Zuschüsse für rheinhessische Sportvereine: über 240.000 Euro für Übungsleiter*innen sowie Kinder und Jugendliche ausgezahlt

Jährlich schüttet der Sportbund Rheinhessen Zuschüsse für Kinder und Jugendliche sowie lizenzierte Übungsleiter*innen in den Sportvereinen aus. Nun ist die erste von zwei Raten geflossen und die rheinhessischen Sportvereine konnten so mit über 240.000 Euro aus Landesmitteln unterstützt werden. Alle Vereine mit nebenamtlichen Übungsleiter*innen, Kinder und Jugendlichen in ihren Reihen und die die Zuschussrichtlinien des Sportbundes Rheinhessen erfüllen, sind zuschussberechtigt. „In diesem Jahr ist es uns gelungen, den Pro-Kopf-Zuschuss für Kinder und Jugendliche in Höhe von 3 Euro pro Mitglied zu halten und die Pauschale pro Übungsleiter*in sogar von 110 Euro auf 120 Euro zu erhöhen. Deshalb freuen wir uns sehr, die rheinhessischen Sportvereine wieder auf einem sehr guten Niveau unterstützen zu können“, so Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen.

Insgesamt konnten in der ersten Auszahlungsrate 240.828 Euro an 334 Vereine ausgeschüttet werden. Diese sind auf 2.564 Übungsleiter*innen und 57.992 Kinder und Jugendliche verteilt. Im Vergleich zum letzten Jahr ist ein Rückgang zu verzeichnen: 2021 wurden noch 259.627 Euro (-18.799 Euro) an 393 Vereine (-59 Vereine) in der ersten Rate ausgezahlt. Dies zeigt sich auch bei der Anzahl der Kinder und Jugendlichen (-4.396) sowie den Übungsleiter*innen (-455). Gründe für den Rückgang sieht Sportbund Rheinhessen Geschäftsführer Thorsten Richter insbesondere in den noch immer spürbaren Nachwirkungen der Corona-Pandemie: „Der massive Negativtrend von 2020 auf 2021 ist mit einer leicht positiven Mitgliederentwicklung in Rheinhessen gestoppt, aber die Auswirkungen in der Sportlandschaft in ganz Rheinland-Pfalz sind noch spürbar. Nicht zuletzt deshalb haben wir gemeinsam mit den anderen drei Sportbünden und dem Land mit der Förderkampagne „Comeback der Bewegung“ Anreize zur Gewinnung von Mitgliedern und Übungsleiter*innen geschaffen.“

Die zweite Zuschussrate soll im Oktober ausgezahlt werden und ist identisch zur ersten Rate. Mit einem Gesamtbetrag von 481.656 Euro erreicht die rheinhessischen Sportvereine somit fast eine halbe Million Euro.


Defibrillatoren für Sportvereine: Mehr Sicherheit für Sportler und Zuschauer

Sportbund Rheinhessen, BKK24 und Björn Steiger Stiftung statten zwölf Sportvereine mit Laien-Defibrillatoren und acht Sportvereine mit LifePads aus 

In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 100.000 Menschen unvermittelt an einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Schnelle Hilfe in den ersten Minuten kann das Leben der Betroffenen retten. Doch was muss getan werden, wenn ein:e Mitspieler:in auf einmal zusammenbricht? Wann war die letzte Erste-Hilfe-Schulung im Sportverein? Wie lange braucht ein Krankenwagen, um den Verein zu erreichen? Oft ist es lange her, dass man sich mit direkten Hilfsmaßnahmen beschäftigt hat. Ein zusätzliches Problem ist, dass professionelle Rettungskräfte erst nach den überlebenskritischen ersten zehn Minuten bei der örtlichen Vereinsanlage eintreffen können.

Deshalb kommt der Ersten Hilfe mit umgehenden Wiederbelebungsmaßen wie einer sofortigen Herzdruckmassage und Frühdefibrillation durch Anwesende in der ersten Phase nach dem Notfall eine lebensrettende Rolle zu. Die Herzdruckmassage hält den Betroffenen am Leben, wenn der Kreislauf nicht mehr arbeitet, ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED-Gerät), bringt das Herz bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen wieder in den richtigen Takt. Beide Maßnahmen überbrücken die Phase vom Auftreten des Herzstillstands bis zur Ankunft der Rettungskräfte und steigert die Überlebenschancen um ein Vielfaches.

Aus diesem Grund hat der Sportbund Rheinhessen gemeinsam mit der Björn Steiger Stiftung und der BKK24 im Juli 2022 das Projekt „Herzsicher! Sportler:innen retten Leben“ initiiert. Ziel ist es, möglichst viele Menschen für das Thema Laienreanimation zu sensibilisieren und Mitglieder aus Sportvereinen im Umgang mit AEDs auszubilden. Die von den Projektpartnern geförderten Defibrillatoren bieten zusätzliche Sicherheit für den Alltag im Sportverein. Mit den Wiederbelebungsschulungen werden die Sportlerinnen und Sportler zu ausgebildeten Ersthelfern –  ein entscheidender Faktor für das Überleben der Betroffenen im „Fall der Fälle“.

Im ersten Jahr der Kooperation werden zunächst zwölf Sportvereine mit AED-Geräten ausgestattet. Die Gewinner wurden am 15. September in der Geschäftsstelle des Sportbundes in Mainz ausgelost und erhalten ein „All-Inclusive-AED-Paket“. Es beinhaltet:

  • AED-Gerät inklusive Außenwandkasten oder Wandkasten zur Innenmontage sowie eine Infotafel für einen öffentlich gut zugänglichen Standort auf dem Vereinsgelände
  • Beratung und Betreuung der Umsetzung durch die Björn Steiger Stiftung
  • Schulung von Trainer*innen in Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage und Einweisungsschulung im Umgang mit einem Defibrillator)
  • Übernahme von Folgekosten für den Austausch der PadPak Kassette (Elektroden-Batterie nach Einsatz bzw. nach Ablauf (4 und 8 Jahre) durch die Björn Steiger Stiftung
  • Nach dem achten Jahr geht der AED in den Besitz des Vereins über

Im Vorfeld wurden alle rheinhessischen Sportvereine dazu aufgerufen, sich mit der Beantwortung von fünf kurzen Fragen für ein AED-Gerät zu bewerben. Die Sportvereine müssen dabei lediglich für zehn Prozent der Gesamtsumme aufkommen, sodass die gemeinschaftliche Förderung durch die Björn Steiger Stiftung, die BKK24 sowie den Sportbund Rheinhessen 90 Prozent der Gesamtkosten beträgt. Darüber hinaus konnten auch die Vereine, welche kein Losglück hatten, ohne Zuzahlung mit LifePads ausgestattet werden. Das LifePad ist ein innovatives Produkt für den Einsatz bei medizinischen Notfällen. Es wird auf die Brust gelegt und hilft optisch wie akustisch bei der Lebensrettung mittels Herzdruckmassage.

„Im ersten Jahr der Kooperation ist es uns gelungen, gemeinsam mit unseren Partnern, der BKK24, und der Björn Steiger Stiftung, Sportvereine in der Lebensrettung unterstützen zu können. Wir möchten das Projekt auch die nächsten Jahre fortführen, um unsere rheinhessischen Sportvereine nach und nach für Notfälle zu rüsten, die hoffentlich nie eintreten“, so Sportbund Rheinhessen Präsident Klaus Kuhn.  Darüber hinaus ist es dem Sportbund Rheinhessen auch ein Anliegen, die Hemmschwelle für die Sportvereine so gering wie nur möglich zu halten, wie Thorsten Richter, Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen betont: „Durch die Kooperation ist es möglich, die Sportvereine durch einen niedrigschwelligen Antrag sowie eine geringe Selbstbeteiligung mit einem AED-Gerät auszustatten. Weiterhin konnten wir auch Sportvereine mit LifePads ausstatten, für welche keine Kosten entstanden sind. Dies trägt nicht nur dazu bei, im Falle einer Lebensrettung unterstützen zu können, sondern auch für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.“

„In Deutschland ist das Thema Herzsicherheit in Sportvereinen noch zu wenig im Blickpunkt. Deshalb wollen der Sportbund Rheinhessen, die Krankenkasse BKK24 und die Björn Steiger Stiftung nun gemeinsam in den Sportvereinen das Bewusstsein für das wichtige Thema Laien-Reanimation schärfen und Vereine gezielt bei der Beschaffung von Defibrillatoren unterstützen“, erklärt Sabrina Seitter, Geschäftsführerin der Björn Steiger Stiftung. „Insbesondere an Orten mit einer hohen Besucherfrequenz wie einem Sportplatz ist es im Notfall wichtig, jederzeit einen lebensrettenden Defibrillator zur Verfügung zu haben. Mit unserem Kooperationsprojekt schaffen wir jetzt die Voraussetzungen für die rheinhessischen Sportvereine, um bei einem Herznotfall richtig und lebensrettend reagieren zu können. Von ebenso hoher Bedeutung ist dabei auch die Ausbildung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Durch die Schulungen werden Hemmschwellen bei der Einleitung von Reanimationsmaßnahmen und der Benutzung eines Defis abgebaut, der in Sportvereinen Pflicht sein sollte. Je mehr Menschen diese Geräte kennen und sich den Einsatz zutrauen, desto mehr Sportlerinnen und Sportler sowie Zuschauerinnen und Zuschauer können im Notfall gerettet werden.“

„Ein plötzlicher Herztod ist zum Glück selten und das Risiko lässt sich durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen senken – aber eben nicht komplett ausschließen. Deshalb unterstützen wir die Ambition, möglichst viele Menschen in die Lage zu versetzen, im Ernstfall lebensrettend eingreifen zu können. Sportvereine sind in dieser Hinsicht besonders gut geeignete Multiplikatoren“, so Tobias Palm, „Länger besser leben.“ Regionalleiter Alzey-Worms.

„Ich bin gar nicht in der Hoffnung zu gewinnen hierher nach Mainz zur Auslosung gekommen. Aber jetzt bin ich baff und sehr erfreut, dass es geklappt hat. Ich freue mich jetzt schon zu Hause anzurufen und diese frohe Kunde überbringen zu können“, so Karl-Heinz Kulmannn, 2. Vorsitzender des VfL Weierbach, stellvertretend für die zwölf Gewinnervereine.

Die Gewinnervereine der AED-Geräte im Überblick:

FC Merxheim (Kreis Bad Kreuznach)

FV Hochstätten (Kreis Bad Kreuznach)

TC Rot Weiß Worms (Kreis Worms)

SpVgg Nahbollenbach (Kreis Birkenfeld)

TuS Hoppstädten (Kreis Birkenfeld)

VfL Weierbach (Kreis Birkenfeld)

TV Laubenheim (Kreis Mainz)

TSV Ebersheim (Kreis Mainz)

TSG Sprendlingen (Kreis Mainz-Bingen)

TV Bubenheim/TTC Bubenheim (Kreis Mainz-Bingen)

TV Ockenheim (Kreis Mainz-Bingen)

VfL Sponheim (Kreis Mainz-Bingen)

Die Gewinnervereine der LifePads im Überblick:

VfL Algenrodt (Kreis Birkenfeld)

TGM 1861 Gonsenheim (Kreis Mainz)

TuS 1848 Ober-Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen)

TC Landskrone Oppenheim (Kreis Mainz-Bingen)

SV 1919 Ober-Olm (Kreis Mainz-Bingen)

DLRG Ortsgruppe Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen)

SV 1921 Guntersblum (Kreis Mainz-Bingen)

TV Guntersblum (Kreis Mainz-Bingen)

 


Sport-Obelisk an Prof. Dr. Dr. Patrick Siegfried verliehen

Prof. Dr. Dr. Patrick Siegfried aus Mainz wurde durch Sportminister Roger Lewentz mit dem Sport-Obelisken des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Den Sport-Obelisken erhalten Preisträger*innen, die sich jahrelang ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden, unter anderem als Trainer, Vorstand, Kampfrichter und Präsidiumsmitglied engagierten. Patrick Siegfried war von 1988 bis 1997 Beauftragter für Doppel-Mini-Trampolin beim Hessischen Turnverband, von 2000 bis 2017 war er Abteilungsleiter Trampolinturnen beim TV Hechtsheim, von 2010 bis 2019 stellvertretender Vorsitzender des Rheinhessischen Turnerbundes und von 2013 bis 2017 Vizepräsident für Bildung und Verbandsentwicklung im DTB.

Der Sportbund Rheinhessen gratuliert Patrick Siegfried sehr herzlich und dankt ihm für seine herausragenden Dienste im Sport.


