir werden dann entsprechend über die neuen Regelungen über unsere Corona-Service Seite infomieren.

 


Kooperation mit VITA1 medical GmbH – Laientest zur Selbstanwendung (Antigenschnelltest) & FFP2-Masken

Sportvereine erhalten günstige Einkaufskonditionen für Laientest zur Selbstanwendung (Antigenschnelltest) und FFP2-Masken

Dank einer Kooperation mit der VITA1 medical GmbH können wir Mitgliedsvereinen und -verbänden besondere Konditionen für Corona-Schnelltests und FFP2-Masken zur Verfügung stellen.

–> Bestellungen mit folgendem Bestellformular an corona@sportbund-rheinhessen.de


Clungene COVID-19 Antigen Selbsttest: Fünferpack 10,25 €

Dieser Test hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als sogenannter Laientest zur Selbstanwendung (Antigenschnelltest) und darf als solcher von jedermann bei sich selbst angewendet werden. Die Produkbeschreibung finden Sie hier.

Deepblue Antigen Schnelltest: 2,25 €/ Stück

Der Deepblue Antigen Schnelltest ist nur für die Anwendung durch medizinisches Fachpersonal vorgesehen.
Die Produktbeschreibung finden Sie hier.

FFP2-Schutzmasken der Marke Leikang: 0,34 €/ Stück

Mindestbestellmenge: 50 Stk. Schnelltests & 40 Stk. FFP2-Masken
Zahlung nach Erhalt der Ware. Versandkostenfrei ab einem Bestellwert von 250,00 €. Ansonsten Versandkosten von 4,00 € netto.


Die Bestellungen erfolgen mit folgendem Bestellformular über corona@sportbund-rheinhessen.de.

Wir weisen darauf hin, dass derzeit für die Sportausübung im Innenbereich Schnelltests verlangt werden. Laut Verordnung wird eine Person zur Beaufsichtigung der Tests benötigt. Ein Schulungsvideo für die Durchführung der Beaufsichtigung finden Sie hier.
Wer sich dieses Video angeschaut hat, ist zur Bestätigung eines Corona-Schnelltests berechtigt. Durchführen können die Tests die Mitglieder selbst – die Kosten für die Ausrüstung und Tests sind jedoch vom Verein zu tragen. Für die Bestätigung des Tests ist das unter Anlage 1 der 21. Corona-Verordnung beigefügte Formular zu nutzen. Die Pflicht zur Erfassung aller Teilnehmer einer Übungseinheit zur Kontaktnachverfolgung bleibt weiterhin bestehen. Zur Kontaktnachverfolgung bieten wir unseren Mitgliedsvereinen und -verbänden kostenfrei die digitale Lösung „inscribe“. Informationen hierzu finden Sie hier.

„Draußen muss drin sein“ – DOSB und DFB Petition

Pressemitteilung: „Draußen muss drin sein“

Der Landessportbund und die regionalen Sportbünde aus Rheinland-Pfalz, somit auch wir, der Sportbund Rheinhessen, unterstützen den Deutschen Fußballbund (DFB) und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bei ihrer Petition „Draußen muss drin sein“ zur Wiederöffnung des organisierten Sportbetriebs im Freien.

Hinter der Petition verbirgt sich die Forderung, den Trainingsbetrieb des organisierten Sports im Freien und später auch den Wettkampfbetrieb wieder zuzulassen. Sie richtet sich direkt an den Deutschen Bundestag und Bundesrat und unterstützt wird sie bisher schon von über 65.000 Menschen, die sich den Sport in ihrem Alltag zurück wünschen.

Mit der Petition möchten der DFB und der DOSB nicht nur Fußballvereine und -verbände, sondern selbstverständlich alle Sportarten unterstützen und fordern sie auf, sie bei der Online-Petition zahlreich zu unterstützen, um dem Amateur- und Breitensportbetrieb gemeinsam eine Stimme zu verleihen.

Ihr wollt die Petition unterstützen? Dann unterschreibt hier.

Die Pressemeldung zur Petition findet ihr hier.


„Wir wollen wieder Sport treiben“ – Pressemeldung zum digitalen Netzwerktreffen

In der initiierten Netzwerkveranstaltung „Kreative Lösungen in der Krise: So geht der Sport durch die Corona-Pandemie“ von der Sport-Region Rhein-Neckar waren Fragen wie: „Wie geht es den Sportvereinen in der Pandemie?“ oder „Was sind die größten Herausforderungen und wo liegen die Chancen?“ am 04. Mai 2021 thematischer Schwerpunkt.

„Das Netzwerktreffen in der Metropolregion hat einmal mehr die – teilweise deutlichen – Unterschiede der einzelnen Bundesländer im Umgang mit der Pandemie gezeigt“, berichtet Thorsten Richter, Beiratsmitglied der Sportregion, der mit einem kurzen Impuls die digitale Unterstützung der rheinland-pfälzischen Vereine am Beispiel des Sportbundes Rheinhessen aufzeigte. In einem sind jedoch alle gleich: Der Mitgliederschwund zwischen vier und fünf Prozent trifft grenzübergreifend zu. „Es wird eine große Aufgabe des Sports gemeinsam mit der Politik, die Mitglieder zurück in die Vereine zu führen.“  Der Sportbund Rheinhessen konnte für sich viele gute Impuls mitnehmen und wird das ein oder andere gute Beispiel aus dieser interessanten Diskussionsrunde mit in seine tägliche Arbeit nehmen.

Hier kommen Sie zur Presseinformation..


Sportbünde in RLP kritisieren 19. Corona-Bekämpfungsverordnung

Foto: M. Heinze

Minimalforderungen der Sportbünde Rheinhessen, Rheinland und Pfalz sowie des LSB RLP finden erneut kaum Beachtung / Landesregierung verschärft bundesrechtliche Regelungen auf Kosten des Sports

Dass die Minimalforderungen des organisierten Sports in der 19. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes erneut kaum Beachtung finden und die Landesregierung bundesrechtliche Regelungen auf Kosten des Sports verschärft, sehen der Sportbund Rheinhessen, Rheinland und Pfalz sowie der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) sehr kritisch. Die Politik müsse endlich eine Perspektive für den Vereinssport liefern, die der Pandemie angemessen ist.

