Erfolgreiche Sportabzeichensportler geehrt

In einer Feierstunde war es nun soweit: Der Sportbund Rheinhessen ehrte die erfolgreichsten Sportabzeichen-Erwerber des Jahres 2017. Im gebührenden Ambiente, in der Lotto-Loge in der OPEL ARENA von Mainz 05, freute sich Präsident Magnus Schneider, viele aktive Sportler wiederzusehen, aber auch etliche „Newcomer“ für ihre erfolgreiche Teilnahme auszuzeichnen. Leider blieb es ihm nicht erspart, erstmals seit drei Jahren auf sinkende Zahlen beim Sportabzeichen hinzuweisen.„Zwei Jahre haben wir gegen den Trend in Deutschland mehr Abzeichenerwerber gehabt, nun hat uns dieser Abwärtstrend auch ergriffen“, sagte Schneider. Damit sank die Anzahl der Absolventen nach zwei steigenden Jahren mit 6695 (2015) und 7267 (2016) in 2017 auf 5915.

Während die Zahl Erwachsener relativ konstant geblieben ist, sind es vor allem die Schulen, die einen Rückgang zu verzeichnen haben. Fast 1300 Schüler weniger als im Vorjahr legten die – machbare – Leistungen ab. „Das ist schade“, so Schneider. „Hier wollen wir die Schulen wieder mehr motivieren, den Sportorden fest in ihr Sportprogramm einzubauen.“ Eine sinnvolle Ergänzung ist das Sportabzeichen für den Unterricht auf jeden Fall, werden doch grundlegende Fähigkeiten wie Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer sowie Koordination abgefragt. Darüber hinaus ist es auch ein guter Anreiz, schwimmen wieder mehr in den Fokus zu rücken.

Foto: Peter Seydel – Dirk Martin und Klaus Weigand

Schneider freute sich nach diesem kleinen Blick auf die Statistik besonders, neben vielen Schulen und Vereinen auch jene Absolventen zu ehren, die teilweise zum 55. Mal das Abzeichen in Empfang nahmen. 38 (!) Sportler waren geladen, um ihr Abzeichen mit der Zahl 25, 30 oder mehr in Empfang zu nehmen. An der Spitze der „runden“ oder „halbrunden“ Erwerber stand ein Pfeddersheimer. Klaus Weigand von der dortigen TSG glänzte mit seinem 55 Sportorden, den er feierlich von Präsident Schneider überreicht bekam. Ernst Becker (TGS Gonsenheim), Horst-Jürgen Becker (TG Worms) und Klaus Kasten (TSV Büdesheim) wurden für ihr 45. Abzeichen geehrt. „Menschen wie sie sind die besten Vorbilder, die sich das Deutsche Sportabzeichen wünschen kann“, hob Schneider hervor. Solche Vorbilder brauche es, denn: „Wir wollen das Deutsche Sportabzeichen als anerkanntes Breitensportabzeichen wieder mehr in den Fokus rücken und Menschen aller Altersgruppen dafür begeistern.“

Bild: Seydel - Sportabzeichen 2018

Bild: Peter Seydel – Engagierte Sportler wurden mit dem Sportabzeichen ausgezeichnet

Hier befinde sich der Sport in Rheinhessen auf einem guten Weg, so Schneider mit Verweis auf den Sportabzeichen-Wettbewerb für Unternehmen, der auch 2018 angeboten wird.
Verteilt wurde der Sportorden diesmal aber auch wieder an Schulen und Vereine. Die jeweils drei besten Schulen und Vereine – gestaffelt nach Größe – waren zur Feierstunde eingeladen.
Die DJK Ballspielclub Mainz holte sich den ersten Rang der Vereine bis 400 Mitglieder. 72 Prozent der Mitglieder legten den Sportorden ab. Dahinter folgten die LAV Gau-Algesheim und der Binger Tauchsportclub. Der TV Monsheim als Erster, der HSV Alzey als Zweiter und der TuS Gensingen als Dritter folgten bei den Clubs von 401 bis 600 Mitgliedern. Die nächste Kategorie bis 900 Mitglieder schnappte sich wie in den Vorjahren die SG Spiesheim, vor dem TV Udenheim und dem TV Gundersheim. Bei den Großvereinen mit 901 und mehr Mitgliedern behauptete der TV Nieder-Olm den Spitzenplatz vor der TSG Heidesheim und dem TV Laubenheim.

Im Vergleich der Schulen bis 150 Schüler setzten sich zwei Schulen aus Alzey-Worms durch. Die Grundschule Gundersheim verwies Vorjahressieger Grundschule Mauchenheim auf den zweiten Platz. Sensationelle 84,38 Prozent der Schüler erhielten das Sportabzeichen. Dritter wurde erneut die Marc Chagall GS Drais. In der nächsten Kategorie bis 300 Schüler sicherte sich die GS Saulheim vor der GS Mainz-Laubenheim und der GS St. Marien Alzey den Platz an der Spitze. Bei den Schulen von 301 bis 500 Schülern holte sich die GS Am Gleisberg Mainz (71 Prozent) Platz eins in Rheinhessen und gleichzeitig in ganz Rheinland-Pfalz, die Grundschule Nieder-Olm (61 Prozent / Zweiter in RLP!) und die Seebachschule Osthofen als Aufsteiger folgten. Die Otto-Hahn-Schule Westhofen stand bei den Schulen bis 750 Schüler auf dem obersten Podestplatz. Zweiter wurde das Frauenlob-Gymnasium Mainz vor der Anne Frank Realschule plus Mainz. Bei den Schulen mit mehr als 750 Schülern schaffte es die Nelly-Sachs-IGS Worms (69 Prozent), mehr Sportabzeichen als das Rabanus-Maurus-Gymnasium Mainz zu erreichen und erneut auf Platz zwei zu verweisen. Rheinland-Pfalz weit schnitt die Siegerschule auf Rang zwei ab.Die Schüler des Elisabeth-Langgässer-Gymnasium Alzey-Worms holten Bronze.
In der neuen Kategorie „Newcommer“ verzeichnete der Wettbewerb drei Schulen und zwei Vereine. Darüber hinaus wurden auch die besten „Aufsteiger“ geehrt.