Beschäftigung von Flüchtlingen im Verein Druckversion

Flüchtlinge mit dem Status „Aufenthaltsgestattung“ (Flüchtlinge, deren Asylantragsverfahren noch am Laufen ist) oder einer „Duldung“, dürfen während der ersten drei Monate ihres Aufenthaltes nicht arbeiten. Nach dieser Zeit ist die Aufnahme einer Arbeit erst möglich, wenn dies durch die Behörden erlaubt wird.

Die Arbeitserlaubnis wird in der Regel erst gewährt, wenn sich niemand sonst aus der Bundesrepublik oder einem EU-Staat um die gleiche Stelle bewirbt. Flüchtlinge, die hingegen eine „Aufenthaltserlaubnis“ vorweisen können, haben dagegen in den meisten Fällen sofort die Möglichkeit, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Deshalb sollte zunächst der Aufenthaltsstatus der Flüchtlinge in Erfahrung gebracht werden, bevor ein Verein überlegt, Flüchtlinge einzustellen.

Flüchtlinge

Foto: LSB NRW/A.Bowinkelmann

Eine ehrenamtliche, unentgeltliche Tätigkeit im Verein ist Flüchtlingen in jedem Fall auch ohne behördliche Genehmigung möglich. Flüchtlinge sind grundsätzlich bei allen satzungsgemäßen Veranstaltungen des Vereins unfall- und haftpflichtversichert.  Inwieweit die Tätigkeiten im Verein für Flüchtlinge dazu zählen, sollte vorsichtshalber mit dem zuständigen Ansprechpartner der Aachner Münchner Versicherung abgeklärt werden. Seine Kontaktdaten lauten wie folgt: Dirk Trendler, Telefon 06131 / 2814-214 (donnerstags in der Geschäftsstelle des Sportbundes Rheinhessen zu erreichen).