Rauchende Köpfe, dampfende Körper Druckversion

Erst rauchte der Kopf, dann wurde der Körper zum Dampfen gebracht. Diese Kombination sorgte – einmal mehr – für begeisterte Sportler beim Lauf-Kongress des Sportbundes Rheinhessen. In der elften Auflage des Kongresses hörten rund 70 Teilnehmer neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und durften im Anschluss an den etwa dreistündigen Theorieblock viele praktische Übungen in den eigenen Laufschuhen ausprobieren. Eindrucksvoll schilderte darüber hinaus Läuferin Laura Chacon Biebach, wie und warum sie zur Profiläuferin wurde.

„Dieser Kongress ist eine feste Konstante im Jahreskalender von Laufsportbegeisterten“, freut sich Magnus Schneider, Präsident des Sportbundes Rheinhessen. „Die Sportler haben hier Gewissheit, an einem Tag kompakt mit neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen gefüttert zu werden.“

Ursprünglich als „Marathon-Kongress“ in einer Boomzeit des Laufens gestartet, erweist sich der heutige Lauf-Kongress als ein Eckpfeiler für interessierte Läufer. Den Auftakt der Veranstaltung machten drei theoretische Vorträge. Matthias Dreher beantwortete in seinem Vortrag Fragen, die viele Sportler vor dem Wettkampf immer wieder stellen. Bringt die Pasta-Party vorher etwas oder funktioniert Laufen nur mit Trinkgürtel effektiv. Dr. Ronald Burger erläuterte im Anschluss die Vorbedingungen für ein optimiertes Ausdauertraining. Das Zusammenspiel von Kraft, Ausdauer und Technik nahm er unter die Lupe. Nachmittags durften die Teilnehmer dann das theoretisch Gelernte direkt in der Praxis ausprobieren. Christian Hochgürtel und Patrick Schneider gaben den Läufern die Möglichkeit, an ihrer Technik zu feilen.

Laura Chacon Biebach

Im Fokus standen bei ihnen Schnelligkeit sowie Faszien und Muskulatur. Wie wichtig Technik ist, betonte auch Laura Chacon Biebach, die als Profiläuferin unterwegs ist. Am aller wichtigsten sei jedoch die Leidenschaft fürs Laufen zu haben und sich zu bewahren. Dass dies grundlegende Faktoren für eine erfolgreiche Ausübung sind, bestätigte sich in der anschließenden Praxis. Daniel Pfirrmann und Björn Sterzing gaben den Teilnehmern Übungen zu den Themen Laufparcours und Jump and Run, also Sprungformen als Trainingsvarianten vor. Dem Trainingseffekt gehen dabei Einstellung und Wille voraus.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Stadt Mainz, der Sportmedizin der Johannes Gutenberg-Universität, dem Leichtathletikverband Rheinhessen sowie Lotto Rheinland-Pfalz, SOURCE-Gesundheitsberatung und dem Turnverein Mainz-Laubenheim organisiert.