Shuttle-Lauf und gute Schuhe Druckversion

Moderne Methoden und hochkarätige Referenten für Theorie und Praxis beim 14. Mainzer- Lauf-Kongress. Das Sportzentrum in Laubenheim geriet einen Vormittag lang zur Mainzer Hochburg für Ausdauer- und Marathonläufer. Die rund 80 Teilnehmer, mehr war aufgrund der intensiven Praxiskurse mit verschiedenen Testverfahren nicht möglich, konnten sich über ein vielfältiges Programm freuen. Eingeladen hatten – bereits zum 14. Mal als Vorbereitung auf den Mainzer Marathon – der Sportbund Rheinhessen mit seinen Partnern Stadt Mainz, der Sportmedizin der Johannes Gutenberg-Universität, dem Leichtathletikverband Rheinhessen, Source-Gesundheitsberatung und LEX Laufexperten Mainz sowie den Förderern Lotto Rheinland-Pfalz, EWR und Fortuna Sportgeräte.

Ein ganz besonders hochkarätiger Experte wurde kurz vor Toresschluss noch verpflichtet. Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann, langjähriger Leiter des Instituts für Biomechanik und Orthopädie an der Kölner Sporthochschule, referierte über „Alte und neue Paradigmen zu Läufer und Laufschuh – Mythen, Wahrheiten und Evidenzen“. Er ist allgemein als der „Laufschuhpapst“ bekannt, der mittlerweile seine eigenen Schuhe auf den Markt bringt. Er zeigte deutlich Vor- aber auch Nachteile von Schuhen auf. Themen der weiteren theoretischen Vorträge waren „Steuerung des Ausdauertrainings über Intensität und Dauer“ (Björn Sterzing/Abteilung Sportmedizin Uni Mainz) und „Neues Intervallkonzept im Ausdauertraining“ (Dr. Ronald Burger/Source-Gesundheitsberatung). All das bereitete auf den sich anschließenden Praxisteil vor.

Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann, langjähriger Leiter des Instituts für Biomechanik und Orthopädie an der Kölner Sporthochschule, referierte über „Alte und neue Paradigmen zu Läufer und Laufschuh - Mythen, Wahrheiten und Evidenzen“.

Eine umfangreiche „Schuhmesse“ gab Möglichkeit, für sich den passenden Laufschuh zu finden. „Die Läufer konnten die Testexemplare intensiv testen“, bestätigte Heike Franke, Referentin für Breiten- und Freizeitsport beim Sportbund. Sie hatte mit ihrem Team die (reibungslose) Organisation in den Händen. Seitens des Präsidiums freute sich Till Pleuger, als zuständiger Vizepräsident, über den hohen Zuspruch: „Wir hätten noch deutlich mehr Plätze vergeben können“, erläuterte er. „Aber wir wollen den Läufern die Chance geben, dass die Referenten intensiv auf sie in der Praxis eingehen.“ Deshalb sei die Deckelung der Teilnehmerzahl notwendig gewesen. Die Läufer wiederum nahmen das gerne an und gingen ebenso gerne an ihre Leistungsgrenze: Shuttle Run Beep, bei dem auf einen Piepton maximale Geschwindigkeit gelaufen werden muss, oder ein Sprint-Testverfahren lockten etliche Schweißperlen auf so manche Stirn. Neben Dr. Burger und Sterzing brachten Barlo Hillen (Doktorand Abteilung Sportmedizin Uni Mainz) sowie Stephan Schweiger (Leiter Lex Laufexperten) den Läufern die Übungen näher. Am Ende eines langen, abwechslungsreichen Tages stand letztlich ein äußerst positives Fazit, wie Pleuger bestätigte: „Theorie und Praxis im Wechsel hat sich bewährt, die Läufer haben sehr gute Rückmeldungen auch zu den einzelnen Themen gegeben.“ Einer erneuten Auflage in 2020 steht damit nichts mehr im Weg.

Eine umfangreiche „Schuhmesse“ gab Möglichkeit, für sich den passenden Laufschuh zu finden.