Impf-Appell des rheinland-pfälzischen Sports Druckversion

Die bundesweit stark steigenden Infektionszahlen und das neue Infektionsschutzgesetz werfen zum Jahresende erneut gesellschaftliche Diskussionen um einheitliche Schutzvorkehrungen, „G“-Regelungen und weitere Maßnahmen der Pandemiebekämpfung auf. Mit seinen knapp 6.000 Sportvereinen und 1.4 Millionen Vereinsmitgliedschaften verpflichtet sich der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz als größte Bürgerbewegung des Landes, seiner Verantwortung in dieser Debatte nachzukommen.

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz und die Sportbünde Rheinhessen, Rheinland und Pfalz haben stets betont, dass der Sport zur Lösung der Pandemie beitragen will. Klar ist jedoch, dass der größte Beitrag zur Pandemiebekämpfung durch die Schutzimpfung erfolgt. Unter dem Motto „Impfen ist die beste Verteidigung“ hat der organisierte Sport in RLP früh zur Impfung aufgerufen, angesichts der späten Impf-Empfehlung für Kinder und Jugendliche gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit (MWG) eine Impfkampagne gestartet und mit mehreren Impfstationen und dem Impfbus des Landes auf rheinland-pfälzischen Sportplätzen den jungen Sportler*innen, Mitgliedern und anderen Interessierten ein sehr einfaches und unbürokratisches Impfangebot gemacht. Stets begleitet mit einem ausdrücklichen Appell an alle Sportfreund*innen im Land, die Impfung wahrzunehmen.

Diesen Appell möchten wir nun nochmals erneuern und betonen, egal ob Erst-, Zweit- oder Drittimpfung, jede Spritze trägt dazu bei, dass unsere Gesellschaft die Pandemie hinter sich lässt. Eine hohe Impfquote ist die Voraussetzung, um den geregelten Freizeit- und Amateursportbetrieb, insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen, zu sichern. Wer sich jetzt nicht impfen lässt, schadet nicht nur seiner eigenen Gesundheit, sondern der gesamten Sportfamilie. Die nun mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz erlassenen Regelungen und Vorkehrungen sind richtig und werden vom organisierten Sport ausdrücklich begrüßt, dennoch sehnen wir uns alle nach einem Stück mehr Normalität im Vereinsleben. Dazu zählt nicht nur das gemeinsame Sporttreiben, sondern auch den Sportverein als sozialen Ort der Gemeinschaft zu sichern. Eine erneute Einstellung des Sportbetriebes und die Schließung der Sportstätten käme einer Schwächung der wichtigen bewegungsfördernden und gemeinschaftsstiftenden Funktionen des Sports gleich, die wir mit unserem „COMEBACK der Gemeinschaft“ in diesem Sommer wieder aufleben lassen konnten.

Wir sind uns sicher, dass wir in der Lage sind, den Sportbetrieb am Laufen halten zu können und gleichzeitig die Pandemie in den Griff zu bekommen. Doch das funktioniert nur gemeinsam – Impfen ist Mannschaftssport für die gesamte Gesellschaft.

Lassen Sie sich impfen!

Wolfgang Bärnwick, Präsident Landessportbund Rheinland-Pfalz e.V.

Klaus Kuhn, Präsident Sportbund Rheinhessen e.V.

Monika Sauer, Präsidentin Sportbund Rheinland e.V.

Elke Rottmüller, Präsidentin Sportbund Pfalz e.V.