Vor einer Woche war die Erleichterung in den rheinland-pfälzischen Sportbünden, dass im Bundesgesetzgebungsverfahren Verbesserungen für den Sport erzielt werden konnten und diese als Grundlage für weitere Öffnung in der 19. Corona-Bekämpfungsverordnung wirken könnten, groß. Zumal auch der eindringliche Appell und der offene Brief mit den Minimalforderungen des Sports den Weg in die Staatskanzlei und zum Gesundheitsministerium – das für die Ausarbeitung der länderspezifischen Corona-Bekämpfungsverordnung verantwortlich ist – fanden. Leider sind wesentliche Teile der Minimalforderungen bei der jetzt veröffentlichten 19. CoBeLVO nicht berücksichtigt worden – und dies trotz guter und weitestgehend einvernehmlicher Gespräche und Auffassungen mit dem für den Sport zuständigen Innenministerium. Zudem hat die Landesregierung die Regelungen der Bundes-Notbremse im Bereich der gedeckten Sportanlagen bei einer Inzidenz über 100 nicht übernommen. Entgegen des Gesetzestextes und Art. 31 Grundgesetz (GG) („Bundesrecht bricht Landesrecht“) verschärft die Landesregierung die Möglichkeit der Sportausübung im Innenbereich – was die rheinland-pfälzischen Sportbünde zu deutlicher Kritik veranlasst.

„Das Festhalten an strengeren Regeln im Bereich der gedeckten Sportanlagen sowie die Nichtbeachtung unserer kommunizierten Minimalforderung im Zuge der Gestaltung der 19. Corona-Bekämpfungsverordnung sind für uns nicht nachvollziehbar“, sagt LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. „Insbesondere die strengere Ausrichtung der 19. CoBeLVO in Rheinland-Pfalz gegenüber der sogenannten Bundes-Notbremse ist für den Sport nicht hinnehmbar“, so Bärnwick weiter. Schließlich soll das Bundesgesetz die Einheitlichkeit der Regelungen gewährleisten. Der strengere rheinland-pfälzische Sonderweg für den Sport tut mit Blick auf die anderen Bundesländer zum wiederholten Mal besonders weh. So ist Individualsport – zum Beispiel das Tennisspielen – in der Halle erst erlaubt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Auch die wiederholte Missachtung der Minimalforderung aus dem Sport – der Sportbund Rheinhessen, Rheinland und Pfalz sowie der LSB fordern seit mehreren Wochen die Zulässigkeit sportlicher Betätigung kleiner, aber altersunabhängiger Gruppen im Freien – ist nicht nachvollziehbar. Der weiterhin nicht aufgenommene Hinweis im Bereich des Mannschaftssports und der abgelehnte Ansatz, diesen in individualisierten und in kontaktfreien Bewegungsaufgaben zuzulassen, verärgert den organisierten Sport ebenfalls.

Laut 19. Corona-Bekämpfungsverordnung ist die kontaktlose Ausübung von Individualsportarten im Freien in kleinen Gruppen bis maximal zehn Personen zuzüglich einer Trainerin oder eines Trainers erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 zulässig. Über dem Schwellenwert 50 ist lediglich kontaktloser Individualsport alleine, zu zweit oder mit Personen eines weiteren Hausstands – maximal jedoch fünf Personen – im Freien erlaubt. Gegenüber der bundesrechtlichen Regelung ab 100 bringt die 19. CoBeLVO damit kaum Öffnungen für Landkreise und/oder kreisfreie Städte, die unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 liegen. Mit der Altersbeschränkung für Gruppensport bis einschließlich 14 Jahre werden gerade in den Mannschaftssportarten Trainingsgruppen voneinander getrennt. Im Bereich der C-Jugend dürfen die 14-Jährigen trainieren – die 15-Jährigen aber nicht. Infektiologisch ist dies nicht begründbar. Gerade im Freien ist Sport ohne Infektionsrisiko möglich. Das wird aus dem Bereich der Wissenschaft, zuletzt durch den gemeinsamen Appell zahlreicher Aerosolforscher*innen, immer wieder betont. Die Experten um Dr. Gerhard Scheuch hatten bekräftigt, dass Infektionen nicht draußen, sondern zu 99,9 Prozent in Innenräumen stattfinden. Zudem ist bekannt, dass regelmäßiger Sport die Immunfunktion fördert und der Verlauf einer schwereren Infektionskrankheit dadurch extrem sinkt. Die politisch Verantwortlichen ignorieren damit auch die teils dramatischen Aussagen von Ärzten hinsichtlich der prognostizierten Auswirkungen der Bewegungslosigkeit von Kindern auf deren langfristige physische wie psychische Entwicklung. „Die Vereine tun alles dafür, um den Vereinssport wieder zu aktivieren. Sie haben Hygienekonzepte entwickelt und ihre Angebote nach draußen verlegt. Wenn die Ansteckungsgefahr im Freien nachgewiesenermaßen verschwindend gering ist, muss es den Vereinen auch wieder gestattet sein, Trainingseinheiten im Freien abzuhalten“, sagt Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen.

Vereinssport unter Anleitung nicht mit Begegnungen im öffentlichen Raum vergleichbar