LOTTO Rheinland-Pfalz mit erfolgreicher Bilanz

Mit einem Umsatz von 409,7 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von über 698.000 Euro hat das Koblenzer Glücksspielunternehmen LOTTO Rheinland-Pfalz das Jahr 2021 abgeschlossen. Der Bilanzgewinn aus Jahresüberschuss und Gewinnvortrag beträgt insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Das hat das Unternehmen im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz mitgeteilt. Lotto Rheinland-Pfalz ist ein ganz besonderer Unterstützer der Sportlandschaft in Rheinhessen und zudem Partner der Mitgliedergewinnungskampagne #Comeback der #Bewegung. Somit kommen die Gewinne auch dem organisierten Sport in Rheinland-Pfalz zu Gute. Der Sportbund Rheinhessen freut sich auch in den kommenden Jahren mit Lotto Rheinland-Pfalz einen verlässlichen Partner zu haben. 

„Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben wir uns als krisenfest und verlässlich erwiesen“ sagte Geschäftsführer Jürgen Häfner. So erzielte die rheinland-pfälzische Glücksschmiede im Jahr 2021 einen Gesamtumsatz von 409,7 Millionen Euro. Das bedeutet im Vergleich zum sehr starken Vorjahresergebnis zwar einen Rückgang von 0,96 Prozent im Lotteriebereich. „Der Jahresumsatz war aber auch deswegen niedriger als im Jahr davor, weil wir eine Kalenderwoche weniger hatten und zudem die Vermittlung von Umsätzen der Sportwette ODDSET nicht mehr berücksichtigt wurde“, erklärte der Geschäftsführer. „Mit dem am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 wurde das staatliche Lotteriemonopol gesichert und gestärkt. Damit haben wir für viele Jahre Planungssicherheit im Lotteriesektor, was sich auch positiv auf die weitere Geschäftsentwicklung von Lotto Rheinland-Pfalz auswirken wird“, sagte Lotto-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Stephan Weinberg, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen. Der Aufsichtsratsvorsitzende zeigte sich mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden. „In einem nach wie vor anspruchsvollen Umfeld geht Lotto Rheinland-Pfalz weiter seinen Weg, stärkt Bewährtes und etabliert mit Augenmaß Neues.“ 

Die Gesamtgewinnausschüttung betrug im Jahr 2021 rund 195,5 Millionen Euro. Insgesamt 47 Spielteilnehmer*innen aus RLP haben im vergangenen Jahr Beträge von 100.000 Euro und mehr gewonnen. Neun von ihnen gewannen sogar eine Million Euro und mehr. Den höchsten Gewinn sicherte sich ein Spielteilnehmer aus der Pfalz, der an Heiligabend den Lotto-Jackpot in Höhe von 12,6 Millionen Euro geknackt hatte.  

Lotto Rheinland-Pfalz konnte im Jahr 2021 auch wieder einen enormen Beitrag zum Gemeinwohl leisten: Aus Steuern und Einnahmen aus der Veranstaltung der staatlichen Lotterien flossen dem Land Rheinland-Pfalz 138,7 Millionen Euro zu. Zusammen mit den 4,7 Millionen Euro, die über die Lotterie GlücksSpirale direkt an die Begünstigten aus dem Bereich des Sports, der Denkmalpflege, der Wohlfahrt sowie an die Stiftung Natur und Umwelt und den Landesmusikrat abgeführt wurden, waren dies im Jahr 2021 über 143,4 Millionen Euro. Das sind jeden Tag rund 392.000 Euro – durch diese finanziellen Mittel wird die Realisierung vieler gesamtgesellschaftlich elementar wichtiger Projekte erst möglich. 

Im Jahr 2023 wird Lotto Rheinland-Pfalz seinen 75. Geburtstag feiern. „Das 1948 von den drei Sportbünden gegründete Unternehmen wird sich im Jubiläumsjahr modern und der Zukunft zugewandt präsentieren, unter anderem auch mit einem Tag der offenen Tür am 8. Juli 2023“, blickt Jürgen Häfner schon nach vorne. 


Wormser Sportvereine können sich für die Initiative „Sportverein der Zukunft“ bewerben!

Das Bewerbungsfenster für die zweite Runde der Initiative „Sportverein der Zukunft – mit BASF fit für die Digitalisierung“ ist für Sportvereine aus dem Sportkreis Worms geöffnet und läuft noch bis zum 14. Oktober 2022.  

Das Chemieunternehmen BASF als Initiator bereitet die Breitensportvereine in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sports auf den digitalen Wandel vor. Die Initiative bietet interessierten Sportvereinen vielfältige Möglichkeiten der zukunftsgerichteten digitalen Weiterentwicklung. Diese reichen von einer effizienten Vereinsverwaltung über ein verbessertes und erweitertes Sportangebot bis hin zu einer passgenauen Vereinskommunikation. Best Practice Beispiele aus vorangegangenen Projekten finden Sie hier.

Auf der Webseite der Initiative kann mittels eines kostenlosen Digital-Checks die Bewerbung für die Initiative „Sportverein der Zukunft“ abgegeben werden. Auf Basis der Angaben trifft eine Kommission die Auswahl der Teilnehmer. Grundlage dazu bilden unter anderem die gemachten Angaben im Digital-Check. Beim Auswahlverfahren ist der derzeitige Digitalisierungsstand nicht entscheidend. Daher können sich insbesondere auch die Vereine bewerben, die sich noch nicht eingehend mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt haben. Eine Rückmeldung zur Bewerbung erfolgt bis Mitte November 2022. 

Für die nächsten eineinhalb Jahre werden die Teilnehmer der Initiative durch einen strukturierten Prozess bei der Durchführung ihres Digitalisierungsprojekts von Expert*innen von Nielsen Sports unterstützt. Weiterführende Informationen insbesondere zum Bewerbungsablauf und -prozess sind hier zu finden.


Sterne des Sports in Bronze würdigen soziales Engagement

Volksbank Alzey-Worms und Mainzer Volksbank zeichnen in Zusammenarbeit mit dem Sportbund Rheinhessen regionale Sportvereine aus

Gesellschaftliches Engagement in Sportvereinen fördern und belohnen – das ist das Ziel der „Sterne des Sports“. Der Wettbewerb ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes mit den Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Auf regionaler Ebene werden die Sterne des Sports in Bronze durch den Sportbund Rheinhessen in Zusammenarbeit mit der Mainzer Volksbank und der Volksbank Alzey-Worms ausgeschrieben. Auch im Jahr 2022 haben sich wieder zahlreiche Vereine aus dem Geschäftsgebiet der beiden Banken beteiligt und damit gezeigt, dass sie über den Tellerrand des Wettkampfsports hinausschauen und sozial aktiv sind. „Die Vereinsarbeit war in den letzten zweieinhalb Jahren besonders belastet durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Der Sport stand zeitweise still. Dennoch arbeiteten zahlreiche Vereine unermüdlich daran, ihre Mitglieder in Bewegung zu halten. Neben Online-Trainingsangeboten wurde auf vielfältige Weise Hilfe angeboten, die weit über den Sport hinausging. Hier haben die Sportler*innen wieder einmal gezeigt, dass sie eine große Familie sind, die andere unterstützen. Es ist schön, dass solches Engagement durch die Sterne des Sports gewürdigt wird“, lobt der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, den seit 2004 zum 19. Mal in der Region ausgeschriebenen Wettbewerb.

Wie im vergangenen Jahr wurden die Gewinner in zwei getrennten und bewusst kleinen gehaltenen Feierstunden ausgezeichnet.

Den Anfang machte die Volksbank Alzey-Worms, die zwei eigene Sterne des Sports in Bronze als Auszeichnung an die Siegervereine aus Rheinhessen und aus der Nordpfalz in ihrem Geschäftsgebiet verleiht. So ging der Stern des Sports in Bronze für die Nordpfalz an den Kampfsportverein Vikings Muay Thai aus Marnheim, der mit seinem Projekt „Baum-Guard“ erneut ein überzeugendes Konzept rund um den Erhalt der Natur vorlegte und die höchste Punktzahl unter allen Preisträgern erreichte.

Der zweite Stern in Bronze für Rheinhessen wurde der Turngemeinde Osthofen für ihr Projekt „Eine Streuobstwiese für Osthofen“ verliehen. Hier überzeugte vor allem das ehrenamtliche Engagement der 15-jährigen Nele Naumann, die sich nicht nur im Verein für die Vielfalt der Natur stark macht.

Unsere Sterne des Sports stehen für die Bereitschaft der Vereine, über den Sport hinaus gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sie alle leisten mit Ihrer Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gemeinschaft und sind ein wichtiger Teil der sozialen Infrastruktur. Heute Abend verbeugen wir uns vor ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit und möchten ihre Arbeit in das Licht der Öffentlichkeit rücken“, lobte der Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms, Günter Brück, alle Vereine, die am Wettbewerb teilgenommen hatten.

Zwei Tage später folgte die die Prämierung der Mainzer Volksbank, bei der der Direktor Guido Behrendt den Teilnehmern seinen Respekt zollte. Wie die Sterne an sich, so sind auch die Vereine in unserer Region Wegweiser für Gemeinsamkeit und gesellschaftliches Miteinander. Dies möchten wir mit den „Sternen des Sports“ besonders würdigen.“

Ein Stern des Sports in Bronze ging an den Inklusiven Sport- und Kulturverein Mainz „Die Erdmännchen“. Auch die Mainzer Volksbank vergibt einen zweiten Stern in Bronze an die hessischen Vereine ihres Geschäftsgebiets. Hier war wie im Vorjahr der Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden erfolgreich, der diesmal für das Projekt „Kim-Chi Wiesbaden bewegt Dich“ ausgezeichnet wurde.

Zu den Gratulanten gehört auch Sportbund-Rheinhessen-Geschäftsführer Thorsten Richter, der bereits die 20. Runde der „Sterne des Sports“ ausruft, für die sich Vereine bis Mitte 2023 bewerben können. „Die Sterne des Sports sind der wichtigste und erfolgreichste Vereinswettbewerb in Deutschland, dessen Sieger vom Bundespräsidenten ausgezeichnet werden. Durch ihre Bewerbung können Vereine Aufmerksamkeit und im Fall einer Prämierung auch finanzielle Unterstützung gewinnen. Die teilnehmenden Vereine zeigen Jahr für Jahr mit innovativen Ideen welch kreative Kraft in unseren Sportvereinen steckt.“

Während für alle Platzierten Preisgelder in der Höhe von 250 bis 1.500 Euro ausgeschüttet wurden, ist mit dem Hauptgewinn in Bronze eine Prämie von 2.000 Euro verbunden. Die mit einem Bronze-Stern ausgezeichneten Vereine konkurrieren nun auf Rheinland-Pfalz-Ebene um den Stern des Sports in Silber. Die Landessieger qualifizieren sich dann für die Endrunde um den Großen Stern des Sports in Gold, der einen Geldpreis von 10.000 Euro mit sich bringt.


Holiday Park – Tag der Sportvereine 2022

Wir laden alle Vereine herzlich ein den Tag der Sportvereine am 17. September für einen Ausflug in den Holiday Park zu nutzen und dabei von vergünstigten Konditionen zu profitieren!

Vergünstigten Konditionen:

  • Mitglieder des Sportbund Rheinhessen zahlen 21,99€
  • Personen zwischen 85 – 100 cm & Senioren 70+ zahlen nur 15,50€

Die Tickets können vorab hier gebucht werden!

 

 


Sportbund Rheinhessen und COCO initiieren groß angelegtes Digitalisierungsprojekt für Vereine und Sportfachverbände

Der Softwareanbieter COCO by The Digital Architects und der Sportbund Rheinhessen kooperieren, um Sportfachverbände und Vereine aus der Region zu unterstützen, digital sichtbar zu werden und dadurch neue Mitglieder zu gewinnen. Vereine erhalten zusätzlich Unterstützung in Form einer Förderung.

Digitale Kanäle dienen mehr denn je als Kontaktpunkte zwischen Vereinen und ihren Zielgruppen – egal ob Mitglieder, Ehrenamtliche, Interessenten oder Sponsoren. Der Auf- und Ausbau digitaler Kommunikation in Zusammenspiel mit einem attraktiven Online-Auftritt unterstützen Vereine und Verbände unter anderem dabei:

  • neue Mitglieder zu gewinnen,
  • Ehrenamtliche zu begeistern,
  • bestehende Mitglieder besser zu informieren,
  • Sponsoren und Partner zu akquirieren sowie
  • von Interessenten online gefunden zu werden.

