Sterne des Sports – 3. Platz geht nach Mainz

Den 3. Platz gewinnt der Mainzer Schwimmverein 01 e.V. für sein außerordentliches gesellschaftliches Engagement zum Betrieb des Schwimmbades Mombach. Mit Karin Augustin, Präsidentin des LSB Rheinland-Pfalz, Dieter Krieger, LSB-Präsidiumsmitglied, und Thorsten Richter, Stellv. Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen, waren auch Vertreter der Dachverbände in Berlin bei der Preisverleihung dabei. Der allerherzlichste Glückwunsch kommt vom Sportbund Rheinhessen!

Der Mainzer Schwimmverein (MSV) ist in diesem Jahr einer der Hauptgewinner des „Großen Stern des Sports“ in Gold. Torsten Traxel, Vorsitzender des MSV wurde bundesweit von den Volksbanken Raiffeisenbanken für das Projekt, ein öffentliches Schwimmbad zu betreiben, mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Armin Bork, Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms, über dessen Bank das Projekt eingereicht wurde, nahm den Preis mit entgegen. Bundespräsident Joachim Gauck, DOSB-Präsident Alfons Hörmann und der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, übergaben am 23. Januar in Berlin die Auszeichnung.

Den Kopf immer über Wasser halten – das ist der Leitspruch des Mainzer Schwimmvereins 1901 (MSV). Im Jahr 2005 stand das öffentliche Schwimmbad in Mainz-Mombach aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Stadt vor dem Aus. Doch für den Verein war Aufgeben keine Option. Er rettete das öffentliche Frei- und Hallenbad in Mainz. Seit zehn Jahren wird das Schwimmbad nun professionell und wirtschaftlich mehr als erfolgreich vom Verein betrieben. Mit dem MSV selbst, vielen anderen Vereinen, dem Schwimm- und Schulsport sowie der Bevölkerung kommt das Schwimmbad auf über 350.000 Einzelbesucher pro Jahr. Heute ist das Frei- und Hallenbad ein kinder- und familienfreundlicher Treffpunkt mit rund 50 Angestellten. Der Erfolg bewirkt hohe Besucherzahlen: Die Schwimm- und Sportkurse, die hier angeboten werden, erfreuen sich größter Beliebtheit. Alle Angebote gibt es zu familienfreundlichen Preisen.

Der erste Platz ging an die niedersächsische Eintracht Hildesheim von 1861. Mit ihrer „Eintracht bewegt: Zukunfts-Kompass Sportverein und Ganztagsschule“, bleiben rund 1.300 Kinder in Ganztagsschulen in Bewegung. Platz zwei erreichte die integrative Tauchgruppe „Wasserflöhe“ des Vereins Sport und Gesundheit Darmstadt 1949. Hier lernen geistig behinderte Menschen das Tauchen.

Bundespräsident Joachim Gauck, Schirmherr der „Sterne des Sports“, zeigte sich sehr angetan von dem Engagement der Sportvereine und hob ihr Wirken für das Gemeinwesen hervor: „Die vielen tausend Ehrenamtlichen und die Sportvereine sind eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Ihr unermüdlicher Einsatz kann nicht hoch genug gewürdigt werden.“

Preisverleihung „Sterne des Sports” in Gold 2016, DZ BANK, 23.01.2017 – v.l.n.r.Alfons Hörmann (Präsident Deutscher Olympischer Sportbund), Armin Bork (Volksbank Alzey-Worms eG), Joachim Gauck (Bundespräsident), Torsten Traxel (Mainzer Schwimmverein 1901 e.V.), Daniela Schadt (Lebensgefährtin von Joachim Gauck), Uwe Fröhlich (Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

DOSB-Präsident Alfons Hörmann sprach dem MSV ausdrückliches Lob aus. “In einer Zeit, in der rund 50 Prozent der Viertklässler an unseren Schulen nicht richtig schwimmen können und immer mehr öffentliche Bäder schließen müssen, kann man Ihre Initiative nicht hoch genug loben.“

