SC Lerchenberg wird mit der Sepp-Herberger-Urkunde ausgezeichnet

Alljährlich werden die Sepp-Herberger-Urkunden für beeindruckendes ehrenamtliches Engagement an Akteure des organisierten Fußballs verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Aktivitäten aus dem Handicap-Fußball, der Resozialisierung von Strafgefangenen sowie in der Kooperation zwischen Schulen und Vereinen. Seit dem Jahr 2016 werden zudem auch Organisationen prämiert, die sich im Bereich „Fußball Digital“ engagieren und dabei neue Technologien und Möglichkeiten nutzen. In der Kategorie „Sozialwerk“ wird zusammen mit der Horst-Eckel-Stiftung der „Horst-Eckel-Preis“ verliehen, mit dem ein Engagement für in Not geratene Fußballerinnen und Fußballer geehrt wird.

Am 125. Geburtstag von Sepp Herberger durfte sich nun der SC Lerchenberg bei der Preisverleihung der Sepp Herberger-Awards freuen, denn er wurde mit dem Award in der Kaegorie „Schule und Verein“ ausgezeichnet. Der Verein setzt sich zusammen mit den Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen für ein großes Sportangebot für über 1.000 Kinder an über 20 Einrichtungen ein und arbeitet dabei stets mit Jugendhilfeorganisationen zusammen. Wir gratulieren dem SC Lerchenberg sehr herzlich zur Auszeichnung!

Bild: Carsten Kobow/DFB-Stiftung Sepp Herberger


Das Deutsche Sportabzeichen lebt und wird gefeiert

Corona lässt die Zahl der Verleihungen stark sinken – 25 Jubilare bei der Feierstunde des Sportbundes Rheinhessen in Hechtsheim 

Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes, die für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen wird. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination sind gefragt, und wer es bekommen möchte, der muss schon ein wenig dafür tun. Entweder man ist schon ein vielseitiger Sportler, der ordentlich im Saft steht oder man muss ordentlich trainieren, um die geforderten Leistungen erbringen zu können. Die einen schaffen es nie, andere ringen sich einmal im Leben dazu durch und manche legen die Prüfungen regelmäßig ab. Aber wer schafft es schon, in seinem Leben insgesamt 65 Mal das Deutschen Sportabzeichen zu erhalten? Dietrich Steinke vom DJK Ballspielclub Mainz hat diese erstaunliche Leistung erbracht. Seit Vollendung seines 18. Lebensjahres legte er jedes Jahr die Prüfungen zum Sportabzeichen ab. Völlig zu Recht sollte er dafür im Mittelpunkt der Sportabzeichen-Ehrung des Sportbundes Rheinhessen stehen. Doch wie viele andere Ehrengäste auch, musste er seine Teilnahme absagen. Nach der Pause im vergangenen Jahr, fand dieses Mal wenigstens wieder eine kleine Feierstunde statt, auch wenn sie mit den Auszeichnungen der Vergangenheit nicht zu vergleichen war. Damit passte sich die Feier in der altehrwürdigen Halle des TV Hechtsheim dem durch die Pandemie bedingten Rückgang der Sportabzeichen-Abnahmen in Rheinhessen an. Mit 2738 Verleihungen waren es 2020 nicht einmal halb so viel wie im Jahr zuvor. „Wir sind trotzdem stolz darauf, dass unter diesen Bedingungen so viele mitgemacht haben. Bleiben sie dem Sport treu, es lohnt sich“, bedankte sich SBR-Präsident Klaus Kuhn bei den anwesenden Jubilaren und Vertretern der erfolgreichen Schulen und Vereine. Unter den fleißigsten Sammlern des Sportabzeichens stach wie bereits erwähnt Dietrich Steinke mit 65 erfolgreichen Abnahmen heraus. Sein Vereinskamerad Alwis Weinand, Manfred Eichfelder und Hubert Listmann von der TG Worms sowie der als frisch gebackener Deutscher Meister seiner Altersklasse im Speerwerfen angereiste Helmut Hessert vom TuS Büdesheim folgten mit respektablem Abstand, dürfen aber nicht weniger stolz darauf sein, dass Sportabzeichen bereits 40 Mal erworben zu haben. Für 35 und 30 Erwerbungen wurden ebenfalls jeweils vier Sportler ausgezeichnet, weitere zwölf machten zum 25. Mal das Sportabzeichen.

Auch beim Schul- und Vereinswettbewerb fiel aufgrund der Pandemie die Beteiligung diesmal ein wenig dürftig aus, sodass in manchen Kategorien nicht einmal die ersten drei Plätze vergeben werden konnten. Dennoch bedankte sich SBR-Geschäftsführer Thorsten Richter, der gemeinsam mit dem für Breitensport zuständigen Vize-Präsidenten Till Pleuger durchs Programm führte, für den Einsatz der Übungsleiter und Lehrer, die ihre Schützlinge zum Sportabzeichen begleiteten. Bei den Vereinen lagen in ihrer Kategorie der DJK Ballspielclub Mainz (35 Abnahmen bei 76 Mitgliedern), der TuS Gau-Bischofsheim (42 Abnahmen bei 554 Mitgliedern), die SG Spiesheim (94 Abnahmen bei 659 Mitgliedern) und der TV Laubenheim (177 Abnahmen bei 2726 Mitgliedern) vorne. Im Schulwettbewerb gingen die ersten Preise an die Marc Chagall GS Mainz-Drais (52 Abnahmen bei 118 Schülern), die Grundschule Mainz-Laubenheim (114 Abnahmen bei 289 Schülern), die Grundschule Am Gleisberg Mainz (226 Abnahmen bei 449 Schülern), die Anne Frank Realschule plus Mainz (22 Abnahmen bei 703 Schülern) und die Nelly-Sachs-IGS Worms (204 Abnahmen bei 821 Schülern). Während Kuhn die Pokale, Ehrennadeln und Urkunden überreichte, sorgte der Nachwuchs des gastgebenden TV Hechtsheim für das Rahmenprogramm. Sportlich hochwertig wurde es dabei durch die international erfolgreiche Mannschaft der Rhythmischen Sportgymnastik. Die Schützlinge von Trainerin Natasha Booiman zeigten Akrobatik, Taktgefühl und begeisterten die Zuschauer mit ihren anmutigen Darbietungen. Für Schwung auf der Bühne sorgte zudem die Showtanzgruppe „Next Generation“.