Doch der Aufbau digitaler Kanäle, die Entwicklung relevanter Inhalte sowie kontinuierliche Kommunikation sind mit Arbeitsaufwand verbunden, den Vereine in der Regel nicht vollständig stemmen können. Dieses Problem wollen der Sportbund Rheinhessen und COCO durch ihre Partnerschaft lösen: Ein Marketing System sowie begleitende Fortbildungen sollen regionalen Sportfachverbänden und ihren Vereinen helfen, digitale Kommunikation als Chance zu nutzen, um die eigenen Ziele zu erreichen. 
 
Die aktuelle Kampagne #Comeback der #Bewegung kann im Rahmen dessen als Förderinstrument genutzt werden. Das Ziel der Kampagne, möglichst viele Menschen wieder zu bewegen und für den Vereinssport zu gewinnen sowie auf die Angebote des organisierten Sports vor Ort aufmerksam zu machen, steht in Einklang mit dem Einsatz von COCO. Durch eine noch bessere Kommunikation werden neue Mitglieder gewonnen und bestehende Mitglieder langfristig gebunden. Somit kann es bei Antragsstellung ermöglicht werden, eine neue Website kostenfrei aufzulegen und darüber hinaus zum Start keine Einrichtungsgebühren für das System entrichten zu müssen.
 
Digitales Vereins-Marketing einfach umsetzen
Die Idee zum Communication Cockpit (COCO) stammt von der Würzburger Agentur The Digital Architects GmbH. Auf Basis jahrelanger Erfahrungen in der Beratung von Kunden hat das Team ein innovatives Marketing System gebaut, mit dem Vereine und Verbände ihre digitalen Auftritte zentral steuern können. COCO vereinfacht die digitale Kommunikation, indem es ermöglicht, Inhalte zentral hochzuladen und sie, vollautomatisch angepasst, mit wenigen Klicks in den relevanten Kanälen zu veröffentlichen. “Damit unterstützen wir Vereine dabei, zielgerichteter, effizienter und regelmäßiger zu kommunizieren. Mit uns haben die Vereine ein Team an ihrer Seite, das sie tatkräftig unterstützt”, sagt Yannic Tremmel, Geschäftsführer von The Digital Architects und Initiator von COCO.
 
Insbesondere in der Entlastung sieht der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn, Vorteile für die ehrenamtlichen Vereins- und Verbandsvertreter*innen: „Durch den All-in-One-Ansatz wird es möglich, Inhalte zentral zu erstellen und mit einem Klick, an den jeweiligen Kanal angepasst, zu veröffentlichen. Auch die Möglichkeit, dass Vereine und Verbände bereitgestellte und durch uns geprüfte Inhalte übernehmen bzw. veröffentlichen können, erleichtert die tägliche Vereinsarbeit.“

Funktionen, die Vereinen und Verbänden in COCO zur Verfügung stehen:

  • Website-Baukasten inklusive Formularen, Blog uvm. Auf Wunsch übernimmt das Team von COCO den Aufbau der neuen Vereins- bzw. Verbands-Website
  • Landing Pages für Kampagnen
  • Veröffentlichung von Inhalten auf diversen Social Media Kanälen – mit wenigen Klicks
  • Texte, die direkt für die eigenen Kanäle übernommen und unter dem eigenen Namen veröffentlicht werden können
  • Aufbau und Versand von Newslettern
  • Schalten von Anzeigen auf Facebook, Instagram und Google
  • Aufbau von Inhalten für digitale Bildschirme (beispielsweise für das Vereinsheim)
  • und viele mehr

Auch der Sportbund Rheinhessen wird künftig die Funktionen von COCO nutzen, wie Geschäftsführer Thorsten Richter erläutert: „Es freut uns sehr, dass wir mit COCO einen neuen Partner gewinnen konnten, der uns bei der Digitalisierungsoffensive unterstützt. Auch wir werden unsere Kommunikationskanäle mit COCO bedienen und sind davon überzeugt, Mehrwerte für die rheinhessischen Vereine und Fachverbände schaffen zu können, um neue Mitglieder zu gewinnen sowie Sponsoren und Partner zu akquirieren.“
 
Zusätzlich werden teilnehmende Vereine im Portal „Sport in Rheinhessen“ gelistet. Die Umsetzung des Portals ist für Anfang 2023 geplant. Hier soll künftig über Sportarten, Vereine und die verschiedenen Regionen in Rheinhessen berichtet werden. Besuchern des Portals werden zu den Beiträgen passende Vereine automatisch angezeigt. Ziel des Portals ist es, Vereine zusätzlich dabei zu unterstützen, von neuen Mitgliedern gefunden zu werden. 
 
Mehr Informationen zu COCO für Vereine finden Sie hier
Mehr Informationen zu COCO für Verbände finden Sie hier


Sportstätten sollen offen bleiben und Sportvereine finanzielle Hilfen erhalten

Landessportbund und regionale Sportbünde begrüßen Beschluss der Sportministerkonferenz (SMK)

Der rheinland-pfälzische Sport begrüßt den Beschluss der Sportministerkonferenz (SMK), die ein wichtiges Signal für den organisierten Sport in der Energiekrise sendet, die bisherigen Forderungen nach finanziellen Hilfen für besonders betroffene Betreiber von Sportstätten stärkt und sich deutlich gegen die Schließung von Sportstätten, insbesondere Schwimmbädern, ausspricht. Auch die Beschlussvorlage eines Förderprogrammes für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur energetischen Sanierung vereinseigener Sportstätten – im Hinblick auf Energieeffizienz und die stärkere Nutzung regenerativer Energien – greift bestehende Forderungen der Sportbünde des Landes Rheinland-Pfalz auf.          

LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick betont: „Es ist ein wichtiges und richtiges Signal für den organisierten Sport, dass sich die Sportministerkonferenz (SMK) intensiv mit der Thematik Energiekrise im Kontext der Herausforderungen, mit denen sich die Sportvereine aufgrund der Energiekrise konfrontiert sehen, auseinandergesetzt hat und nun die aus unserer Sicht richtigen Forderungen beschließt.“ Im Grunde greifen die von der SMK gefassten Beschlüsse die kommunizierten Forderungen des organisierten Sports auf. Bereits Anfang Juli hatten der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Landessportbünde auf die bekannte Empfehlung des Deutschen Städtetages, kurzfristig Hallenbäder zu schließen, reagiert und vor einem Energie-Lockdown für den Sport gewarnt.

„Menschen leiden zunehmend unter Bewegungsmangel im Alltag und deren physischen und psychischen Folgen. Wir dürfen die Fehler aus der Corona-Pandemie nicht wiederholen und diese Faktoren durch erneute Schließungen von Hallenbädern und Sporthallen noch weiter verstärken“, sagt LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick. Der SMK-Beschluss bestätigt diese Haltung und bewertet die Schließung von Sportstätten als „ultima ratio“.

Der Stufenplan des DOSB zur Reduzierung des Energie- und Gasverbrauchs in Schwimmbädern wird als der richtige Weg angesehen. Vor der Schließung von Sportstätten sind sämtliche mildere Maßnahmen, wie z.B. das Absenken von Temperaturen, zu bevorzugen, so die SMK. Der Sport stellt sich der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zur Energiereduktion. So fordern LSB und Sportbünde weiterhin alle rheinland-pfälzischen Sportvereine auf, Verantwortung zu übernehmen und möglichst viel Energie einzusparen. Die Empfehlungen zur Energiereduktion von DOSB und den LSBs liefern dazu die Grundlage.

Auch die an den Bund gerichtete Forderung der SMK, bei künftigen Finanzhilfen die Betreiber von Sportstätten und somit auch Sportvereine zu berücksichtigen, entspricht den Appellen des organisierten Sports. „Die rheinland-pfälzischen Sportvereine werden von der aktuellen Krise nach der Pandemie erneut auch finanziell getroffen. Neben Entlastungen für Privatpersonen und Unternehmen bedarf es auch direkter finanzieller Hilfen für gemeinnützige Sportvereine und Kommunen“, sagt Klaus Kuhn, Präsident Sportbund Rheinhessen. „Daher unterstützen wir den SMK-Beschluss und fordern angemessene Entlastungen für die Betreiber von Sportstätten“, so Kuhn weiter.

SMK-Beschluss: Impulse für energetischen Sanierung und Energieeffizienz im Sport

Durch die aktuelle Energiekrise treten neben den kurzfristig steigenden Energiepreisen weitere Herausforderungen für die Betreiber der Sportstätten in den Vordergrund, die zukünftig eine noch stärkere Abkehr von fossilen Energieträgern und eine noch intensivere Nutzung von regenerativen Energien notwendig machen. LSB und regionale Sportbünde begrüßen ausdrücklich die von der SMK geforderte Fortführung des Investitionspakt Sport sowie darüberhinausgehende Impulse für nachhaltige Investitionen und energie- und ressourcensparende Maßnahmen. „Das Ende Juli gestartete Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kann erst der Anfang sein, wir brauchen weitere Förderprogramme und Investitionsanreize, die sich gezielt an Sportvereine und -verbände richten. Rund 3000 Vereine mit eigenen Sportanlagen sind auf dem Weg hin zur mehr Klimaneutralität ein enormes Potential für das Land und sollten bei einem Dekarbonisierungsprogramm intensiv mit integriert werden“, sagt LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick.

Insbesondere im Bereich der Senkung des Verbrauchs an fossilen Energieträgern besteht großer Bedarf. Da viele Sportstätten im Zuge der „Goldenen Pläne“ gebaut und seither nicht mehr großflächig saniert wurden, dominieren bei der Wärmeversorgung vor allem Energieträger wie Ölheizungen, Gasheizungen oder sogar Nachtspeicheröfen. „Die Verwendung von regenerativen Energiequellen zur Wärmeversorgung stellt in den rheinland-pfälzischen Sportvereinen die Ausnahme dar. Das gleiche gilt für die regenerative Energieversorgung durch Photovoltaik-Anlagen. Die unzureichende Gesetzlage zur Finanzierung und zum Betrieb von PV-Anlagen schreckt viele Sportvereine ab, hier muss dringend nachgebessert werden und eine angemessene Unterstützung im Sinne der langfristigen, zuverlässigen und nutzerorientierten Bereitstellung von Sportstätten ermöglicht werden“, sagt Klaus Kuhn, Präsident Sportbund Rheinhessen.

Weitere Informationen zur Thematik Energie-Krise und Sport finden Sie auf der Sonderseite.

Die Beschlüsse der Sportministerkonferenz (SMK) finden Sie hier unter:

Beschluss zur Unterstützung für den organisierten Sport bei der Bewältigung der Energiekrise

Beschluss eines Förderprogrammes für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur energetischen Sanierung vereinseigener Sportstätten


Mainzer im Goldrausch in München

Nach der Goldmedaille von Niklas Kaul im Zehnkampf gewinnt der nächste Mainzer Gold in München. Zweimal war er nah dran, nun ist es endlich soweit. Julian Weber hat am Sonntagabend zum Abschluss der Europameisterschaft in München nicht nur seine erste internationale Medaille bei einem Großereignis gewonnen, sondern sich gleichzeitig mit 87,66 Meter im Speerwurf zum Europameistertitel geworfen. Damit feiert er den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Zwei Deutsche Meisterschaften und der Gewinn der U20 Europameisterschaften standen für Julian Weber bislang zu Buche.

Bei den diesjährigen European Championships setzte der Athlet des USC Mainz mit seinem vierten Wurf ein Ausrufezeichen in den Rasen und schlug den bis dahin führenden Jakub Vadlejch, welcher sich die Silbermedaille mit 87,28 Meter sicherte. Mit diesem Kopf an Kopf Rennen endet eine spektakuläre Europameisterschaft vor heimischem Publikum. Der Sportbund Rheinhessen gratuliert Julian zu diesem Sieg und bedankt sich bei allen Zuschauern, die die Athletinnen und Athleten tatkräftig unterstützten!


Mainzer Niklas Kaul holt Gold in München

Der Mainzer Niklas Kaul gewinnt nach einem sensationellen Endspurt die Goldmedaille im Zehnkampf bei der Leichtathletik-EM in München. Damit feiert der 24-Jährige nach seinem WM-Sieg von 2019 den zweiten großen Triumph seiner Karriere. Mit 8.545 Punkten siegte er am Dienstag vor dem Schweizer Simon Ehammer, der auf 8.468 Punkte kam.