Sport im Verein findet unter Anleitung bzw. Aufsicht und mit klar definierten Regeln und ausgearbeiteten Hygienekonzepten statt. Die knapp 6.000 Sportvereine in den Sportbünden haben bereits mehrfach bewiesen, dass sie Schutzmaßnahmen einhalten und Übungsleiter*innen gewissenhaft Pflichten wie die Kontaktdatenerfassung ihrer Übungsgruppen umsetzen. Der organisierte Vereinssport kann nicht mit den (freien) Begegnungen im öffentlichen Raum verglichen werden, sondern mit organisierten Kontakten – vergleichbar mit den Kontakten in Schule, Büro oder Geschäften. „Eine Gleichstellung von Vereinssport und unorganisierten Zusammenkünften im öffentlichen Raum können wir nicht akzeptieren“, so Thorsten Richter. „Die Menschen können sich überall im Land freiwillig testen lassen. Wenn ein Schüler morgens in der Schule negativ getestet wurde, muss er doch abends auch in seinem Verein Sport machen können. Mit Tests und in kleinen Gruppen unter Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen sollte der Sport im Verein möglich sein.“ Bei den Möglichkeiten der Sportausübung wird auch in der 19.CoBeLVO der Fokus auf die Individualsportarten gelegt. Nach Ansicht des organisierten Sports dürfen Mannschaftssportarten aber nicht durch ihren Namen bzw. die normalerweise üblichen Trainingsmethoden ausgeschlossen werden. Entscheidend ist die Form der Ausübung des Sports, bei der die Abstandsregel eingehalten werden kann. So müssen individualisierte und in kontaktfreie Bewegungsaufgaben veränderte Mannschaftssportarten erlaubt sein. So etwa das Torwarttraining oder Flankentraining im Fußball. In den Begründungen zur 19.CoBeLVO ist immerhin die Möglichkeit beschrieben, dass auf einer Sportanlage auch mehrere Gruppen trainieren dürfen. Es ist von einem „größeren Sicherheitsabstand“ die Rede. Was dies genau bedeutet und auch weitere offene Detailfragen der Verordnung werden der Sportbund Rheinhessen und die Kolleg*innen der anderen Sportbünde sowie des LSB zeitnah mit dem Innenministerium klären.

„Wir können nicht nachvollziehen, warum den Empfehlungen der Wissenschaftler und auch des organisierten Sports nicht gefolgt wird. Wir müssen schnell umdenken, wenn wir nicht noch stärker die Gesundheit der Menschen gefährden wollen. Noch restriktiver entgegen dem Rat von Experten zu sein, ist aus unserer Sicht nicht der richtige Weg. Wir müssen wieder Bewegung in das Leben der Menschen bringen“, appelliert Klaus Kuhn.


Corona-Pandemie beeinflusst den Sport – Hauptausschuss erneut digital

 Sportbund Rheinhessen kämpft mit vielen Unwägbarkeiten/ neue Mitarbeiterinnen vorgestellt

Voller Fokus auf alles, was Sportvereinen in der Krise hilft und Flexibilität in der Finanzplanung – das sind zwei Kernaussagen der digitalen Hauptausschuss-Sitzung des Sportbundes Rheinhessen. Mehr Geld für Baumaßnahmen der Vereine, Vereinsjubiläen oder Sportgeräte sind deshalb im Haushaltsplan des rheinhessischen Dachverbandes für rund 900 Vereine im Jahr 2021 bereitgestellt. Der Sportbund unterstützt die Vereine in dieser schwierigen Zeit zudem mit digitalen Lösungen für Mitgliederversammlungen (teambits) und zur Kontaktnachverfolgung (inscribe). So sparen die Vereine Zeit, sich selbst eine Softwarelösung zu suchen, sie zu kaufen und sich einzuarbeiten. „Die Digitalisierung wurde durch die Pandemie auf ein anderes Niveau gehoben. Mit Stolz können wir behaupten, dass wir darin Vorreiter sind. Mittlerweile beteiligen sich auch der Landessportbund und der Sportbund Pfalz an den Kosten für die Konferenzsoftware“, verkündete Präsident Klaus Kuhn mit Verweis auf die hohe Nachfrage nach teambits, das bereits bis in den Mai ausgebucht ist.

Da fehlende Einnahmen und Mitgliederschwund den Vereinen zu schaffen machen, forderte Kuhn auch weitere Unterstützung der Politik ein. Das Präsidium wünscht sich von Sportminister Roger Lewentz und seinem Ministerium, bei sportrelevanten Themen mitgenommen und in die Beratungen eingebunden zu werden. „Unsere Vereine erwarten von uns, dass wir ihnen eine Stimme geben“, betonte in diesem Zusammenhang Geschäftsführer Thorsten Richter. „Unsere Forderungen nach mehr Berücksichtigung haben wir nach den deutlichen Aussagen der Aerosolforscher und deren offenen Brief an die Bundesregierung öffentlich gemacht. Sport ist damit nachweislich eine Lösung für das Problem und nicht das Problem selbst.“ Flankiert wird dieser Aufruf mit der Kampagne #stimmedessportsstärken, die in den sozialen Medien bundesweit viel Beachtung findet. Mittlerweile beteiligen sich Vereine aus ganz Deutschland an der Sportbund-Aktion. „Wahrscheinlich hat diese Kampagne auch geholfen, dass Sport für Kinder bis 14 Jahren in Gruppen trotz Infektionsschutzgesetz weiter erlaubt bleibt“, meinte Richter augenzwinkernd.

Mit Hilfe des Sportbundes können Vereine bei Zuschüssen für Baumaßnahmen rechnen. Alle für 2021 gestellten Zuschuss-Anträge waren bis Ende Februar bearbeitet. Weniger positive Nachrichten unterbreitete Kuhn in Bezug auf die defizitäre Sportschule Seibersbach, die dringend saniert werden müsste, momentan aber keinerlei Einnahmen bringt. Das Präsidium hat sich daher für einen Verkauf ausgesprochen und ist mit einem Makler im Gespräch. Der Verkaufserlös könnte in eine neue Sportschule investiert werden, „denn wir wollen unser Dienstleistungsangebot gegenüber unseren Mitgliedern nicht verkleinern“, erklärte Kuhn. „Im Gegenteil: Wir werden moderner und attraktiver aufgestellt sein.“ Der Hauptausschuss gab den Weg dafür mit einem einstimmigen Votum frei.

