Sportjugend RLP unterstützt Positionspapier der Deutschen Sportjugend – Forderung nach Ausbau der Freiwilligendienste FSJ und BFD Druckversion

Die Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (SJ RLP) unterstützt die Forderungen des Positionspapiers der Deutschen Sportjugend (dsj) „Nachhaltige Sport- und Persönlichkeitsentwicklung! Stärkung der Freiwilligendienste“. Dabei schließt sie sich insbesondere der Forderung nach einem Ausbau der Freiwilligendienste (FSJ und BFD) an und spricht sich gegen eine allgemeine Dienstpflicht aus.

 

„In Rheinland-Pfalz, mit seiner ländlich geprägten Struktur, gibt es viele kleine Vereine, die es sich schlicht nicht leisten können, einem jungen sportbegeisterten Menschen einen Freiwilligendienst im Sport zu ermöglichen“, sagt Setna C. Barclay vom Vorstand der SJ RLP. „Um die monatlichen Kosten für Vereine zu reduzieren und die pädagogische Betreuung auszuweiten, brauchen wir eine bessere finanzielle Ausstattung der Freiwilligendienste.“ Dienstformen müssten außerdem flexibler gestaltbar sein, sodass sich etwa Vereine zusammenschließen können, um gemeinsam eine Stelle im FSJ oder BFD zu schaffen, so Barclay. Eine allgemeine Dienstpflicht sei aus Sicht der SJ RLP nicht zielführend, um den Sport qualitativ zu stärken.

Das Positionspapier der dsj wurde am 28. Oktober einstimmig auf der Vollversammlung der Deutschen Sportjugend beschlossen. Insgesamt absolvieren in Rheinland-Pfalz mehr als 6.700 junge Menschen einen Freiwilligendienst. 2018 leisten erstmals über 250 junge Menschen ihren Dienst im Sport. Dies entspricht 3,5 Prozent der Stellen im Land. Aktuell sind 150 junge Menschen in Trägerschaft der Sportjugend des Landessportbundes und mit Förderung des Ministeriums für Bildung an Ganztagsschulen eingesetzt. In Sportvereinen und Sportverbänden engagieren sich derzeit 100 Freiwillige im FSJ oder BFD.

Gemeinsam mit den regionalen Sportjugenden werden die Freiwilligen durch die LSB-Sportjugend in einem ganzheitlichen Bildungskonzept zu Übungsleitern ausgebildet. Jährlich absolvieren rund 200 junge Menschen in den 25 vorgeschriebenen Bildungstagen die Ausbildung zum DOSB-Übungsleiter C, die restlichen 50 erwerben eine Lizenz bei einem Fachverband.

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