Unter dem Jubel des stimmungsvollen Olympiastadions schafft Niklas Kaul die Sensation und holt in den letzten zwei Disziplinen mehr als 500 Punkte auf den bis dahin führenden Simon Ehammer auf. Mit einem starken Speerwurf von 76,05 Metern und einem unglaublichen Lauf über 1.500 Meter in 04:10,04 Minuten krönte Niklas Kaul seine Aufholjagd von Rang sieben nach ganz vorne.

Das Zehnkampf-Ass des USC Mainz steht an der Weltspitze und jetzt fehlt nur noch Olympia-Gold, um die Medaillensammlung zu komplettieren. Der Sportbund Rheinhessen gratuliert Niklas zu diesem Sieg und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg.


INpuls Prämie für den TC Jugenheim

Inklusiven Strukturen einen Impuls verleihen – dafür steht die INpuls-Prämie. Sie soll inklusive Projekte unterstützen und Vereinen sowie Fachverbänden Möglichkeiten für inklusive und nachhaltige Strukturen geben. Die finanzielle Unterstützung darf ausschließlich zur Umsetzung von inklusiven Maßnahmen verwendet werden.

Scheckübergabe der InPulsprämie von Kathleen Dollmann (Inklusionslotsin) an Andreas Au (Jugendwart)

Am Montag, den 19.07.2022 stellte der TC Jugenheim sein Tennisprojekt für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigung vor. Das Projekt wird seit Januar 2022 auf der vereinseigenen Anlage des TC Jugenheim wöchentlich durchgeführt. Dabei möchten der TC Jugenheim und die Selztalschule Nieder-Olm (Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen) Sport und Soziales mit einer Ballschule verknüpfen. Ziel der inklusiven Ballschule ist es, Schüler*innen mit Lernbeeinträchtigungen einen Zugang zum Tennissport und zu körperlicher Betätigung zu bieten. Dabei darf der sportliche Wettkampf zu den Schüler*innen von Regelschulen ganz im Sinne der Inklusion aber nicht fehlen.

Am Montag trainierten die Schüler*innen unter Anleitung des DTB-lizenzierten Cheftrainers und einer weiteren Übungsleiterin. Die Schüler*innen hatten trotz des heißen Wetters großen Spaß an der Bewegung und zeigten ihr Können im Tennis. Einer der Jugendlichen wurde schon aufgrund seiner starken Leistungen in das reguläre Kinder- und Jugendtraining integriert.

„Das Projekt soll auch weiterentwickelt werden, in dem man mit weiteren Schulen eine Kooperation eingeht oder die Schülerinnen und Schüler mit dem Verein mehr integriert“, so der Jugendwart TC Jugenheim 1988.


Energie-Lockdown für den Sport verhindern 

DOSB und LSB positionieren sich angesichts der aktuellen Energiekrise und warnen vor der Schließung von Sportstätten und Schwimmbädern 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Landessportbund (LSB) Rheinland-Pfalz warnen eindringlich davor, in der sich abzeichnenden Energiekrise die Fehler aus der Corona-Pandemie zu wiederholen und Schwimmbäder und weitere Sportstätten erneut zu schließen. „Der vereinsbasierte und gemeinwohlorientierte Sport ist wesentlich mehr als eine Freizeitaktivität. Er ist unverzichtbarer Teil der sozialen Daseinsvorsorge und erfüllt wichtige soziale und gesundheitsfördernde Funktionen für die Gesellschaft. Dies muss bei allen Entscheidungen zur Gas- und Wärmeversorgung berücksichtigt werden“, sagt der DOSB-Vorstandsvorsitzende Torsten Burmester. 

Der LSB fordert gemeinsam mit dem DOSB die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, für das Schwimmen lernen geeignete Bäder bzw. Wasserflächen so lange wie möglich geöffnet zu halten. Im weiteren Jahresverlauf gelte dies auch für Sporthallen. 

Sie verurteilen die Empfehlung des Deutschen Städtetages, kurzfristig Hallenbäder (nicht Spaßbäder) zu schließen – was drastische Folgen für die Sicherheit und Lebensqualität der Bürger*innen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, in Kauf nimmt. „Rund 60 Prozent der Zehnjährigen sind keine sicheren Schwimmer*innen“, sagt Michaela Röhrbein, DOSB-Vorstand Sportentwicklung.  

Bereits durch die Corona-Pandemie haben die rund 90.000 Sportvereine Mitglieder und ehrenamtlich Engagierte verloren. „Zahlreiche Menschen leiden zunehmend unter Bewegungsmangel im Alltag und den physischen und psychischen Folgen“, ergänzt Röhrbein. Jedes sechste Kind habe im Verlauf der Pandemie an Gewicht zugenommen, 6 % leide an Adipositas und 31 % der Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren haben psychische Auffälligkeiten. Ein Drittel der älteren Menschen erreicht nicht die WHO-Empfehlungen zum Mindestmaß an Bewegung. Je körperlich aktiver ältere Menschen sind, umso seltener sind sie depressiv oder ängstlich. Diese gesellschaftlichen Schäden dürften durch erneute Schließungen von Sporthallen und Bädern nicht noch weiter verstärkt werden.  

Laut dem Expert*innenrat der Bundesregierung zu COVID-19 muss „die Sicherung der sozialen Teilhabe durch […] sportliche und kulturelle Aktivitäten weiterhin höchste Priorität genießen“. Diese Bewertung muss auch auf die Energiekrise übertragen werden. 

Finanzielle Belastung der Sportvereine durch Preissteigerungen 

Die deutschen Sportvereine werden von der aktuellen Krise nach der Pandemie erneut auch finanziell getroffen. Neben Entlastungen für Privatpersonen und Unternehmen bedarf es auch direkter finanzielle Hilfen für Sportvereine. Beitragserhöhungen sind keine Option, da die Vereinsmitglieder auch privat massiv von den Preissteigerungen betroffen sind. Bund und Länder dürfen die Kommunen mit den Energiepreissteigerungen nicht allein lassen.  

Sportstätten langfristig unabhängig von fossilen Brennstoffen machen 

Langfristig gilt es, die Sportstätten von fossilen Energien unabhängig zu machen. Mit umfassenden energetischen Beratungen (Ökochecks/Energiechecks), darauf basierenden Investitionen und zusätzlichen Förderlinien (Investitionszuschüsse/zinslose Darlehen) kann die Umrüstung auf regenerative Energieträger vorangetrieben werden. Ein Beispiel: Die Dachflächen von rund 39.000 deutschen Sport- und Tennishallen bieten ein großes Potenzial für Kommunen und Sportvereine, Sportanlagen so schnell wie möglich weitgehend mit regenerativer Solarenergie zu versorgen.   

Gleichzeitig sieht sich der gemeinwohlorientierte Sport unter dem Dach des DOSB auch selbst in der Verantwortung, Energie- und Gasverbräuche zu reduzieren. In Abstimmung mit der Bäderallianz wird ein Drei-Stufen-Plan für den Betrieb der überwiegend gasbetriebenen Bäder für den Fall einer Gasnotlage, insbesondere für Schulen und Vereine, vorgeschlagen: 

Stufe 1: Abschaltung der hochtemperierten Außenbecken, und ggf. zusätzlich Freibäder unbeheizt bis zum Saisonende weiter betreiben 

Stufe 2: Alle freizeitaffinen Becken und Saunen (alles außer Sportbecken und Lehrschwimmbecken) außer Betrieb nehmen 

Stufe 3: Wassertemperatur in den verbleibenden Sport-/Lehrschwimmbecken auf 26 °C absenken 

Fakten zur Situation der deutschen Sportstätten 

In Deutschland existieren etwa 230.000 Sportstätten, darunter 39.000 Sport- und Tennishallen, 9.340 Bäder, 8.000 Schießanlagen und 60.000 Vereinsheime bzw. Funktionsgebäude. Insgesamt übernehmen für etwa zwei Drittel der Sportstätten Kommunen die Trägerschaft, bei dem verbleibenden Drittel sind Sportvereine die Eigentümer. Der Sanierungsstau bei den Investitionen für Sportstätten verursacht vor allem beim Thema Energie negative Folgen: Da viele Sportstätten im Zuge der “Goldenen Pläne” gebaut wurden und seither nicht mehr großflächig saniert wurden, dominieren bei der Wärmeversorgung vor allem fossile Energieträger wie Ölheizungen, Gasheizungen oder sogar Nachtspeicheröfen. Die Verwendung von regenerativen Energiequellen zur Wärmeversorgung stellt die Ausnahme dar. Das gleiche gilt für die regenerative Energieversorgung durch Photovoltaik-Anlagen. Die unzureichende Gesetzeslage zur Finanzierung und zum Betrieb von PV-Anlagen schreckt viele Sportvereine vor diesem Investment ab.  

Wieso sind Schwimmbäder besonders betroffen? 

Mehr als 90% der Schwimmbäder werden aktuell mit Gas beheizt. Das Schwimmbad ist diejenige Sportanlage, die den höchsten Energiebedarf aufweist. Sie werden fast ausschließlich durch Kommunen oder private Betreiber betrieben. Nur wenige Sportvereine besitzen ein vereinseigenes Schwimmbad. 

„Nach über zwei Jahren Pandemie sind die Auswirkungen des fehlenden Vereinssports sowohl physisch als auch sozial in der Bevölkerung mehr als spürbar. Die Vereine sind mit ihren vielfältigen Sport- und Bewegungsmöglichkeiten und ihrer gesellschaftlichen Rolle unverzichtbar. Bäder und Sporthallen, in denen das Vereins- und Sporttreiben passiert, müssen so lange es geht geöffnet bleiben“, plädiert Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen, gegen die Schließung von Bädern und Sporthallen.

Die Positionierungen des DOSB und der LSBs angesichts der aktuellen Energiekrise finden Sie hier 

Empfehlungen zur Energiereduzierung finden Sie hier.

FAQs finden Sie hier.

 


Frauen in Aktion

Verschiedene Organisationen, Verbände und Vereine in Deutschland setzen sich für die gesellschaftliche Teilhabe und Gerechtigkeit für Menschen anderer Herkunft ein. Der Sport und das Vereinsleben kann dabei einen wichtigen Teil dazu beitragen und Integrationsmotor sein.  Das Sammeln von neuen Erfahrungen, etwas Gutes für die Gesundheit tun und Begegnungen schaffen – all das ist im Sport und durch den Sport möglich. Mit dem Projekt „Frauen in Aktion“ werden Frauen mit Fluchterfahrung und ihre Kinder ermutigt, in den Sport und die Gesellschaft integriert zu werden.

Dabei werden verschiedene Sport- und Freizeitangebote wie zum Beispiel Tanzworkshops, Inline-Skating, Eltern-Kind-Turnen oder Ausflüge angeboten. Durch die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Partner*innen aus verschiedenen Regionen Deutschlands ist ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Vereinslotsinnen entstanden. Die Lotsinnen verbinden die Sportvereine auf der einen und Frauen und Mädchen mit Fluchterfahrung auf der anderen Seite, und unterstützen bei möglichen Fragen.

Wenn auch ihr den passenden Sportverein finden möchtet oder euren Verein noch offener und diverser aufstellen möchtet, dann findet ihr weitere Informationen inklusive Ansprechpartner*innen hier…


Sportbund Rheinhessen ruft zum Endspurt bei den „Sternen des Sports“ 2022 auf

Sportbund Rheinhessen ruft zum Endspurt bei den „Sternen des Sports“ 2022 auf: Gesellschaftlich engagierte Sportvereine können sich noch bis 30. Juni mit ihren Initiativen bewerben!

Auch in diesem Jahr rufen der Sportbund Rheinhessen und die Volksbanken Raiffeisenbanken die Sportvereine aus unserer Region gemeinsam dazu auf, sich noch bis zum 30. Juni 2022 mit ihrem besonderen gesellschaftlichen Engagement bei den „Sternen des Sports“ zu bewerben.

Bereits seit dem 1. April 2022 können sich alle, unter dem Dach des DOSB organisierten, Sportvereine mit ihren Initiativen – zum Beispiel aus den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung, Integration und Inklusion, Klima-, Natur- und Umweltschutz, Digitalisierung oder Mitgliedergewinnung – für eine der begehrten Auszeichnungen bewerben.

