Sportbund Rheinhessen erhöht Zuschüsse für 2019 – Mehr Geld für Übungsleiter und kleine Baumaßnahmen Druckversion

Gute Nachrichten für Sportvereine und Fachverbände: In seiner Hauptausschusssitzung teilte der Sportbund Rheinhessen mit, dass die Zuschüsse für Übungsleiter und kleine Baumaßnahmen zum Jahresende einen Zuschlag erfahren. Darüber hinaus wurde ein neues Landesprogramm rege diskutiert und erstmals das Gütesiegel „Kinder- und jugendfreundlicher Sportverein“ verliehen.

Sportbund-Geschäftsführer Joachim Friedsam hatte die ehrenvolle und angenehme Aufgabe, die Haushaltslage zu berichten. „Für jeden Übungsleiter bekommt ein Verein 15 Euro zusätzlich, der Zuschuss für kleine Baumaßnahmen steigt von 20 auf 30 Prozent für alle, die in diesem Jahr gefördert wurden“, erklärte Friedsam. „Wir haben gut und sehr solide gewirtschaftet. Darüber hinaus freuen wir uns über eine Sonderausschüttung von Lotto, die wir komplett an unsere Vereine und Verbände durchreichen.“ Auch die Fachverbände profitieren von den zusätzlichen Lotto-Mitteln durch eine Sonderzuweisung des Sportbundes.

Mit schönen Nachrichten ging es weiter. Erst freuten sich mit Nicole Muth (Ehrennadel des Sportbundes Rheinessen in Gold), Thomas Biewald (Ehrennadel des Sportbundes Rheinessen in Silber), Anselm Oehlschlägel (Ehrennadel des Sportbundes Rheinessen in Gold) sowie Dr. Udo Rauch (Ehrenplakette des LSB in Bronze) und Rudolf Flörks (Ehrenplakette des LSB in Silber) verdiente Funktionären über eine ebenso verdiente Ehrung, ehe es zu einer Premiere kam. Der TV 1863 Leiselheim ist der erste Verein, der das neue Gütesiegel der Sportjugend Rheinhessen an sein Vereinsheim hängen darf und ab sofort als „kinder- und jugendfreundlicher Sportverein“ auf sich aufmerksam machen kann. „Der TVL hat alle Kriterien, wie zum Beispiel eine Jugendordnung, eine Jugendvertretung, ein Kinderschutzprogramm oder entsprechende Angebote für die Zielgruppe bestens erfüllt“, begründete Nadine Nagel, die stellvertretend für den Sportjugend-Vorstand die Ehrung an TVL-Vizepräsident Peter Rickes überreichte.

Kritische Töne gab es in der Sitzung an einer Stelle. Sportbund-Präsident Klaus Kuhn berichtete von einer Initiative „Land in Bewegung“, mit dem die Landesregierung in den kommenden zwei Jahren Menschen zur Bewegung bringen möchte. Dafür sollen „Bewegungsmanager*innen eingestellt werden, die in öffentlichen Räumen kostenfreie Sport- und Bewegungsangebote anbieten sollen. Flächendeckend in ganz Rheinland-Pfalz. Hier gab es Befürchtungen, die diese Idee als Konkurrenzprodukt für die Vereine sehen und das dafür veranschlagte Geld besser direkt im Sportsystem sehen möchten. Unisono wurde kritisiert, dass solche Programme nicht im Vorfeld mit den verantwortlichen Experten im Sport abgestimmt werden und man erst informiert werde, wenn es bereits entschieden sei. Kuhn zeigte Verständnis für die Argumente, sagte aber auch, dass „sich das LSB-Präsidium eingehend damit beschäftigt und nach intensiver Diskussion für eine Unterstützung entschieden hat“. Der Sport wollte, trotz einiger Bedenken, „dem Land gegenüber zeigen, dass wir ein verlässlicher Partner sind“.

Bevor die Fachverbandsfunktionäre sich wieder auf die Heimreise machten, wählten sie noch einen neuen Rechtsausschuss. Paul Blaschke (Vertreter der Fachverbände), Ulrike Cohnen (Vertreterin des Präsidiums), Präsident Klaus Kuhn und Manfred Pfeifer (Vertreter der Sportkreisvorsitzenden) erhielten jeweils ein einstimmiges Votum.