Außerordentliche Mitgliederversammlung – FAQ’s Druckversion

Umzug Geschäftsstelle

Es wurde eine Verlagerung der Geschäftsstelle in den Bereich des Europakreisels erwogen. Woran ist dieses Vorhaben gescheiteter?

Leider gibt es in Mainz noch keine verbindliche Zusage, welches Grundstück für den Neubau zur Verfügung gestellt werden kann. Seit 2017 ist das Thema, bisher ohne konkrete Zusage bis Oktober 2021. Als die ersten Gespräche stattfanden, hatten wir den Verkauf der Sportschule Seibersbach noch nicht vorgesehen und wollten stattdessen ca. 2,5 Millionen Euro in deren Sanierung stecken.

Mit welchem Erlös wird beim Verkauf der jetzigen Geschäftsstelle gerechnet?

Die jetzige Geschäftsstelle gehört uns leider nicht, wir sind nur Mieter. Entsprechend gibt es keinen Verkaufserlös für uns bei Veräußerung durch den Besitzer, den LSB. Wir planen allerdings mit dem Verkauf unserer Sportschule Seibersbach mit ganz konservativ 300.000 €. Nicht zu vergessen ist dabei, dass wir jährlich gut 150.000 € in die Sportschule zu deren Erhaltung investieren müssen. Dies alles werden wir für eine neue Geschäftsstelle einsetzen.

Kann es eine Überlegung sein die Geschäftsstelle zentraler im Verbandsgebiet anzusiedeln. Sowohl Mainz als auch Ingelheim liegen sehr nördlich im Verbandsgebiet, zudem hat Ingelheim eine schlechte ÖPNV-Anbindung aus dem Süden.

Die Standortfrage hat sich in Richtung Ingelheim ergeben, weil wir dort Synergien ausarbeiten und nutzen können – gemeinsam mit der Stadt Ingelheim selbst. Andere Städte haben leider häufig nicht diese Möglichkeit dazu, bzw. noch nicht ähnlich tief in Planungen für ein Leuchtturmprojekt im Sport wie es der Sportpark dort sein wird. Die Stadt ist zentral mit guter Infrastruktur und guter Bahnanbindung.

Sind in die Berechnungen der benötigten Fläche auch neu erprobte Arbeitsmodelle (mobiles Arbeite/Homeoffice) eingeflossen?

In die Planungen für die neue Geschäftsstelle sind Platzeinsparungen durch moderne Arbeitsabläufe (wie z.B. Homeoffice oder mobiles Arbeiten) bereits bedacht worden. Tatsächlich könnten wir dadurch einige Büroflächen weniger brauchen. Allerdings sind wir an dieser Stelle noch am Anfang und lernen quasi täglich dazu. Insbesondere die Sharepoint-Option prüfen wir genau und verknüpfen unsere Geschäftsprozesse schon jetzt immer mehr darüber. Sobald die Planungsphase beginnt, werden wir die Erkenntnisse aus der Corona-Homeoffice-Phase berücksichtigen.

Wurde erwogen die Synergieeffekte zu erweitern und zusammen mit dem LSB eine Immobilie zu nutzen?

Natürlich wurden diese Synergieeffekte im Vorfeld ausführlich diskutiert und geprüft. Durch die stark digitalisierten Prozesse sind die Synergieeffekte durch eine Ansiedlung im gleichen Haus kaum mehr vorhanden. Darüber hinaus hat die Organisationsentwicklung gezeigt, dass die Aufgaben des Sportbundes Rheinhessen keine Ansiedlung in Mainz zwingend erfordern. Viel wichtiger für den organisierten Sport ist ein eigenständiger, starker und gut wahrnehmbarer Sportbund Rheinhessen. Die Sportbünde Rheinland und Pfalz zeigen deutlich, dass die Bindung von den Mitgliedern wesentlich davon profitiert. Das kerngeschäft des Sportbundes ist operativ und stärker in der Aus- und Fortbildung angesiedelt. Sportstätten, Parkplätze und eine gute, zentrale Anbindung spielen für uns eine wichtige Rolle. Abgesehen vom noch unsicheren Standort, wurde uns angekündigt, dass der Sportbund Rheinhessen im neuen Haus des Sports beim LSB ortsübliche Mieten zahlen müssen. Bei einem Bedarf von rund 400 qm Bürofläche kämen zwichen 6.000-8.000 € monatlich zusammen. Für diese Summe können wir ein eigenes Haus finanzieren.

Inwiefern profitieren, alle Vereine im Verbandsgebiet von dem neuen Sportpark?