Der Wettbewerb umfasst drei Ebenen: Auf der lokalen Bronzeebene wartet auf den Sieger neben einem Preisgeld der „Große Stern des Sports“ in Bronze, ausgezeichnet von den teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken. Der Gewinner qualifiziert sich für die Landesebene. Bei der Preisverleihung des „Großen Stern des Sports“ in Silber konkurrieren die Sportvereine dann um das Ticket zum Bundesfinale der „Sterne des Sports“ in Gold 2022. Beim Bundesfinale am 23. Januar 2023 in Berlin werden die Finalisten für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement mit den „Sternen des Sports“ in Gold ausgezeichnet. Der bundesweit Erstplatzierte erhält neben dem „Großen Stern des Sports“ in Gold ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Die Teilnahme am Wettbewerb ist denkbar einfach und voll digitalisiert. Bewerben können sich die Sportvereine mit ihren bereits umgesetzten Initiativen entweder über die jeweiligen Internetseiten der teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken oder – falls sie keine teilnehmende Bank in ihrer Nähe haben – direkt über www.sterne-des-sports.de. Seit 2004 schreiben die Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) den Wettbewerb „Sterne des Sports“ erfolgreich aus. Seither flossen den teilnehmenden Sportvereinen mehr als 7,5 Millionen Euro in Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu.

Sämtliche Informationen zu den „Sternen des Sports“ finden sich unter: www.sterne-des-sports.de


„Kinder lernen schwimmen“: Förderprogramm wird fortgeführt 

In drei Förderbausteinen stehen insgesamt 120.000 Euro zur Verfügung / LSB und regionale Sportbünde kooperieren mit Ministerium des Innern und für Sport RLP 

Bereits im vergangenen Jahr hat der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) mit den Sportbünden Rheinland, Pfalz und Rheinhessen in Kooperation mit dem Ministerium des Innern und für Sport das Förderprogramm „Kinder lernen schwimmen“ gestartet. In drei Förderbausteinen stehen insgesamt 120.000 Euro zur Verfügung. 

Die Corona-Zeit hat den Trend, dass immer weniger Kinder richtig schwimmen können, noch weiter verstärkt. Ein erschreckender Trend, der sich seit Jahren fortsetzt. Sicheres Schwimmen ist überlebenswichtig. Das zeigen immer wieder die zahlreichen Berichte von Rettungsmaßnahmen in rheinland-pfälzischen Gewässern während der Sommermonate. Damit wieder mehr Kinder in RLP schwimmen lernen, haben die Sportbünde in Rheinland-Pfalz mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung bzw. des Sportministeriums im vergangenen Jahr ein 50.000-Euro-Programm gestartet, das die Schwimmausbildung von Kindern erleichtern, Familien und Schwimmvereine finanziell entlasten und auch die Ausbildung zum/zur Schwimm-Trainer*in attraktiver machen soll. Die Nachfrage nach Förderungen in diesem neuen Programm brachte die Organisatoren dazu, die auf ein Jahr angelegte Förderung auf das Jahr 2022 mit mehr als verdoppeltem finanziellem Volumen auszuweiten. Und so ist das Programm aufgebaut: 

Baustein 1 – Unterstützung von Schwimmkursen 

Qualifizierte Schwimmkurse eines Vereins (auch Ferien-Schwimmkurse) werden mit einem pauschalen Betrag von 50 Euro pro Teilnehmer*in gefördert. In dieser pauschalen Förderung sind Kosten für Bädernutzung, Trainerhonorare und Materialbedarfe enthalten. 

Die Zielgruppe der Kurse sind Kinder und Jugendliche im Alter bis maximal 14 Jahre. Die Kurse müssen mindestens 300 Minuten umfassen und von qualifizierten Kursleiter*innen durchgeführt werden. Der Zugang für sozial Schwächere sollte gewährleistet sein (z.B. durch eine Reduzierung oder teilweise Rückerstattung der Kursgebühren, so dass jedem Kind der Zugang ermöglicht werden kann). Mit dem Antrag muss eine Ausschreibung, die geplante Anzahl der Kurse und die geplante Zahl der Teilnehmer*innen eingereicht und im abschließenden Sachbericht nachgewiesen werden. 

Baustein 2 – Förderung der Ausbildung von Schwimmlehrer*innen (Trainer*in-Grundausbildung C-Breitensport Schwimmen mit dem Profil Kinder und Jugendliche oder Trainerassistent*innen) 

Gefördert werden bis zu 50 Prozent der Lehrgangsgebühr pro Teilnehmer*in eines Vereins. Hierfür müssen bei der Beantragung die geplante Anzahl der Teilnehmer*innen und die zu erwartenden Teilnehmergebühren aufgeführt und im abschließenden Sachbericht nachgewiesen werden. 

Baustein 3 – Förderung von Badmieten 

Es können Bäderkosten – insbesondere für Kinder- und Jugendschwimmen – in Form von Badmieten gefördert werden, die für den Schwimmsport der Vereine anfallen. Etwaige von Kommunen erstattete Beträge sind von den Kosten abzuziehen. Vereine, die ein eigenes Bad betreiben, legen bei der Berechnung der Kosten für Wasserzeiten des eigenen Trainingsbetriebs die Mietgebühr für Drittnutzer zugrunde. Für diesen Baustein stehen 20.000 Euro zur Verfügung. Diese wird je nach vorliegendem Antragsvolumen prozentual auf die antragsstellenden Vereine verteilt. 

Die Förderkriterien im Detail, das Antragsformular sowie die Beschreibung des Ablaufs der Beantragung der Fördermittel finden Sie hier. 


Sportbund Rheinhessen als Vorreiter im rheinland-pfälzischen Sport

Mitgliederversammlung beschließt Satzungsänderung ohne Gegenstimme – Umzug nach Ingelheim rückt näher

v.l.n.R. Florian Düx (Vorsitzender Sportjugend), Axel Rolland (Vertreter Nahe-Vereine), Nicole Muth, Frank Heilemann, Ulrike Cohnen, Till Pleuger, Klaus Kuhn (Präsident), Rainald Kauer und Thorsten Richter

Es herrschte große Freude in der Führungsriege des Sportbundes Rheinhessen. Jahrelange Vorbereitung mit unzähligen Arbeitsstunden wurden verabschiedet und für gut befunden: Ohne Gegenstimme votierten die Delegierten bei der Mitgliederversammlung für die neu erarbeitete Satzung, mit der die Rheinhessen nicht weniger als einen Quantensprung im rheinland-pfälzischen Sport unternehmen. Durch die Neuregelung wandert der BGB-Vorstand vom Präsidium in die Geschäftsstelle, während das Präsidium künftig als Kontrollgremium das Handeln der Geschäftsführung überwacht. Darüber hinaus stellte die Ingelheimer Stadtbürgermeisterin Eveline Breyer erste gemeinsame Pläne eines „Haus der Vereine“ im Blumengarten vor, der Haushalt wurde verabschiedet und die Mitglieder gaben Mittel zur Gründung einer Stiftung frei. Alles wurde ohne Gegenstimme genehmigt.

Was ist mit der neuen Satzung gewonnen? Genau diese Frage stellte und beantwortete Joachim Friedsam der Versammlung. Der ehemalige Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen erläuterte: „Wir haben ca. 20 Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle, die einiges bewegen können, aber vom Präsidium getrennt sind. Die Informationen gehen auf der Geschäftsstelle ein, müssen danach ins Präsidium transportiert werden. Dabei haben wir ein Informationsgefälle. Dieser Prozess verbraucht Arbeitskraft und schränkt den Wirkungsgrad ein. Zudem besteht ein Zeitversatz, weil erst im Präsidium eine Entscheidung fallen muss und Prozesse dadurch verzögert werden.“ Ziel war es also, den Wirkungsgrad zu verbessern, um dem Energieverlust im Innenbereich des Sportbundes entgegenzuwirken. „Wir haben uns für ein Modell entschieden, dass unserer Meinung nach das progressivste ist und sich in der Wirtschaft bewährt hat.“

Das neue Modell ist also effizienter, da die Entscheidungen dort getroffen werden, wo die Informationen eingehen und wo die Fachleute sitzen. Dies unterstrich auch Dr. Falko Zink in seinen Erläuterungen zur Satzungsneufassung: „Diejenigen, die operativ tätig sind und die aufgrund ihrer fachlichen Eignung in die Geschäftsführung eingetreten sind, tragen auch die Verantwortung.“ Der Rechtsanwalt hatte die Ausarbeitung der neuen Satzung in beratender Funktion begleitet und zeigte an einigen Beispielen auf, welche Risiken im alten Modell für das Ehrenamt enthalten waren. „Ehrenamtler können nie so nah am Geschehen sein wie die Geschäftsführung. Die Abkehr von haftungsrechtlicher Verantwortung des Ehrenamts ist mittlerweile weit verbreitet.“ Zink stellte auch klar, dass die Mitgliederversammlung das höchste Organ im Sportbund bleibt.

„Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt kräftig an und handelt.“ Mit diesen Worten warb Präsidiumsmitglied Rainald Kauer für die neue Satzung, die er als „Benchmark“ für andere Verbände bezeichnete. „Mutige Menschen haben kreativ nach vorne gedacht“, zeigte er sich stolz auf den Impuls, den das Präsidium setzte und dem viele folgen würden. Die Vorreiterrolle des Sportbundes Rheinhessen unterstrich auch LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick, der die Satzungsreform ausdrücklich unterstützte. „Die Reform trägt den Abläufen im SBR Rechnung. Die anderen Verbände im Land schauen sich das genau an und im LSB Präsidium haben wir uns ebenfalls mehrheitlich für diesen Weg ausgesprochen.“, stellte er in Aussicht, dass der rheinhessische Sport mit seiner Neuerung nicht lange allein bleiben werde.

Die Überzeugungsarbeit zahlte sich aus, denn die Delegierten nahmen die neue Satzung ohne Gegenstimme an. Ihr Vertrauen ins Präsidium zeigten sie auch bei den anschließenden Wahlen, bei denen alle Mitglieder wiedergewählt wurden. Klaus Kuhn, der vor drei Jahren für den zurückgetretenen Helmut Graf von Moltke in die Bresche gesprungen war, wurde für seine bislang kommissarisch ausgeübte Arbeit mit viel Lob bedacht und einstimmig zum Präsidenten gewählt. Für die weiteren Präsidiumsmitglieder sieht die neue Satzung keine Ressorts mehr vor, sondern es können bis zu sieben Vize-Präsidenten gewählt werden. Die bisherigen sechs Vize-Präsidenten Nicole Muth, Ulrike Cohnen, Till Pleuger, Rainald Kauer, Daniel Heid und Frank Heilemann stellten sich zur Wiederwahl und wurden allesamt ohne Gegenstimmen ins neue Präsidium berufen. Ergänzt wird das Präsidium durch den Vertreter der Nahevereine im Südwestdeutschen Fußballverband, Axel Rolland, und den Abgesandten der Sportjugend, Florian Düx, die beide vorab in ihren Gremien bereits gewählt worden waren. Thomas Biewald stellte sich nicht mehr zur Wahl.

Das zweite große Thema der Mitgliederversammlung war der Umzug des Sportbundes nach Ingelheim, der mittlerweile fast beschlossene Sache ist. Letzte Hürde ist die politische Entscheidung im Ingelheimer Stadtrat, für die Bürgermeisterin Eveline Breyer sich aber optimistisch zeigte. „Es gab bislang keinen Widerspruch, weshalb ich davon ausgehe, dass die Umsetzung des Masterplans noch vor den Sommerferien beschlossen wird.“ Zuvor hatte Breyer zwei Varianten aufgezeigt, wie im Ingelheimer Blumengarten gebaut werden könnte. Baurecht für das Haus der Vereine, in dem die neue Geschäftsstelle unterkommen würde, ist bereits gegeben, sodass die Detailplanung sofort nach der Abstimmung im Stadtrat – so diese denn positiv ausfällt – starten kann. Über die Finanzierung gab Geschäftsführer Thorsten Richter Auskunft, der einen überarbeiteten Finanzplan vorlegte. „Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung in der Bauwirtschaft planen wir Preissteigerungen von 25 Prozent mit ein und bleiben damit immer noch unter den 3,5 Millionen Euro, die von der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember freigegeben wurden.“ Abzüglich möglicher Fördermittel und einer Million Euro Eigenkapital (in die der Erlös aus dem Verkauf der Sportschule Seibersbach eingerechnet ist) verbleibt somit ein Finanzierungsbedarf von rund zwei Millionen Euro. „Seien sie versichert: Wir schauen genau hin und werden uns nicht zu hoch verschulden“, versprachen Kuhn und Richter unisono. Zustimmung erhielt das Präsidium auch für die Beschlussvorlage, 25.000 Euro aus dem Verkauf der Sportschule Seibersbach als Sockelbetrag für die Gründung der „Sportstiftung Rheinhessen/Nahe“ zu verwenden.

