Lotto Rheinland-Pfalz meldet besten Umsatz seit acht Jahren Druckversion

Es war das beste Umsatzjahr seit 2008: Mit rund 395 Millionen Euro Gesamtumsatz und einem Überschuss von rund 720.000 Euro hat Lotto Rheinland-Pfalz das Jahr 2016 abgeschlossen.

„2016 war für unser Unternehmen ein sehr gutes Jahr“, fasste Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner auf der Bilanz-Pressekonferenz in der Koblenzer Lotto-Zentrale zusammen: „Das Umsatzplus in Höhe von fünf Prozent fiel höher aus als in den vergangenen Jahren.“ Das Glücksspielunternehmen hat 2016 durch sparsames und umsichtiges Wirtschaften sowie motivierte Mitarbeiter und starke Produkte ein mehr als solides Jahr absolviert. Das bestätigte auch der Aufsichtsratsvorsitzende, Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg: „In einem anspruchsvollen Marktumfeld konnte das Unternehmen Lotto Rheinland-Pfalz einerseits 189 Millionen Euro an glückliche Gewinner ausschütten und andererseits dem Land Rheinland-Pfalz über 131 Millionen Euro an Steuern und Abgaben zur Verfügung stellen.“

Um es greifbarer zu machen, machte Geschäftsführer Häfner eine kleine Rechnung auf: „Die beachtliche Summe von 131 Millionen Euro bedeuten wöchentlich über 2,5 Millionen Euro und jeden Tag rund 360.000 Euro, die Lotto Rheinland-Pfalz für das Land und das Gemeinwohl einspielt.“ Staatssekretär Dr. Weinberg ergänzte: „Das Finanzministerium ist dankbar für den Beitrag des mehrheitlich vom Land getragenen Unternehmens zum Landeshaushalt.“

Auch für die Spielteilnehmer war das vergangene Jahr erfolgreich. Insgesamt sieben Tipper wurden zu Millionären. Den größten Geldbetrag mit über 4,5 Millionen Euro sicherte sich ein Lottospieler aus dem Raum Koblenz. Weitere Millionengewinne gingen gleich dreimal in die Pfalz sowie je einmal in den Westerwald, in den Raum Bad Kreuznach und nach Rheinhessen.

„Wir freuen uns, dass wir im vergangenen Jahr insgesamt 46 Spielteilnehmern gratulieren durften, die mehr als 100.000 Euro gewonnen haben“, berichtet der Geschäftsführer.

Aber auch viele kleine Gewinne konnte Lotto Rheinland-Pfalz an die Spieler bringen. Schließlich werden rund 50 Prozent der Spieleinsätze wieder an die Gewinner ausgeschüttet. Gewinner waren aber nicht nur die Spielteilnehmer und das Land, sondern auch viele Organisationen des Gemeinwohls in Rheinland-Pfalz. Aus den Erträgen der Lotterien GlücksSpirale, Sieger-Chance und BINGO! flossen insgesamt rund 4,8 Millionen Euro direkt an zahlreiche Nutznießer. Dies sind bei der GlücksSpirale neben den Vertretern aus dem Sport (Deutscher Olympischer Sportbund, Stiftung Deutsche Sporthilfe, Landessportbund Rhein-land-Pfalz und Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz) die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz. Bei BINGO neben der Stiftung Natur und Umwelt noch das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk ELAN. „Dieses soziale Engagement ist es, das Lotto Rheinland-Pfalz von den privaten Mitbewerbern klar abgrenzt“, unterstrich Dr. Weinberg den Vierklang des Unternehmens als Partner des Sports, Förderer der Kultur sowie Unterstüt-zer von sozialen Initiativen und von Umweltprojekten.

Das größte Interesse übte auch im vergangenen Jahr das Hauptprodukt Lotto 6aus49 aus. Rund die Hälfte aller Spieleinsätze (191 Millionen Euro) wurde für den Klassiker ausgegeben. Eine mehr als erfreuliche Entwicklung nahm aber auch die noch junge Lotterie Eurojackpot, die in 17 europäischen Ländern angeboten wird, mit einer Einsatzsteigerung von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 55 Millionen Euro.

Der terrestrische Vertrieb über die rund 950 Lotto-Annahmestellen war auch im vergangenen Jahr das Herzstück des Unternehmens. Über 90 Prozent der Spieleinsätze wurden dort erzielt. „Wir sind der größte Filialist in Rheinland-Pfalz und in jeder vierten Ortsgemeinde vertreten“, sagte Geschäftsführer Jürgen Häfner: „Damit erfüllt unser Unternehmen auch einen enorm wichtigen strukturpolitischen Auftrag.“

Um auf dem stetig wachsenden elektronischen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, war Lotto Rheinland-Pfalz aber auch im Internet nicht untätig: So lag der Spieleinsatz in diesem Bereich im vergangenen Jahr bei knapp 19 Millionen Euro und erreichte damit den höchsten Wert, seitdem das Unternehmen seine Spielangebote auch online anbietet.

„Lotto Rheinland-Pfalz ist der Tradition verpflichtet, richtet aber gleichzeitig den Blick in die Zukunft“, erklärte Dr. Weinberg das Engagement des Unternehmens auch im Online-Bereich. Eine besondere und wachsende Bedeutung wird immer mehr die Spielteilnahme über das Smartphone einnehmen. Knapp die Hälfte des elektronischen Umsatzes wird mittlerweile über mobile Endgeräte generiert, Tendenz weiter steigend.

Zum Ende des Jahres 2017 wird es bei Lotto Rheinland-Pfalz eine neue Lotterie geben. Bei der „Neujahrsmillion“ wird als Hauptpreis 1 Million Euro zu gewinnen sein. Weitere Geldpreise (unter anderem 2 x 100.000 Euro) runden die Jahresend-Lotterie ab, deren Gewinner am Neujahrstag veröffentlicht werden. Mit einer Gewinnchance von 1:250.000 für den Hauptpreis hofft das Unternehmen auch hier auf einen wirtschaftlichen Erfolg.

Die Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, hat im Jahr 2016 ebenfalls eine sehr positive Bilanz vorzuweisen: Sie konnte erneut über 1.000 gemeinnützige Projekte mit insgesamt rund 1,2 Millionen Euro fördern.

Auch auf andere Weise wird Lotto Rheinland-Pfalz seiner sozialen Verantwortung gerecht: Die jährliche Spendenaktion der Lotto-Initiative „Kinderglück“ unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer bringt Jahr für Jahr viel Geld für benachteiligte Kinder ein. In den Jahren 2015 und 2016 wurden über 374.000 Euro für Flüchtlingskinder in Rheinland-Pfalz gesammelt.

Seit 2007 wurden mit „Kinderglück“ knapp 1,6 Millionen Euro an Spenden für hilfsbedürftige Kinder generiert.
„Wir können mit der Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr sehr zufrieden sein“, resümierte der Lotto-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Stephan Weinberg. Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner richtete den Blick nach vorne: „Auch im Jahr 2017 werden wir den staatlichen Kanalisierungsauftrag für ein geordnetes Glücksspiel erfüllen. Für diese gesellschaftspolitisch wichtige Aufgabe werden wir mit unseren rund 185 Mitarbeitern in der Koblenzer Zentrale und den acht Bezirksdirektionen sowie den rund 5.200 Beschäftigten in den Annahmestellen überall im Land mit großem Engagement arbeiten.“