Die Vereine profitieren u.a. von dem Sportpark durch eine gute Verkehrsanbindung, per Bahn und Autobahn, als auch kostenlose Parkplätze für unsere Besucher. Die Flächen der bereits bestehenden Sportanlagen werden wir ebenfalls in unsere Aus- und Fortbildung einbinden können. Sportplatz, Rasenspielfläche, Laufbahn, Beachvolleyballfelder, Basketballanlage, Bolzplatz und Minigolf sind bereits im Gelände Blumengarten vorhanden. Mit der Stadt erörtern wir zurzeit die Nutzungsmöglichkeiten im Detail, ohne anderen Vereinen damit etwas wegzunehmen. Zudem soll der Neubau u.a. über Veranstaltungsräume und Webseminar-Möglichkeiten verfügen, die von allen Vereinen und Verbänden genutzt werden können. Fachverbände sollen z. B. die Möglichkeit erhalten, ihre Mitgliederversammlungen im neuen Haus der Vereine abzuhalten. Insgesamt ist die Zusammenführungvon z. B. Sportstätten und Verwaltung einen klaren Vorteil – u. a. kürzere Wege, weniger Fahrtkosten. Unsere Mitarbeiter sind intensiv in die Aus- und Fortbildungen eingebunden und müsse durch die Fahrerei nach Seibersbach etliche Stunden verbrauchen, die wir gut an anderer Stelle einsetzen können. Damit profitieren alle Vereine und Fachverbände von diesem Faktor.

Woher stammen die Mittel in Höhe von 3,5 Mio€ für den Neubau der Geschäftsstelle?

Die Mittel setzen sich aus der angesparten Investitionsrücklage (ca. 430 000 Euro / ursprünglich für die Sanierung der Sportschule Seibersbach geplant), dem Erlös aus dem Verkauf der Sportschule Seibersbach (ca. 300 000 Euro) sowie den jährlich eingesparten Kosten für die reine Unterhaltung der Sportschule (ca. 100 000 bis 150 000 Euro im 10-Jahresschnitt) zusammen. Neben Förderungen durch das Land, Bafa oder KFW wird ein Kredit benötigt werden. So wollen wir auf Sicht Kapital anschaffen und in einem Neubau das Geld einfließen lassen. Diese Variante scheint uns wesentlich sinnvoller als diese Mittel z. B. in eine ortsübliche Miete in einem Mainzer Bürokomplex (ca. 15 bis 19 Euro pro m2 inkl. Nebenkosten) zu verausgaben.

Mit welchem Erlös wird beim Verkauf der jetzigen Geschäftsstelle gerechnet?

Die jetzige Geschäftsstelle gehört nicht dem Sportbund Rheinhessen, wir sind nur Mieter. Entsprechend gibt es keinen Verkaufserlös für uns bei Veräußerung durch den Besitzer, den Landessportbund. Wir planen allerdings mit dem Verkauf unserer Sportschule Seibersbach mit ganz konservativ 300.000 €. Dies alles werden wir für eine neue Geschäftsstelle einsetzen.

Warum wurde der Standort Ingelheim ausgewählt?

Die Standortfrage hat sich in Richtung Ingelheim ergeben, weil wir dort mit der Stadt Ingelheim Synergien ausarbeiten und nutzen können. Hier gibt es bereits konkrete Planungen für einen Sportpark, der im Bereich des Blumengartens entstehen soll. Auf dem Gelände ist ein Haus der Vereine vorgesehen, dass wir gemeinsam erweitern/bauen können. Sportstätten sind vorhanden, wir können dort ohne Belastung für andere Vereine deren Nutzung organisieren. Der Sportpark soll perspektivisch weiterentwickelt werden. Zudem liegt die Stadt zentral, hat eine gute Infrastruktur und ÖVPN-Anbindung.

Soll die Turnhalle - Ersatz für Seibersbach - ebenfalls im Blumengarten in Ingelheim angesiedelt sein? Wenn ja, welche Funktion wird diese künftig haben?

Neben den Sportanlagen die im Blumengarten in Ingelheim bereits verfügbar sind, steht perspektivisch auch der Bau einer Dreifelderhalle durch die Stadt Ingelheim im Raum. Die Fachverbände wurden bereits angefragt, welche Funktionen sie sich für diese Halle wünschen. Die Rückmeldungen hierzu sollen in die Planungen mit einbezogen werden. Die Möglichkeit, mit unseren Fachverbänden gemeinsam eine Halle zu bauen, wollen wir zeitnah nach dem Votum für eine Ansiedlung in Ingelheim angehen. Hier gibt es Möglichkeiten, gemeinsam eine Vision eines rheinhessischen Sportzentrums zu verwirklichen und besondere Bedarfe einzelner Fachverbände umzusetzen.

 

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