Die einzige Ehrung des Tages führte Wolfgang Bärnwick durch, der dem Sportkreisvorsitzenden der Stadt Worms, Manfred Pfeiffer, die bronzene Ehrenmedaille des Landessportbundes überreichte. Stehende Ovationen gab es aber für Joachim Friedsam, der anderthalb Jahre nach seinem Ausscheiden offiziell verabschiedet und noch einmal für seine als Geschäftsführer geleistete Arbeit gewürdigt wurde. „Danke für die hilfreiche Unterstützung bei der Satzungsreform und für 15 Jahre produktiver Zusammenarbeit mit vielen guten Gesprächen. Ich verspreche dir, den von dir eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, versicherte sein Nachfolger Thorsten Richter. Friedsam zeigte sich tief bewegt und bedankte sich, indem er die Leistung der Gemeinschaft hervorhob: „In der Corona-Zeit sind alle eng zusammengerückt. Das steht exemplarisch für den Sport und so sollten wir bleiben.“ Ein besseres Schlusswort fand dann auch Präsident Klaus Kuhn nicht mehr, der nach fast vier Stunden die Versammlung schloss und zufrieden Bilanz zog: „Ich bin glücklich, dass die Mitglieder der Satzungsreform zugestimmt haben. Wir brechen nun auf in ein neues Zeitalter im Sportbund Rheinhessen, haben mit dem Umzug nach Ingelheim aber schon die nächste große Herausforderung vor der Brust.“


Wartungsarbeiten

Für eine Aktualisierung der Verwaltungssoftware IntelliVerband beabsichtigen wir am Freitag, den 10.06.2022 in der Zeit zwischen 12:00 und 18:00 Uhr einen Wartungstermin durchzuführen.

In dieser Zeit ist die Nutzung von Intelli ausgeschlossen.


Preis für Zivilcourage – Bewerbungsphase gestartet

Jedes Jahr ehrt der Minister des Innern und für Sport Menschen, die in außergewöhnlichen Situationen mutig und zivilcouragiert gehandelt haben. Diese Menschen dienen als Vorbilder für uns alle und haben eine entsprechende Würdigung und Aufmerksamkeit verdient. Der Preis für Zivilcourage soll an Menschen verliehen werden, die sich für andere eingesetzt haben. Daher kann jede Einzelperson geehrt werden, die engagierte Hilfe in einer besonderen Situation (beispielweise Bezeugen einer Gewalt- oder Straftat, Leisten von Nothilfe) gezeigt hat. Der Preis richtet sich in erster Linie an Einzelpersonen.

Vorschläge werden bis zum 30. September entgegen genommen und sind mittels der bereitgestellten Formulare einzureichen. Die Auswahl der auszuzeichnenden Personen erfolgt durch eine Jury unter dem Vorsitz von Frau Staatsekretärin Nicole Steingaß. Die Preisverleihung findet am 7. Dezember 2022 in Mainz statt.

Hier finden Sie weitere Informationen.

 


„Rheinland-Pfalz bewegt“ und die Menschen bewegen den Rheinland-Pfalz-Tag 

75 Jahre Rheinland-Pfalz wurden in Mainz beim 36. Rheinland-Pfalz-Tag gefeiert. Neun große Themen wurden anlässlich des Landesfestes in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zelebriert. Der Sportbund Rheinhessen vertrat dabei mit seinen Fachverbänden und Vereinen den organisierten Sport innerhalb des Themenfeldes „Rheinland-Pfalz bewegt“.

Inmitten der Stadt Mainz, auf dem Gutenbergplatz, war Bewegung drin! Denn Stillstand gab es die letzten beiden Jahre genug. Dies verdeutlichen auch die Absagen der letzten beiden Rheinland-Pfalz-Tage in Andernach und Boppard. „Wer auf der Suche nach bloßen Infoständen ist, der wird auf unserer bewegten Meile nicht fündig“, sprach Klaus Kuhn vielen Vereinen und Verbänden bereits bei Eröffnung aus der Seele. Begegnung durch Bewegung schaffen und den Gutenbergplatz dabei zum Sportplatz umfunktionieren. Dies war das Ziel und gelang bei vielfältigen und zahlreichen Mitmachangeboten für Jedermann. Taekwando, Showtanz, Headis, Rollstuhl-Hockey und Inliner-Artistik ist nur eine kleine Auswahl aus dem bunten Pott der rheinland-pfälzischen Sportlandschaft.

Obwohl der Sport und die Bewegung im Zentrum standen, wurde aber auch intensiv die Rolle der Vereine und Verbände als Motor der Gesellschaft thematisiert. Klaus Kuhn betonte im Gespräch mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz die Bedeutung der Vereine und Verbände über den Sport hinaus: „Wir treiben nicht nur Sport in den Vereinen, es sind auch die sozialen Strukturen, die durch das Ehrenamt geschaffen werden, sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft.“

Doch die Feier anlässlich des 75-jährigen Landesjubiläums war auch Gelegenheit, auf neun Jahrzehnte Sportgeschichte zurückzublicken. Eine mobile Ausstellung inklusive stets verfügbarer auditiver Zeitreise weckte tolle Erinnerungen und begeisterte die mehreren Tausend Besucher über die drei Tage hinweg. Auch Kinder konnten im Sportkids-Bereich einen kindgerechten Blick in die sportlichen Geschichtsbücher werfen. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Sportbundes Rheinhessen besuchte auch Wolfgang Bärnwick, Präsident des Landessportbundes, den Rheinland-Pfalz-Tag und findet lobende Worte für die Zeitreise. „Die verbindende Kraft des Sportes hat der Sportbund Rheinhessen stellvertretend für den gesamten Landessport hervorragend präsentiert. Die Idee, eine Zeitreise passend zum 75. Geburtstag unseres Bundeslandes auf die Beine zu stellen, kam riesig an und erwies sich als Volltreffer.“

Ein Volltreffer war ebenfalls, dass der Rheinland-Pfalz-Tag endlich wieder für Belebung sorgte. Dies stellte Thorsten Richter, Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen, nochmal deutlich heraus. „Nachdem der Rheinland-Pfalz Tag 2020 und 2021 pandemiebedingt ausfallen musste, war es umso schöner zu sehen, wie viele Menschen sich am diesjährigen Landesfest beteiligt haben. Auf dem Gutenbergplatz konnten wir den rheinhessischen Sport direkt in Mainz und den gesamten rheinland-pfälzischen Sport zelebrieren. Es waren im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Begegnungen und ein großer Festakt für alle.“


#TrikotTag in Rheinland-Pfalz am 01.06.

Nach den großartigen Erfolgen in den Jahren 2020 und 2021 ruft der Sportbund Rheinhesseh gemeinsam mit dem Landessportbund, dem Sportbund Rheinland und dem Sportbund Pfalz wieder zum landesweiten #TrikotTag auf. Alle Sportvereinsmitglieder können am Mittwoch, dem 1. Juni, Werbung für ihren Sport machen, indem sie das Trikot, Polo-Shirt oder die Trainingsjacke ihrer Sportmannschaft oder ihres Heimatvereins tragen.

Alle Infos über den TrikotTag und das Gewinnspiel findet ihr hier.


Zweite Runde der Initiative „Sportverein der Zukunft – mit BASF fit für die Digitalisierung“ beginnt am 29. August 2022 

Die Sportvereine des Badischen Sportbundes Nord, des Sportbundes Pfalz sowie der Sportkreise Bergstraße (Hessen) und Worms (Rheinhessen) können sich ab dem 29. August 2022 für die zweite Runde der Initiative „Sportverein der Zukunft – mit BASF fit für die Digitalisierung“ bewerben. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 14. Oktober 2022. 

Digitalisierung ist ein hochrelevantes Thema, das für Sportvereine allein häufig schwierig zu bewältigen ist. Ohne den benötigten digitalen Wandel drohen die Breitensportvereine den Anschluss an gesellschaftliche Entwicklungen zu verpassen und an Relevanz in der Bevölkerung zu verlieren. 

Die Entwicklung der Breitensportvereine in der Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern, ist seit jeher ein besonderes Anliegen von BASF. Mit der Unterstützung von Nielsen Sports werden innerhalb der Initiative „Sportverein der Zukunft – mit BASF fit für die Digitalisierung“ bereits 20 Vereine beraten. Innovative Projekte wie die Einführung einer smarten Beregnungsanlage beim TC Rot-Weiß Worms e. V. zeigen exemplarisch die Umsetzung in die Praxis. 

Die Initiative bietet deren Breitensportvereinen vielfältige Möglichkeiten der zukunftsgerichteten digitalen Weiterentwicklung. Diese reichen von einer effizienten Vereinsverwaltung über ein verbessertes und erweitertes Sportangebot bis hin zu einer passgenauen Vereinskommunikation. 

Interessierte Vereine können sich online unter www.sportverein-der-zukunft.de über die Initiative informieren. Ab dem 29. August 2022 wird zudem auf der Webseite der Initiative der kostenlose Digital-Check freigeschaltet. Dieser dient wie schon in der ersten Runde gleichzeitig als Bewerbung für die Teilnahme an der Initiative „Sportverein der Zukunft“. Auf Basis der Angaben des Digital-Checks sowie weiteren internen Kriterien trifft eine Kommission bestehend aus Vertretern:innen von BASF, Nielsen Sports, des Badischen Sportbundes Nord, des Sportbundes Pfalz, der Sportkreise Bergstraße (Hessen) und Worms (Rheinhessen) sowie der Sportregion Rhein-Neckar die Auswahl der Teilnehmer für die zweite Runde. 

Jeder für die Initiative ausgewählte Verein wird in einem bewährten Coachingprozess durch die Zusammenarbeit mit den Expert:innen von Nielsen Sports begleitet. Dabei werden die Vereine dazu befähigt, ein ausgewähltes Digitalisierungsprojekt in den Bereichen Organisation, Mitgliederwesen, Kommunikation oder Sportangebot erfolgreich umzusetzen. 

Die zweite Runde, die für die Dauer von 18 Monaten angelegt ist, wird Mitte des Jahres 2024 abgeschlossen. Insgesamt wurden dann innerhalb der Initiative 40 Sportvereine bei der Digitalisierung unterstützt. 

Sie wollen einer dieser Vereine sein? Dann bewerben Sie sich ab dem 29. August 2022 unter www.sportverein-der-zukunft.de. 

Stephanie Wirth, Geschäftsführerin Sportregion Rhein-Neckar: „Die Initiative Sportverein 2020 hat in den vergangenen Jahren viel in der Metropolregion Rhein-Neckar bewegt. Die digitale Ausrichtung der neuen Initiative zeigt, dass die aktuellen Herausforderungen für Breitensportvereine erfolgreich erkannt wurden. „Sportverein der Zukunft“ vernetzt die Vereine aus Rhein-Neckar, ermöglicht regionale Synergien und stärkt gleichzeitig die Identifikation mit der Region. Dies hilft den Vereinen – qua „Hilfe zur Selbsthilfe“ – bei einem erfolgreichen Neustart nach Corona. Wir sind überzeugt, dass wichtige Impulse für die notwendige regionale Vereinsentwicklung mit der Initiative einhergehen.“ 

Kontakt:

Initiative „Sportverein der Zukunft – mit BASF fit für die Digitalisierung“ Nielsen Sports Deutschland GmbH 

Sascha Knies  

Scheidtweilerstraße 17  

50933 Köln  

E-Mail: info@sportverein-der-zukunft.de  

Tel.: 0221 – 43073-166 


INpuls Prämie für den TV 1862 Köngernheim

Inklusiven Strukturen einen Impuls verleihen – dafür steht die INpuls-Prämie. Sie soll inklusive Projekte unterstützen und Vereinen sowie Fachverbänden Möglichkeiten für inklusive und nachhaltige Strukturen geben. Die finanzielle Unterstützung darf ausschließlich zur Umsetzung von inklusiven Maßnahmen verwendet werden. Dafür setzt sich der TV 1862 Köngernheim mit einem Sportangebot ein: jeden Dienstag von 17:00 bis 18:00 Uhr bietet der Verein spielerisches Tanzen mit Kindern zwischen vier und neun Jahren an. Rhythmus und Wahrnehmungsübungen haben das Ziel, alle Sinne anzusprechen und die Koordination der Kinder zu fördern. Beim angebotenen Turnen und Krafttraining werden auch Muskeln beansprucht, die zum Tanzen notwendig sind. Doch die Tanzgruppe trainiert nicht nur, sondern hat natürlich auch Auftritte. Sei es bei Kinder-Fastnachten, Seniorennachmittagen oder dem geplanten inklusiven Sportfest des 1. KTC Bad Kreuznach am 09. Juli 2022. Für das Engagement des Vereins wurde am 10. Mai 2022 feierlich der Scheck der INpulsprämie vom Landessportbundes Rheinland-Pfalz im Wert von 500 Euro übergeben.

