Ehrungen – Sinn oder Unsinn Druckversion

Irgendwann einmal in der Geschichte der Menschheit muss mit dem Verleihen von sichtbaren Auszeichnungen begonnen worden sein. Waren es die Griechen oder später die Römer oder bereits früher die Ägypter? Selbst für Alt-Philologen bleibt die Frage offen. Zum Soldatenstand gehörten Orden jeder Art, seitdem es stehende Heere, Wehrpflicht und Kriege gibt. Aber auch in Friedenszeiten gehört es zu den Rechten und Pflichten der meisten Staaten der Welt, Orden, unter welchem Namen auch immer, je nach Rang oder Verdienst zu verleihen.

Wie aber ist es im Sport?

Die Mehrzahl aller Turn- und Sportvereine, nahezu alle Fachverbände und selbstverständlich auch die Landessportbünde haben oft auf der Basis eigener „Ehrungsordnungen“ Verdienstnadeln, Plaketten und Ehrenurkunden von ganz unterschiedlicher Bedeutung geschaffen.  Dies hat schon einen Sinn. Sport ist ohne ehrenamtliche Arbeit seiner Helfer überhaupt nicht darzustellen. Dies gilt für Platzwarte ebenso wie für Vorstandsmitglieder, für Jugendbetreuer genauso wie für Kampfrichter. Dieser Personenkreis stellt seit eh und je Freizeit, Geld und Gesundheit zur Verfügung, um anderen eine sinnvoll genutzte Freizeit nach deren Wünschen möglich zu machen. Weil  es eine Entschädigung in Mark und Pfennig (heute Euro und Cent) im Bereich des Sports niemals geben wird, sind Auszeichnungen, aus besonderem Anlass verliehen, oft der einzige von einer Gemeinschaft dem Einzelnen sichtbar gemachte Lohn. Für viele der ehrenamtlichen Helfer ist eine Ehrennadel zuweilen eine als peinlich empfundene Überraschung. Andere wiederum steuern solche Auszeichnungen als Kenner der Ehrungsordnung ganz bewusst an. Dennoch stellen die Ordensjäger im Sport eine verschwindend kleine Minderheit dar.

Dies mag ein Trost für jene sein, die von Äußerlichkeiten nicht viel halten. Es gibt jedoch keinen einzigen plausiblen Grund, auf jene Zeichen, die außer einer einmaligen Anerkennung sonst nichts einbringen, ganz oder teilweise zu verzichten. Wer sich über Dank noch freuen kann, sollte sich auch in Zukunft über die ihm verliehenen Orden, Ehrennadeln und Plaketten freuen dürfen.

Fazit heute: Wann ehren Sie Ihre verdienten Mitarbeiter/innen?

Übrigens: Da die wenigsten Menschen sich selbst für eine Ehrung vorschlagen wäre es vielleicht eine gute Idee zu recherchieren, ob Ihr Vorsitzender / Ihre Vorsitzende schon einmal geehrt wurde?

Für Ehrungen des Sportbundes Rheinhessen ist Marianne Windecker zuständig. Sie erreichen sie von Dienstag bis Freitags von 09.00 bis 14.00 Uhr unter der Rufnummer: 06131-2814-216 oder Mailadresse: m.windecker@sportbund-rheinhessen.de.

Die Ehrungsordnung des Sportbundes Rheinhessen finden Sie hier.
Den Ehrungsantrag finden Sie hier.