Von Corona-bedingten Verschiebungen berichtete auch Geschäftsführer Thorsten Richter in Bezug auf den Finanzplan. In 2020 geplante, aber letztlich nicht getätigte Ausgaben wurden vorausschauend in eine Investitionsrücklage gegeben. „Mit dem Wissen, schon bald eine neue Geschäftsstelle bauen zu müssen, wollten wir hier frühzeitig vorsorgen und ansparen.“ Im Haushaltsplan für 2021 sieht der Sportbund vor, die Betriebsmittelrücklage zu nutzen, um erhöhten Förderbedarf zu decken. „Wir werden die Digitalisierung unserer Dienstleistungen weiter vorantreiben und haben höhere Mittel für Corona-Beratungen, Sportgeräteförderung und Baumaßnahmen eingestellt.“ Richter sieht dies alles als Bausteine, um den Dachverband zukunftsfähig aufzustellen. Entsprechend soll auch die Satzung überarbeitet werden, um dem Hauptamt effizienteres Arbeiten zu ermöglichen und das Ehrenamt zu entlasten. Erste Entwürfe hierzu zeigte der Vizepräsident Vereinsentwicklung, Rainald Kauer, auf: „Uns schwebt ein Zwei-Kammer-System mit einem hauptamtlichen Vorstand und einem Präsidium als Aufsichtsrat vor. Das sind erste Gedanken, die wir in Rückkopplung mit der Organisationsanalyse des LSB sowie den anderen Sportbünden weiter ausarbeiten.“

Mit Blick auf die Geschäftsstelle stellten Kuhn und Richter auch drei neue Mitarbeiterinnen vor: Katrin Siemon ist neue Abteilungsleiterin der Sportjugend, wobei sie von Lena Lander als Teilzeit-Mitarbeiterin im Bereich Qualifizierung unterstützt wird. Die bisherige Bildungsreferentin der Sportjugend, Aline Bessling, übernimmt in Nachfolge von Petra Bastian beim Sportbund die Abteilungsleitung Qualifizierung.


Sportvereine in Rheinhessen verlieren fast 11.000 Mitglieder

16,53 Prozent weniger Kinder unter 7 Jahren. Leichter Gewinn bei den über 60-jährigen.

Die Corona-Pandemie legt seit einem Jahr den Breitensport und das Vereinsleben nahezu völlig lahm, was nicht ohne Folgen bleibt. Die neuesten Mitgliederzahlen zeigen, dass die Sportvereine wegen ihres fehlenden Angebots schwere Verluste erleiden. Die Bestandserhebung des Sportbundes Rheinhessen mit den Mitgliederzahlen zum 1. Januar 2021 zeigt schwarz auf weiß, dass viele Menschen ausgetreten sind. Den 278.883 Mitgliedern in 886 Vereinen zum 1. Januar 2020 standen im Sportbund Rheinhessen ein Jahr später noch 268.164 Mitglieder in 870 Vereinen gegenüber. Das Minus von 10.719 Mitgliedern entspricht einem Rückgang von 3,84 Prozent, was deutlich über den Zahlen der Vorjahre liegt – im rheinland-pfälzischen Vergleich mit den anderen Sportbünden allerdings auf Augenhöhe ist.

Der höchste Mitgliederstand im Sportbund Rheinhessen war mit 283.910 im Jahr 2013 erreicht. Seitdem waren die Mitgliedszahlen nur minimal schwankend, hatten sich 2020 gegenüber 2019 sogar wieder um 1.420 erhöht. Der starke Verlust des zurückliegenden Kalenderjahres lässt sich klar auf die Pandemie zurückführen. Die verschiedenen Lockdowns und die damit verbundene Einschränkung des Sportangebots verhinderten Neueintritte in die Vereine, die normale Fluktuation wurde dadurch gestört. Die üblichen Austritte wurden nicht durch Eintritte neuer Mitglieder ausgeglichen. Dies ist besonders deutlich bei der Zahl der Kinder und Jugendlichen abzulesen. Konnten die Vereine in der Altersklasse 7 bis 14 Jahre in den vergangenen Jahren ihre Mitgliedszahlen halten oder sogar steigern, erlitten sie dort nun ein Minus von 5,63 Prozent. Nur auf Kinder von null bis sechs Jahren bezogen ist gar ein Einbruch um 16,53 Prozent zu verzeichnen. „Das ist eine alarmierende Zahl, wenn man bedenkt, dass diese Bestandserhebung nur das erste Pandemie-Jahr widerspiegelt, sagt Sportbund Präsident Klaus Kuhn.“  Ein Plus ist erstaunlicherweise bei den Senioren über 60 Jahren zu verzeichnen, deren Zahl um 1,13 Prozent zugenommen hat.

Beim Blick auf die Fachverbände ist zu erkennen, dass die größten Probleme in den Sportarten auftreten, die in der Halle betrieben werden. Allen voran die Kampfsportarten, die aufgrund ihrer körperlichen Intensität und Nähe kein adäquates Training durchführen konnten, vermelden Mitgliederrückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Jiu-Jitsu hat fast 75 Prozent seiner Mitglieder verloren, im Judo sind es 22,7 Prozent, beim Boxen 10,5 Prozent. Aber auch die in der Halle betriebenen großen Ballsportarten (Handball, Basketball, Volleyball) verzeichnen Rückgänge, die fast auf identischem Niveau bei etwa 3,5 Prozent liegen. Den höchsten Rückgang in absoluten Zahlen verzeichnet der zweitgrößte Fachverband Turnen, der 3952 oder 5,35 Prozent seiner Mitglieder verliert. Der mit 82.602 Mitgliedern nach wie vor größte Fachverband Fußball kommt auf einen Verlust von 2,46 Prozent. Bei den Sportarten, die zumindest teilweise unter freiem Himmel ausgetragen werden, gibt es auch einige Gewinner: So verzeichnet der Tennisverband als drittgrößter Fachverband ein Plus von 3,85 Prozent, der Alpenverein ein leichtes Plus von 67 Mitgliedern (0,67 Prozent), während die Schwimmvereine trotz Sperrung der Hallenbäder einen Zuwachs von 216 Mitgliedern (2,34 Prozent) aufweisen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den größten Vereinen im Sportbund Rheinhessen. Zuwächse verzeichnen in den Top Ten lediglich der auf Rang zwei liegende Deutsche Alpenverein, Sektion Mainz, mit einem Plus von 208 Mitgliedern und der Drittplatzierte Schwimmverein Freibad Gimbsheim, der sogar 562 Mitglieder hinzu gewinnen konnte. Größter Verein in Rheinhessen bleibt der FSV Mainz 05, der nach einem Minus von 230 noch 12.059 Mitglieder aufweist. Den höchsten Verlust in absoluten Zahlen verzeichnet der auf Rang vier liegende TSV Schott Mainz, der mit 3509 einen Verlust von 458 Mitgliedern verzeichnet. Insgesamt zeigt sich, dass insbesondere bei den Großsportvereinen über 1000 Mitgliedern ein größerer Verlust zu erkennen ist. Vereine aus dem ländlichen Bereich weisen hingegen eine große Stabilität auf.