Foto: v.l.: Kathleen Dollmann, Sport-Inklusionslotsin, Armin Stauß, 1. Vorsitzender des TV 1862 Köngernheim sowie Eva Meloth, Übungsleiterin des TV 1862 Köngernheim

Eva Meloth, die Übungsleiterin der Kinder, betont, dass sie die Kinder ohne Druck und auf spielerische Weise fördern und Sport allen zugänglich machen möchte: „Generell engagiere ich mich für den Sport und ob es jetzt Sportler*innen mit oder ohne Beeinträchtigung, das spielt bei uns absolut keine Rolle.”

“Wir freuen uns sehr, mit dem TV 1862 Köngernheim einen weiteren Verein auf dem inklusiven Weg begleiten zu können. Zudem werden wir am 16. Juli dort auch mit der Fortbildung ‘Inklusion im Sportverein umsetzen’ zu Gast sein und versuchen, weitere Vereine für Inklusion begeistern zu können”, so Kathleen Dollmann, Sport-Inklusionslotsin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und für das Gebiet des Sportbundes Rheinhessen zuständig.

“Insgesamt ist es unser Ziel als Verein, mehr Übungsleiter*innen einzustellen, welche sich darum kümmern, nicht nur vereinzelte Angebote zu schaffen, sondern das gesamte Sportangebot inklusiver zu gestalten. Deshalb sind wir mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz und dem Sportbund Rheinhessen im engen Kontakt”, so der 1. Vorsitzende Armin Stauß.

 


Negativtrend gestoppt – leicht positive Mitgliederentwicklung im rheinhessischen Sport 

Der höchste Mitgliederstand im Sportbund Rheinhessen war mit 283.910 im Jahr 2013 erreicht. Seitdem waren die Mitgliedszahlen nur minimal schwankend, hatten sich 2020 gegenüber 2019 sogar wieder um 1.420 erhöht. Anschließend ereilte mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des Sportangebots auch die Sportlandschaft massive Verluste: die verhinderten Neueintritte in die Vereine konnten die üblichen Austritte nicht mehr ausgleichen, was nicht ohne Folgen blieb: Ein Minus von 10.719 Mitgliedern, dies entsprach einem Rückgang von 3,84 Prozent. Dieser besorgniserregende Trend konnte nun gestoppt werden, was sich in leicht positiven Steigerungen der Mitgliederzahlen auf Basis der Bestandserhebung zum 01.01.2022 bemerkbar macht: 270.022 Mitglieder sind in 869 rheinhessischen Vereinen aktiv. Dies entspricht einem Mitgliederzuwachs von 0,26 Prozent, obwohl die Vereinslandschaft um 13 Sportvereine zum Vorjahr gesunken ist. Im Jahre 2021 betätigten sich 269.332 Sportler*innen in 882 Vereinen.  

Bemerkenswert ist dabei die Entwicklung der Kinder bis 6 Jahre. Ein Zuwachs von über 6,5 Prozent konnte in dieser Altersklasse verzeichnet werden. Einen großen Teil hat dazu die Mitgliedergewinnungskampagne „Comeback der Gemeinschaft“ im letzten Jahr beigetragen. Fast 4.000 Kinder unter 10 Jahren konnten die rheinhessischen Sportvereine gewinnen und so auch Zuschüsse von knapp 60.000 Euro erhalten, 15 Euro pro gewonnenem Neumitglied. Während die Mitgliederzahlen in den Altersklassen 15 bis 18 Jahre (-1,77 Prozent), 19 bis 26 Jahre (-0,66 Prozent) und 41 bis 60 Jahre (-1,67 Prozent) Verluste zu verzeichnen haben, sind, neben den Kindern bis 6 Jahre, weitere Gewinne ersichtlich: Mit 0,07 Prozent ein minimaler Gewinn der 7- bis 14-Jährigen, mit 1,94 Prozent ein deutliches Plus in der Altersklasse 27 bis 40 Jahre und mit 0,92 Prozent eine Steigerung der über 60-Jährigen.  

Beim Blick auf die Fachverbände ist zu erkennen, dass die Sportarten Turnen und Tischtennis die größten Verluste erlitten. Während die Turner als zweitgrößter Fachverband mit 2.875 weniger Mitgliedern in absoluten Zahlen einen größeren Rückgang zu verzeichnen haben, ist das relative Minus im Tischtennis mit 7,40 Prozent am höchsten innerhalb der zehn Mitgliederstärksten rheinhessischen Fachverbände. Der mit 84.046 Mitgliedern nach wie vor größte Fachverband Fußball kommt auf ein Plus 1,69 Prozent. Aber auch Tennis (+6,65 Prozent) und Schwimmen (+6,44 Prozent) konnten Zuwächse generieren. Bei den Sportarten Handball (+2,24 Prozent) und Pferdesport (+2,86 Prozent) ist ebenfalls ein positiver Trend zu erkennen.  

Hinsichtlich der mitgliederstärksten Vereine in Rheinhessen zeigt sich ein differenziertes Bild. Sechs der zehn größten Vereine konnten Zuwächse verzeichnen. Größter Verein in Rheinhessen bleibt der 1. FSV Mainz 05, der nach einem Plus von 617 Mitgliedern 12.676 Mitglieder aufweist. Größter Gewinner ist allerdings der SV Freibad Gimbsheim, der seine Mitgliederzahl um 760 Personen und damit fast 19 Prozent steigern konnte. Den höchsten Verlust in absoluten Zahlen verzeichnete der Mombacher TV, der mit 2.425 Mitgliedern einen Verlust von 188 Mitgliedern erlitt.   

„Wir sind sehr glücklich, den durch die Pandemie resultierenden Abwärtstrend gestoppt zu haben. Insbesondere freut uns der Gewinn bei den Kindern bis 6 Jahre. Dies zeigt sehr deutlich, dass sich die rheinhessischen Sportvereine und Verbände während der Pandemie nicht ausgeruht, sondern stark engagiert haben. In diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen, dass auch das Land bei den insolvenzbedrohten Vereinen unter die Arme gegriffen hat und viele Kommunen mit Sondermaßnahmen direkt vor Ort unterstützt haben“, so Sportbund Rheinhessen Präsident Klaus Kuhn. 

„Mit vielen Maßnahmen während der Corona-Pandemie, von kostenloser Rechtsberatung bis hin zu digitalen Lösungen für Mitgliederversammlungen, war und ist es unser Ziel, unseren Mitgliedern als Dienstleister stets zur Seite zu stehen. Mit der Kampagne #comebackdergemeinschaft konnten wir auch finanzielle Anreize zur Mitgliedergewinnung setzen. Wir freuen uns, dass sich sehr viele Vereine daran beteiligt haben und so der Turnaround gemeinsam geschafft werden konnte“, so der Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen, Thorsten Richter.  


Florian Düx neuer Vorsitzender der Sportjugend Rheinhessen

Vollversammlung 2022: Sportjugend Rheinhessen wählt neuen Vorstand

„Alles neu macht der Mai.“ Unter diesem Motto hätte die Vollversammlung der Sportjugend Rheinhessen durchaus stehen können. Gleich drei neue Mitglieder wurden in den Vorstand berufen und mit Nadine Nagel und Tobias Mast legten langjährige Vorstandsmitglieder ihr Amt gleichzeitig nieder.

Neu in Rheinhessen, aber nicht ohne Erfahrung ist der neue Mann an der Spitze der Sportjugend. Florian Düx war bereits mehrere Jahre in der Sportjugend Pfalz aktiv bevor es ihn mit seiner Familie beruflich nach Mainz verschlagen hat. Der Lehrer für Chemie und Sport tritt an die Stelle von Dominic Clos, der das Amt des Vorsitzenden seit dem Rücktritt von Franziska Moritz im letzten Sommer kommissarisch übernommen hatte.
„Dominic war es auch der mich zur Sportjugend Rheinhessen geholt hat.“ erzählt der 30-Jährige.

Dominic Clos (TV Hechtsheim) kehrt dagegen wieder auf die Position des stellvertretenden Vorsitzenden zurück. Neu im Team sind die Beisitzer Emilio Doleschy (VfL Fontana Finthen) und Christian Hessel (TSV SCHOTT Mainz). Komplettiert wird das Team von Andreas Schmitz, der als geborenes Mitglied des Sportkreises Birkenfeld/Bad Kreuznach automatisch dem Vorstand angehört. Zunächst vakant sind die Positionen der beiden Sportkreisvertreter Mainz/Mainz-Bingen und Worms/Alzey-Worms. Ihre Vertreter*innen werden auf den kommenden Sportkreisjugendtagen bestimmt.

Das junge Team hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Neben der Unterstützung der Geschäftsstelle in den Kernaufgaben, wolle man neue Projekte voranbringen, verspricht Düx in seinem Schlusswort. So wolle man sich unter anderem sportpolitisch stärker engagieren. Gemeinsam mit den Sportjugenden Rheinland und Pfalz sowie der Sportjugend des LSB arbeite man hier bereits seit mehreren Monaten eng und intensiv zusammen um stärker agieren zu können. Erste Erfolge konnten hier bereits erzielt werden.
Weitere Aufgaben sieht Düx in der Ehrenamtsgewinnung und Stärkung von jungem Engagement. Des Weiteren möchte der Vorstand mit den Vereinen und Verbänden stärker in den Dialog treten um auf Wünsche und Probleme der Mitglieder besser und schneller eingehen zu können. In diesem Zusammenhang soll auch die Öffentlichkeitsarbeit weiter verbessert werden. „Wir haben ein tolles und engagiertes Team mit viel Potential zusammenstellen können – jetzt geht es an die Umsetzung der neuen Ideen!“ beendet Düx die Veranstaltung. Er lädt die Anwesenden ein die Sportjugend auf dem anstehenden Rheinland-Pfalz-Tag vom 20.-22. Mai in Mainz zu besuchen um vor Ort persönlich in den Austausch zu treten.

Der neue Vorstand der Sportjugend Rheinhessen (v.l.): geb. Mitglied Andreas Schmitz, Christian Hessel, Vorsitzender Florian Düx, Emilio Doleschy; es fehlt: Dominic Clos. Foto: Sportjugend Rheinhessen


Zusammen mehr erreichen mit der EWR-Crowd

Seit über 100 Jahren versorgt EWR die Menschen in Rheinhessen, dem hessischen Ried sowie der Pfalz mit Strom, Erdgas und Wasser. Tradition verpflichtet, daher steht der Energiedienstleister auch in Zukunft für verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln. Das heißt für EWR: Wir schaffen einen Mehrwert für die Menschen in unserer Region, stärken das soziale Miteinander und leisten somit einen Beitrag für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft. Wir können mehr erreichen, wenn wir mit einer starken Community #einfachJETZT gemeinsam die Zukunft anpacken. Deshalb startet EWR jetzt mit unserer Crowdfunding-Plattform, der EWR-Crowd, durch.

Welche Vorteile hat die EWR-Crowd?

Der Begriff Crowdfunding kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Schwarmfinanzierung“: Jeder kann mit einem kleinen Betrag zu etwas Großem beitragen, indem er die Projekte auf der Crowdfunding-Plattform unterstützt.

Mit der EWR-Crowd könnt ihr als Projektstarter schnell und einfach loslegen. Egal, ob ihr ein neues Fußballtor, ein neues Turngerät oder einen neuen Trikotsatz benötigt – in wenigen Tagen ist euer EWR-Crowd-Projekt vorbereitet, geprüft und online. Erfahrene Coaches helfen euch Schritt für Schritt, denn mit der richtigen Vorarbeit und viel Herz kann jeder sein Ziel durch Unterstützung der Community erreichen. Außerdem gibt es einen monatlichen Fördertopf von 1.000 Euro, mit dem eure Projekte finanziell unterstützt werden. Werden mindestens 10 Euro für ein Projekt gespendet, werden 10 Euro aus diesem Topf dazu gegeben. Zum Start der EWR-Crowd wurde ein zusätzlicher Aktions-Fördertopf für euch ins Leben gerufen, mit dem ihr schon zum Start eures Projekts einen Zuschuss erhaltet: Die ersten 30 Projekte auf der EWR-Crowd, die erfolgreich abgeschlossen werden, erhalten einen Startbonus von 500 Euro. Voraussetzung ist eine Mindest-Zielsumme von 1.500 Euro.