Auch BVR-Präsident Uwe Fröhlich dankte für das Engagement der Vereine: „Jedes Jahr zeigen die ‚Sterne des Sports‘ erneut eindrucksvoll auf, wie sich die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland im Sportverein ehrenamtlich engagieren. Es ist uns als regional verankerte Genossenschaftsbanken besonders wichtig, diese herausragenden Initiativen zu fördern, damit sie ihre Ideen auch in Zukunft verwirklichen können.“

Die Auszeichnung „Sterne des Sports“ steht für die große Vielfalt des Sports und die Bereitschaft der Vereine, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sie wird seit 2004 von den Volks- und Raiffeisenbanken in Zusammenarbeit mit dem DOSB vergeben. Im Bundesfinale werden 16 Sportvereine aus allen Bundesländern für ihr gesellschaftliches Engagement geehrt, die sich zuvor als jeweilige Landessieger für das Finale qualifiziert haben.

Preisverleihung „Sterne des Sports” in Gold 2016, DZ BANK, 23.01.2017 – 3.v.l.: Alfons Hörmann (Präsident Deutscher Olympischer Sportbund), mitte: Torsten Traxel (Mainzer Schwimmverein 1901 e.V.), 3.v.r.: Joachim Gauck (Bundespräsident), rechts: Armin Bork (Volksbank Alzey-Worms eG)

Im Rahmen der Preisverleihung lobte Vorstandssprecher Armin Bork den vielfältigen und starken sozialen Einsatz der Vereine, im Speziellen die Initiative des MSV: „Als regional verankerte Bank freuen wir uns, diese Form des bürgerschaftlichen Engagements mit den „Sternen des Sports“ in Mainz und Rheinhessen bis in die Vorderpfalz zu unterstützen. Über den dritten Platz des Mainzer Schwimmvereins freuen wir uns sehr.“

Auch Vorstandsmitglied Tobias Schmitz ist begeistert: „Die nun endlich mit einem Stern in Gold ausgezeichnete Initiative des Mainzer Schwimmvereins mit dem klingenden Namen “Ein Schwimmbad für alle“ bewahrt das Bad dauerhaft für Schulen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen. Einst belächelt für ihre Idee, heute ausgezeichnet: Das ist die große Bühne für gelungenes Engagement.“

Dass die „Sterne des Sports“ mehr als nur ein Geldpreis sind, sondern vor allem ein Zeichen der öffentlichen Anerkennung und ein Dankeschön aussprechen an all diejenigen, die sich für die Belange ihrer Mitmenschen einsetzen, wurde bei der Preisverleihung in den Räumen der DZ BANK am Brandenburger Tor deutlich. Gemeinsam mit bundesweit rund 150 anderen Volks- und Raiffeisenbanken hat die Volksbank Alzey-Worms den Wettbewerb ausgeschrieben. Über die große Resonanz freut man sich nicht nur bei der Bank, sondern auch bei den mitgereisten Vereinsvertretern aus Mombach. Torsten Traxel sprach von einem hervorragenden Erfolg: „Angesichts der vielen großartigen Projekte, die hier in Berlin vorgestellt wurden, ist das für uns ein ganz starkes Ergebnis. Wir haben uns gefreut, im Bundesfinale dabei zu sein und freuen uns, so weit nach vorne gekommen zu sein. Für uns ist diese Preisverleihung eine tolle Würdigung unserer Arbeit und Leistungen.“

Der erste Platz der großen „Sterne des Sports“ in Gold ist mit 10.000 Euro dotiert, der zweite Platz mit 7.500 Euro. Für den dritten Platz erhielt der MSV 5.000 Euro. Über die Verwendung werde der Vorstand, so Traxel im Pressegespräch, in den nächsten Tagen entscheiden.

Der Wettbewerb umfasst zehn Kategorien des Engagements: von Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen über Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis zur Förderung der Leistungsmotivation.

Schon im kommenden April startet die Online-Ausschreibung für die „Sterne des Sports“ 2017 bei der Volksbank Alzey-Worms. Bewerbungen der Sportvereine sind herzlich willkommen und können über www.vb-alzey-worms.de/sterne-des-sports hochgeladen werden.

Einen Bericht des ZDF über das Schwimmbad Mombach finden Sie hier…