 


Stellungnahme des Sportbundes Rheinhessen zum Offenen Brief der Gesellschaft für Aerosolforschung

Die Vertreter des Sports wünschen sich schon seit einiger Zeit, dass sportliche Betätigung im Freien wieder erlaubt wird – maßvoll, dauerhaft und mit schlüssigen, notwendigen Hygienevorschriften. Vorausgesetzt, es gibt die wissenschaftliche Grundlage dafür, dass dies ohne größere Gefahr für die Bevölkerung ist und nicht zum Corona-Infektionsherd führt. Unterstützung erhalten sie nun durch den Offenen Brief der Gesellschaft für Aerosolforschung. In diesem heben die Unterzeichner als Konsens der Wissenschaft hervor: „Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt. Übertragungen im Freien sind äußerst selten und führen nie zu ‚Clusterinfektionen, wie das in Innenräumen zu beobachten ist.“ Die von der Politik getroffenen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung vermittelten den Eindruck, draußen sei es gefährlich, unterstreichen die Wissenschaftler, um diesem Meinungsbild sogleich zu widersprechen. In ihren Augen ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Ansteckungsgefahr im Freien äußerst gering ist und durch geeignete Schutzmaßnahmen wie die bekannten AHA-Regeln nahezu auf null reduziert werden kann.

Angesichts dieser Aussagen hochrangiger Wissenschaftler sieht sich der Sportbund Rheinhessen bestärkt, im Sinne seiner Vereine und Verbände eine Öffnung für den Sport im Freien zu fordern. „Die Vereine tun alles dafür, um wieder losgelassen zu werden. Sie haben Hygienekonzepte entwickelt und ihre Angebote nach draußen verlegt. Wenn die Ansteckungsgefahr im Freien nachgewiesenermaßen verschwindend gering ist, muss es den Vereinen auch wieder gestattet sein, draußen Trainingseinheiten abzuhalten“, fordert Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen. Geschäftsführer Thorsten Richter möchte den Sport eingebunden in allgemeine Vorgänge sehen. „Die Menschen können sich überall im Land freiwillig testen lassen. Wenn ein Schüler morgens in der Schule negativ getestet wurde, muss er doch abends auch in seinem Verein Sport machen können. Mit Tests und in kleinen Gruppen sollte unter Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen unter freiem Himmel Sport unter Anleitung eines Trainers wieder erlaubt werden.“ Morgens dürfen die Schüler in geschlossenen Räumen zusammensitzen, nachmittags nicht im Freien gemeinsam Sport treiben. Beides könne doch im Zusammenhang gesehen werden – negativer Test morgens sollte Sport in kleinen Gruppen am Abend ermöglichen.

„Aus unserer Sicht ist es dabei wichtig, dass abends dann ein Übungsleiter eine Gruppe betreut und führt. So stellen die Vereine sicher, dass ihre Hygienekonzepte eingehalten werden“, so Richter.

Abgesehen davon, dass viele Vereine ums nackte Überleben kämpfen, gilt es auch festzuhalten, dass die gesundheitsfördernden Auswirkungen des Sports zu oft vernachlässigt werden. „Den Menschen fehlt die Bewegung, was sich in ihrer psychischen wie auch physischen Verfassung niederschlägt. Gerade die Kinder und Jugendlichen können sich nur schwer motivieren, alleine sportlich aktiv zu sein. Sie brauchen die Gemeinschaft in der Gruppe“, berichtet Kuhn von den Erfahrungen die vielerorts an der Basis gemacht werden. In der Breite können es nur die Vereine gewährleisten, den negativen Folgen mangelnder Bewegung vorzubeugen und so breite Bevölkerungsschichten vor der weiteren Verschlechterung ihres Gesundheitszustands zu bewahren.


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Aktuelle Informationen zum Sportbetrieb

Die Corona-Regeln im Detail

Die Regelungen sind in der 24. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes festgeschrieben.

Weitere Informationen auf unserer Corona-Service-Seite. Alle Fragen rund um Corona und Sport richten Sie bitte an corona@sportbund-rheinhessen.de

FAQ’s zum Sportbetrieb (Stand: 02.07.2021)

Welche Tests sind anerkannt, wenn die Testpflicht gilt?

Es sind sowohl PoC-Antigentests durch geschultes Personal (= Schnelltest) als auch PoC-Antigentests zur Eigenanwendung (= Selbsttest) anerkannt, wenn das negative Ergebnis mittels des Formulars der Anlage 1 zur CoBeLVO bestätigt wird. Dieses Testergebnis darf allerdings nicht älter als 24 Stunden sein.

Im Falle eines PoC-Antigentest zur Eigenanwendung (Selbsttest) kann dieser auch unmittelbar vor der Sportausübung auf der Sportanlagen von einer anderen Person beobachtet werden, die sowohl die richtige Durchführung des Tests als auch das negative Ergebnis des Tests bestätigen kann. Diese andere beobachtende Person kann grundsätzlich jede erwachsene Person sein. Um eine gewisse Objektivität sicherzustellen, darf diese Person allerdings nicht dem engeren familiären oder freundschaftlichen Umfeld angehören.

Welche Regelungen gelten für den Trainings- und Wettkampfbetrieb?

Nach der 24. Corona Bekämpfungsverordnung, die bis einschließlich 30. Juli gilt, ist Kontaktsport im Freien und auf allen öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen (Außenbereich) und in allen öffentlichen und privaten gedeckten Sportanlagen (Innenbereich) zulässig wenn:

  • die Sportausübung im Rahmen der allgemeinen Kontaktbeschränkung (25 Personen verschiedener Hausstände, zuzüglich Personen unter 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesen) erfolgt
  • die Sportausübung in Gruppen von maximal 50 teilnehmenden Personen erfolgt, und von mindestens einer verantwortlichen Person angeleitet wird, es sei denn für ein angeleitetes Training oder einen Wettkampf in einer Mannschaftssportart ist zur Durchführung eine höhere Personenzahl erforderlich. Geimpfte Personen und genesene Personen bleiben bei der Ermittlung der Personenzahl unberücksichtigt.

Bei der Sportausübung ist zu beachten:

  1. Es gilt auf der Gesamttrainingsfläche die Personenbegrenzung auf 1 Person pro 5 qm, Geimpfte und Genesene sind hierbei zu berücksichtigen,
  2. zwischen Gruppen ist ein Mindestabstand von drei Metern einzuhalten, bei Gruppen ab zehn Personen ist der Abstand zwischen den Gruppen mittels geeigneter Maßnahmen sicherzustellen
  3. im Innenbereich gilt die Pflicht zur Kontakterfassung
  4. im Innenbereich gilt außerhalb der sportlichen Betätigung die Maskenpflicht
  5. im Innenbereich gilt die Testpflicht, ausgenommen sind Personen bis einschließlich 14 Jahre, Geimpfte und Genesene sowie die Trainerinnen und Trainer,
  6. die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, einschließlich Räumen zum Umkleiden, Duschen und Toilettenräumen ist unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen, insbesondere des Abstandsgebotes gestattet,
  7. Die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und ähnlichen Einrichtungen ist unter den genannten Voraussetzungen für den Innenbereich zulässig.
Welche Regelungen gelten für den Reha Sport?

Reha Sport ist unabhängig von der Inzidenz erlaubt, da Reha Sport  nicht als Ausübung des Sports im Sinne des Gesetzes zählt, sondern als "medizinisch notwendige sportliche Betätigung“ und bei solchen Betätigungen der medizinische den sportiven Aspekt überwiegt. Der Reha Sport ist auch in Gruppen zulässig. Während der Ausübung besteht keine Maskenpflicht, außerhalb der sportlichen Betätigung besteht diese.

Wie ist die Testpflicht zu gewährleisten?

Für die Teilnehmer am Sportbetrieb besteht im Innenbereich die Testpflicht. Kinder- und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre sowie die Übungsleiter sind von der Testpflicht ausgenommen, ebenso die Geimpften und Genesenen nach Vorlage des entsprechenden Nachweises. Ausgenommen von der Testpflicht sind auch Verwandte ersten und zweiten Grades, die bei der sportlichen Betätigung Minderjähriger als Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen sind. Zulässig ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses eines Schnelltests, der Test darf nicht vor mehr als 24 Stunden vorgenommen worden sein und das Ergebnis muss durch die den Test durchführende Stelle bestätigt sein. Die Bestätigung ist vor dem Betreten der Einrichtung vorzulegen. Zulässig ist auch ein Selbsttest vor Ort. Für die Teilnehmer muss der Test in Anwesenheit des zuständigen Übungsleiters erfolgen, der die ordnungsgemäße Durchführung und das Ergebnis zu kontrollieren hat. Schüler ab 15 Jahre müssen beim Sport im Innenbereich auch dann einen Selbsttest durchführen bzw. ein negatives Testergebnis eines Testcenters vorlegen, wenn sie am selben Tag in der Schule einen Test durchgeführt haben. Nach Vorgabe des Gesundheits- und des Bildungsministeriums dürfen Bescheinigungen eines negativen Testergebnisses durch die Schule nicht anerkannt werden. Die genannten Ministerien begründen dies damit, dass der Selbsttest in der Schule nicht ordnungsgemäß und ausreichend von den Lehrern überwacht werden kann.

Können mehrere Gruppen auf einer Sportanlage trainieren?

Für 7 Tage Inzidenzen unter 100 und unter 50

Unter Berücksichtigung der Größe der Sportanlage ist das Training mehrerer Gruppen im Rahmen der Begrenzungen der 24. Corona Bekämpfungsverordnung zulässig. Zwischen mehreren Gruppen ist ein Mindestabstand von drei Metern einzuhalten. Bei Gruppen ab zehn Personen ist der Abstand zwischen den Gruppen mittels entsprechender Abtrennung sicherzustellen. Insgesamt darf die Personenbegrenzung auf 1 Person pro 5 qm nicht überschritten werden. Hier sind auch die Geimpften und Genesenen mit einzuberechnen. In allen Fällen ist sicherzustellen, dass die einzelnen Gruppen sich während des Trainings sowie beim Betreten und Verlassen der Sportanlage nicht durchmischen, die Hygieneregeln eingehalten werden und zwischen den Gruppen stets ein angemessener Abstand eingehalten wird. Vereine die kommunale Sportanlagen nutzen, sollten sich bei ihrer Kommune erkundigen, ob es seitens der Kommune spezielle Vorgaben dazu gibt.

Was müssen Vereine mit vereinseigenen Anlagen bei der Nutzung der Sportstätten beachten?

Betreiber der Anlagen haben dafür Sorge zu tragen, dass die Nutzung der Anlage ausschließlich unter Einhaltung der Auflagen erfolgt. Das heißt, der Zugang und Abgang zur Anlage muss so organisiert werden, dass sich die Sportler bzw. Gruppen von Sportlern, die die Anlage im Rahmen der zulässigen Möglichkeiten nutzen, sich bei Zugang und Abgang nicht begegnen. Umkleideräume und Sanitär- sowie Toilettenanlagen sind unter Einhaltung der Hygieneregeln geöffnet. Vereinsgaststätten dürfen im Rahmen der aktuellen Corona Bekämpfungsverordnung öffnen. Der  Vorstand hat sicher zu stellen, dass die Übungsleiter vor der Übungsstunde sich bei der Teilnahme Geimpfter und Genesener die entsprechenden Nachweise vorlegen lassen und bei der Testpflicht im Innenbereich den tagesaktuellen negativen Test kontrollieren.

Für die Einhaltung der Vorgaben sind die Vorstände der jeweiligen Vereine zuständig.

Was ist bei der Nutzung kommunaler Sportstätten zu beachten?

Vereine, die kommunale Sportstätten nutzen, auf denen der Sport im zulässigen Umfang möglich wäre, bzw. der Rehasport durchgeführt werden soll, wenden sich bezüglich der Öffnung der Sportstätte an die zuständige Kommune, die über die Öffnung oder nicht Öffnung entscheidet. Auch in den kommunalen Sportstätten sind im Einvernehmen mit der Kommune Zugangs- und Abgangsregelungen zu treffen und Hygienemaßnahmen umzusetzen.

Welche Regelungen gelten für den Leistungs- und Profisport?

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports ist im Freien sowie auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen zulässig, sofern ein von den Sportfachverbänden oder Ligaverantwortlichen erstelltes Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird. Spitzen- und Profisport betreiben:

  1. Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten in olympischen Disziplinen (Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Teamkader, Nachwuchskader 1, Nachwuchskader 2, Landeskader), Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten in paralympischen Disziplinen (Paralympicskader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Teamkader, Nachwuchskader 1, Nachwuchskader 2, Landeskader), Bundeskaderathletinnen und -athleten in deaflympischen Sportarten (Deaflympicskader, Erweiterungskader, Nachwuchskader) sowie Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten in nichtolympischen Sportarten (A-Kader, BKader, C-Kader und D/C-Kader), welche von den zuständigen Bundes- oder Landesverbänden anerkannt sind
  2. Mannschaften aller olympischen und paralympischen Sportarten der 1. bis 3. Ligen sowie der Regionalliga im Männerfußball; darüber hinaus Profimannschaften in nicht olympischen und nicht paralympischen Sportarten; unter Profisport ist die bezahlte Vollzeittätigkeit von Berufssportlern in Kapitalgesellschaften oder in den Wirtschaftsbetrieben von Vereinen zu verstehen
  3. Mannschaften der höchsten Spielklassen der Jugend- und Nachwuchsaltersklassen U 17 oder älter sowie Spielerinnen und Spieler der Bundes- und Landeskader der Altersklassen U 15 und U 16, sofern die Mannschaften oder Spielerinnen und Spieler
  4. an einem vom zuständigen Spitzenfachverband zertifizierten Nachwuchsleistungszentrum trainieren
  5. wirtschaftlich selbstständige, vereins- oder verbandsungebundene Profisportlerinnen und -sportler ohne Bundeskaderstatus
  6. sonstige Athletinnen und Athleten, die sich bereits für die Teilnahme an bevorstehenden Europa- und Weltmeisterschaften qualifiziert haben oder im Jahr 2021 qualifizieren können.

Bei Fragen zur Durchführung des Leistungs- und Profisports wenden Sie sich bitte an den Landessportbund Rheinland-Pfalz, Thomas Kloth, Tel:061312814-465, E-Mail:t.kloth@lsb-rlp.de.

Sind sportliche Veranstaltungen zugelassen?

Im Amateur- und Freizeitsport sowie im Profi- und Spitzensport sind im Außenbereich bis zu 500 Zuschauer oder Teilnehmer und im Innenbereich bis zu 350 Zuschauer oder Teilnehmer gestattet. Bei der Ermittlung der Personenzahl sind geimpfte und genesene Personen jeweils zu berücksichtigen. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer gelten

  • das Abstandsgebot, in Einrichtungen mit einer festen Bestuhlung oder einem festen Sitzplan kann das Abstandsgebot durch einen freien Sitzplatz zwischen jedem belegten Sitzplatz innerhalb einer Reihe sowie vor und hinter jedem belegten Sitzplatz gewahrt werden
  • die Maskenpflicht mit der Maßgabe, dass eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2 oder eines vergleichbaren Standards zu tragen ist, Die Maskenpflicht entfällt am Platz
  • im Innenbereich die Pflicht zur Kontakterfassung

Bei diesen Veranstaltungen besteht auch im Innenbereich keine Testpflicht mehr.

Soweit die Inzidenz von 35 nicht überschritten wird, sind im Innenbereich mehr als 350 und im Außenbereich mehr als 500 Zuschauer oder Teilnehmer zulässig, soweit die Höchstzahl der Personen, die sich zeitgleich in der jeweiligen Einrichtung aufhalten, auf die Hälfte der sonst dort üblichen Besucherhöchstzahl beschränkt ist und eine maximale Zuschauer- oder Teilnehmerzahl von 5.000 gleichzeitig anwesender Personen nicht überschritten wird. In diesem Fall gelten folgende Regelungen:

  1. zur Zugangssteuerung eine Vorausbuchungspflicht
  2. das Abstandsgebot , in Einrichtungen mit einer festen Bestuhlung oder einem festen Sitzplan kann das Abstandsgebot durch einen freien Sitzplatz zwischen jedem belegten Sitzplatz innerhalb einer Reihe sowie vor und hinter jedem belegten Sitzplatz gewahrt werden
  3. die Maskenpflicht mit der Maßgabe, dass eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2 oder eines vergleichbaren Standards zu tragen ist. Die Maskenpflicht entfällt im Innenbereich, wenn Personen unter Wahrung des Abstandsgebotes einen Sitz- oder Stehplatz einnehmen, im Außenbereich in den Bereichen, in denen es nicht zu Ansammlungen von Personen kommt und sichergestellt ist, dass das Abstandsgebot eingehalten werden kann sowie wenn Personen unter Wahrung des Abstandsgebotes einen Sitz- oder Stehplatz einnehmen
  4. die Testpflicht nach im Innen- und Außenbereich

 

Der Vereinssport kann langsam wieder starten! Die Inzidenz-Zahlen sinken und mit der 24. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes ist für die Sportler*innen in Rheinhessen wieder mehr Sport möglich. Im Zuge der Lockerungen möchten wir euch mit diesem Hygiene-Erklärfilm einige Tipps rund um die Rückkehr zum Vereinssport geben. Vereine und Fachverbände können das Video gerne auch über ihre eigenen Kanäle veröffentlichen.



Erste Lockerungen – Sportvereine in Rheinhessen können wieder aktiv werden

Achten Sie auf die Inszidenzwerte Ihres Kreises und die damit verbundenen Regelungen!

Achtung: Aufgrund der steigenden Infektionszahlen kann der vierte Öffnungsschritt (ab 22. März) im Bereich Sport nicht erfolgen!

Es geht wieder los: Die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz liegt derzeit konstant unter 50. Die Politik nimmt das zum Anlass, die mit dem Sport ausgearbeiteten Lockerungsschritte zuzulassen, worüber sich insbesondere die Sportvereine in Rheinhessen freuen. Unter Einhaltung bestimmter Vorgaben darf unter freiem Himmel wieder in kleinen Gruppen – Erwachsene bis 10 Personen ohne, Kinder bis 14 Jahre mit Kontakt – trainiert werden.

Als Voraussetzung für solche Trainingseinheiten muss der Verein ein Hygienekonzept vorlegen und einen Hygienebeauftragten ernennen, der die Einhaltung dieses Konzepts überwacht. Darüber hinaus sollten sich Vereine mit ihren Kommunen besprechen, ob es eine Regelung für ihren Bereich gibt oder Ausführungsbestimmungen vorliegen. Neben der weiterhin erforderlichen Einhaltung der AHA-Regeln müssen auch Anwesenheitslisten für jede Zusammenkunft geführt werden. Der Sportbund Rheinhessen weist darauf hin, dass er speziell zu diesem Zweck den Vereinen die digitale Lösung „Inscribe“ zur Verfügung stellt. Alle Vereine in Rheinhessen können Inscribe kostenfrei nutzen und erhalten damit eine wesentliche Erleichterung bei der vorgeschriebenen Erfassung der Kontaktdaten und der Registrierung der Anwesenheit. Digitale Unterstützung durch den Sportbund erhalten die Vereine auch bei der Durchführung von virtuellen Zusammenkünften wie Mitgliederversammlungen oder Vorstandssitzungen. Hierzu steht ihnen die Online-Plattform „teambits“ zur Verfügung. Hier finden Sie nähere Informationen zu Inscribe und teambits.

Für Trainingseinheiten im Freien gilt derzeit die maximale Gruppengröße von zehn Personen plus einen Übungsleiter. In der Altersgruppe bis 14 Jahren darf die Gruppe 20 Kinder umfassen und es darf auch wettkampfähnliche Trainingsformen geben – mit Kontakt. Der Übungsleiter muss vor jedem Training eine Sicherheitsabfrage durchführen zwecks Ausschluss einer möglichen Infektion. Personen mit Symptomen einer Atemwegserkrankung sind von der Trainingseinheit auszuschließen. Zuschauer sind nur bei Minderjährigen zugelassen, wenn es sich um Verwandte ersten und zweiten Grades handelt. Das Betreten und Verlassen der Sportanlage hat zeitnah zur Trainingseinheit zu erfolgen und es muss dabei ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Gemeinschaftliche Zusammenkünfte vor oder nach dem Training sind zu unterlassen, Umkleide- und Duschbereiche bleiben geschlossen. Weiterhin ist darauf zu achten, dass Toiletten nur einzeln benutzt werden.

Sollte die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 50 steigen, dürfen nur noch Kinder bis 14 Jahren in Gruppen trainieren. Darüber hinaus ist dann nur noch Individualsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zugelassen. Umso mehr mahnt Thorsten Richter, die Vorgaben und Hygienekonzepte einzuhalten, damit die Lockerungen nicht bald wieder rückgängig gemacht werden müssen.

„Bleiben Sie bitte vorsichtig und beschränken sie die Kontakte trotz Lockerung auf ein Minimum. Wir alle freuen uns, dass wir wieder aktiv sein dürfen. Doch der Sport soll unserer Gesundheit nützen und sie nicht gefährden. warnt der Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen. „Wenn wir mithelfen, die Infektionszahlen weiter niedrig zu halten, kann vielleicht bald der nächste Öffnungsschritt erfolgen.“ Und davon würden dann auch die Sportvereine durch die mögliche Ausweitung ihres Angebots wieder profitieren.

 

3. Öffnungsschritt (ab 8. März)

7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen:

  • kontaktfreier Sport im Außenbereich (einzeln; kleine Gruppen bis max. 10 Personen und zusätzlich ein*e Trainer*in)

7-Tages-Inzidenz von zwischen 50 und 100 Neuinfektionen:

  • kontaktfreier Sport im Außenbereich (max. 5 Personen aus 2 Haushalten; Trainingsgruppen mit bis zu 20 Personen bis max. 14 Jahren und einem Trainer/ einer Trainerin)

Das normale Training und Wettkampfsport bleiben weiterhin bis zum 28. März 2021 untersagt.

Zuschauer*innen sind bisher nicht zugelassen, ausgenommen davon sind Verwandte ersten und zweiten Grades bei der sportlichen Betätigung Minderjähriger.

Weiter geschlossen bleiben Fitnessstudios, Schwimmbäder, Tanzschulen und Hallensport im Allgemeinen.

Im Außenbereich ermöglicht die neue Corona-Bekämpfungsverordnung kontaktfreies Training sowohl einzeln, als auch in kleinen Gruppen bis max. 10 Personen und zusätzlich ein*e Trainer*in.

Sport in Gruppen ist in Trainingsgruppen mit bis zu 20 Personen bis max. 14 Jahren und einem Trainer/ einer Trainerin erlaubt.

4. Öffnungsschritt (ab 22. März)

Achtung! Aufgrund der steigenden Infektionszahlen kann der vierte Öffnungsschritt im Bereich Sport nicht erfolgen! 


7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen:

  • kontaktfreier Sport im Innenbereich
  • Kontaktsport im Außenbereich

7-Tages-Inzidenz von zwischen 50 und 100 Neuinfektionen:

  • kontaktfreier Sport im Innenbereich (nur mit tagesaktuellen COVID-19-Schnell-/ Selbsttest erlaubt)
  • Kontaktsport im Außenbereich (nur mit tagesaktuellen COVID-19-Schnell-/ Selbsttest erlaubt)
5. Öffnungsschritt (frühestens ab 5. April)

7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen:

  • Kontaktsport im Innenbereich

7-Tages-Inzidenz von zwischen 50 und 100 Neuinfektionen:

  • kontaktfreier Sport im Innenbereich (ohne tagesaktuellen COVID-19-Schnell-/ Selbsttest erlaubt)
  • Kontaktsport im Außenbereich (ohne tagesaktuellen COVID-19-Schnell-/ Selbsttest erlaubt)

Steigt die 7-Tages-Inzidenz auf über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner treten für den Sport wieder die Beschränkungen von vor dem 7. März in Kraft.

Über weitere Öffnungsschritte beraten die Bundeskanzlerin und Regierungschefs und Regierungschefinnen am 22. März.

Die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung findet ihr hier.