Damit ihr einen stärkeren Anreiz für eure Unterstützer schafft, könnt ihr sie bei einer Spende mit tollen und exklusiven Prämien belohnen. Von selbstgebastelten Goodies, T-Shirts mit eurem Vereinslogo bis hin zu Eventkarten seid ihr bei der Auswahl eurer bereitgestellten Prämien ganz flexibel.

Also lasst uns #einfachJETZT gemeinsam die Zukunft anpacken und realisiert eure Herzensprojekte mit der EWR-Crowd!


Auszeichnungen für Sportabzeichen Erwerber*innen 

Feierstunde beim TV Hechtsheim ein würdiger Rahmen für die rheinhessischen Sportler*innen 

Ein Klassiker, der kein Alter kennt und niemals müde wird: Das Deutsche Sportabzeichen wird seit 1913 verliehen und durch Bronze, Silber und Gold können auch Amateursportler*innen olympische Atmosphäre im Sportverein um die Ecke schnuppern. Im Rahmen der Sportabzeichenehrung wurden am 02.05.2022 beim TV Hechtsheim verdiente Preisträger*innen aus Rheinhessen ausgezeichnet. Moderiert wurde die Ehrungsveranstaltung von Thomas Biewald, Vizepräsident Bildung beim Sportbund Rheinhessen sowie Geschäftsführer Thorsten Richter. Die Auszeichnungen überreichte Sportbund Präsident Klaus Kuhn. 

27 Vereine, 15 Grundschulen und über 2.000 Prüfungsabnahmen bzw. Leistungsnachweise: das sind die Zahlen des Sportabzeichen Wettbewerbs der rheinhessischen Sportlandschaft des Jahres 2021, die verdeutlichen, dass die Corona-Pandemie zwar deutliche Spuren hinterlassen hat, aber der Sport nicht stillstand, sondern im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung war. In den motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination bewiesen die Sportler*innen aller Altersklassen Durchhaltevermögen und viel Trainingsfleiß. Dafür wurden sie nun feierlich vom Sportbund Rheinhessen ausgezeichnet.  

In der Ehrungsveranstaltung, die wie das Deutsche Sportabzeichen auch von sportlichen Highlights wie Trampolinturnen und Showtanzeinlagen geprägt war, wurden die besten Schulen und Vereine ausgezeichnet, gestaffelt nach Anzahl der Schüler*innen bzw. Mitglieder und der erreichten Punktzahl. Ausgezeichnet wurden aber alle teilnehmenden Vereine und Schulen, ganz nach dem olympischen Motto: „Dabeisein ist alles“ 

Die ersten Plätze im Schulwettbewerb sicherten sich: 

  • Schulen bis 150 Schüler*innen: Grundschule Mauchenheim 
  • Schulen von 151 bis 300 Schüler*innen: Feldbergschule Mainz 
  • Schulen von 301 bis 500 Schüler*innen: Grundschule Mainz-Laubenheim 
  • Schulen von 501 bis 750 Schüler*innen: Otto-Hahn-Schule Westhofen 
  • Schulen mit mehr als 750 Schüler*innen: Frauenlob-Gymnasium Mainz 

Beim Vereinswettbewerb belegten folgende Vereine den ersten Platz: 

  • Vereine bis 400 Mitglieder: DJK Ballspielclub Mainz 
  • Vereine von 401 bis 600 Mitglieder: TuS Gau-Bischofsheim 1922 
  • Vereine mit 601 bis 900 Mitglieder: SG 1926 Spiesheim 
  • Vereine mit 901 und mehr Mitgliedern: TuS 1861 Büdesheim 

Besonders beeindruckend sind innerhalb der Auszeichnungen auch die Erwerber*innen mit Jubiläum. 20 Erwerber*innen wurden für mindestens 25 Abnahmen ausgezeichnet. Die SG 1926 Spiesheim schafft es sogar, die beiden Erwerber*innen Heribert Erbes und Elfriede Heck mit 50 Abnahmen zu stellen: „Das Geheimnis ist es, niemals Opfer der eigenen Passivität zu werden“, verriet Jubilar Heribert Erbes bei der Auszeichnung auf die Frage, wie es im hohen Alter noch möglich ist, das Deutsche Sportabzeichen zu absolvieren. „Und wenn man dann noch in einer so tollen Ehrungsveranstaltung ausgezeichnet wird, macht es doppelt Spaß, sich sportlich zu betätigen.“  

Beeindruckt zeigte sich auch der Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Klaus Kuhn: „Das Deutsche Sportabzeichen ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports und wird als Leistungsabzeichen für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen. Wir sind begeistert und freuen uns, dass die rheinhessischen Sportler*innen mit so viel Eifer und sportlichem Engagement, unabhängig vom Alter, das Deutsche Sportabzeichen ablegen.“  

Tribut zollte Sportbund Rheinhessen Geschäftsführer Thorsten Richter aber nicht nur den Erwerber*innen, sondern auch den Prüfer*innen: „Ohne Prüfer*innen wäre die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens nicht möglich. So feiern Gottfried Knopper und Gerd Braun bspw. ihr 55-jähriges Jubiläum. Auch ihnen gratulieren wir stellvertretend und sagen vielen Dank für ihr über Jahre hinweg herausragendes Engagement für das Deutsche Sportabzeichen.“ 


Der SportAward 2022 lockt mit bewährtem Konzept und großen Namen 

Kaum hat sich der Vorhang im Mozartsaal geschlossen, laufen bereits die Vorbereitungen für den nächsten SportAward Rhein-Neckar am 14. November im Mannheimer Rosengarten auf Hochtouren. Zum zweiten Mal wird Mannheim die größte Sportlerehrung der Metropolregion Rhein-Neckar beherbergen, um den erfolgreichen und engagierten Sportlerinnen, Sportlern, Teams, Talenten, Trainer:innen und Vereinen vom Breiten- bis zum Leistungssport eine Bühne zu bieten. 

Podium von links nach rechts – Frank Schlageter (Veranstalter), Prof. Dr. Eckart Würzner (Vorsitzender Sportregion Rhein-Neckar e.V.), Gerald Marzenell (Award-Gewinner), Marcus Kink (Laudator 2022), Norbert König (Moderator des SportAward)

Sport verbindet, vernetzt und baut Brücken 

Seit 2010 verleiht die Sportregion Rhein-Neckar e.V. den SportAward für herausragende sportliche Leistungen und ehrenamtliches Engagement und würdigt damit in insgesamt neun Kategorien die besten Sportler:innen und engagierte Vereine. Nach der pandemiebedingten Verschiebung von 2020 auf 2021 findet der siebte SportAward Rhein-Neckar in diesem Jahr wieder turnusgemäß statt.  

Bewährtes Konzept 

Der Montag als Veranstaltungstag garantiert wie in den vergangenen Jahren die Teilnahme sämtlicher Nominierter sowie aller Athlet:innen, auch vom Team Paris Metropolregion Rhein-Neckar, welches bereits in den Startlöchern steht. Nach dem Empfang aller Gäste im Foyer mit rotem Teppich, Aktionsständen, Snacks und Aperitif, findet im Mozartsaal im Rahmen der rund zweieinhalbstündigen Bühnenshow mit Live-Entertainment die Award-Verleihung in den neun Kategorien statt. Nach der Show und Preisverleihung bietet der SportAward Rhein-Neckar seinen Gästen im Foyer des Rosengartens ein Buffet, viele Aktions- und Mitmachstände der Award-Partner sowie eine große Sport-Party im Ella &  Louis mit DJ Mo und einer Cocktailbar.  

Große Namen

Prof. Dr. Eckart Würzner erläutert die Bedeutung des SportAwards

Beim SportAward Rhein-Neckar gibt sich das ‚who is who‘ der Sportwelt die Ehre. Das beginnt bei den nominierten Sportler:innen, Trainer:innen, Talenten, Teams und Vereinen, reicht über das Moderatoren-Duo Lea Wagner (ARD) und Norbert König (ZDF) bis hin zu den namhaften Laudator:innen. Für diese Aufgabe haben bereits SV Sandhausen Kapitän Dennis Diekmeier, Award-Gewinner 2021 als engelhorn sports Publikumsliebling sowie ehemaliger Adler Kapitän Marcus Kink zugesagt. Für mitreißende Show-Acts steht erstmalig der neue Entertainmentpartner Palazzo Mannheim, der höchste künstlerische Qualität garantiert. Fest steht zum Beispiel bereits der Auftritt des zweimaligen Teilnehmers bei ‚The Voice of Germany‘, Juan Geck.  

Jetzt Lieblingssportler:in wählen! 

Einen der neun Awards kann die Metropolregion Rhein-Neckar selbst vergeben: den engelhorn sports Publikumsliebling. 2016 hatte Hockeynationalspielerin Lydia Haase, 2018 Marathonläuferin Fabienne Königstein und 2021 SV Sandhausen Kapitän Dennis Diekmeier in dieser begehrten Kategorie die Nase ganz vorne. Ab sofort kann also jeder Sportfan unter www.sportawardrheineckar.de seinen Vorschlag einreichen. Ab dem 14. September kann dort für den Publikumsliebling gestimmt werden. 

Alles inklusive 

Im Rosengarten benötigen die Award-Besucher lediglich ihr Ticket, kein Geld. Denn im Eintrittspreis sind Garderobe, Speisen und Getränke, die Party sowie  Gastgeschenke bereits enthalten. Zudem gibt es keine VIP-Bereiche, alle Sportlerinnen, Sportler und prominenten Gäste stehen dem Publikum für kleine Gespräche und Selfies in der Regel gerne zur Verfügung. 

Tickets für 79,00 Euro, 89,00 Euro und 99,00 Euro (alles inklusive) gibt es auf www.sportawardrheinneckar.de 

Mit dem Early-Bird-Ticket ab dem 5. Mai bis zum 15. Juni sparen Sie 10,00 Euro pro Ticket. Code: Early2022 

Hier geht’s zum Flyer

Fotoquelle „Justin Rudd“


Mehr als 42.000 Euro Spenden: Benefizspiel für die Ukraine lockt Tausende nach Ingelheim

Das Benefiz-Fußballspiel zugunsten der Opfer des Krieges in der Ukraine lockte am vergangenen Sonntag über 3.700 Zuschauer*innen zum Familienfest in den Blumengarten. Fabrizio Hayer, auf dessen Idee die Veranstaltung beruhte, die Stadt Ingelheim und die Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH (IKuM) hatten einen bunten Nachmittag organisiert, bei dem die Erlöse aus dem Getränke- und Essensverkauf Geflüchteten und Kriegsopfern aus der Ukraine zugutekommen sollten. Und die Spendensumme von rund 42.000 Euro kann sich wirklich sehen lassen. Das Geld kommt teilweise Hilfsprojekten in der Ukraine zugute, soll aber auch direkt in Ingelheim und der Region eingesetzt werden, um beispielsweise eine umfangreiche Kinderbetreuung samt Deutschunterricht für geflüchtete Familien anbieten zu können.

Im Sportpark Im Blumengarten sorgte ein vielfältiges Programm mit Infoständen, einem Familienbewegungspark und kulinarischem Angebot für Abwechslung. Der Höhepunkt des Tages war das um 15.01 Uhr angepfiffene Prominenten-Benefizspiel „Fabrizio Hayer and Friends“ gegen „Allstars: Together for Peace & Freedom“. Hierbei gaben sich weithin bekannte Namen die Ehre, unter anderem Stefan Hofmann, Mario Basler, Markus Kreuz, Ikke Hüftgold und Ailton traten unter den Augen von Ex-FIFA-Schiedsrichter Dr. Markus Merk gegen den Ball.

Auch der Stadtverwaltung war die Unterstützung der Benefizaktion ein großes Anliegen. „Die Stadt Ingelheim hat das Spendenturnier zugunsten von Geflüchteten aus der Ukraine sehr gerne unterstützt. Die Ingelheimer Gesellschaft steht für Vielfalt und Toleranz. Gerade die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass die Spendenbereitschaft sehr groß ist“, erklärte Oberbürgermeister Ralf Claus. „Gemeinsam konnten wir an dem Tag für die Geflüchteten etwas Gutes tun. Jeder eingenommene Euro wird gespendet. Darüber hinaus ist es Fabrizio Hayer gelungen, sämtliche Teilnehmer und Anbieter ehrenamtlich zu gewinnen“, so die Bürgermeisterin und Sportdezernentin Eveline Breyer.

Text und Bild: Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein