27. CoBeLVO bringt Lockerungen im Außenbereich Druckversion

Sportbund Rheinhessen erinnert an Impfkampagne und digitale Mitgliederversammlungen

Wer im Sommer glaubte, die Pandemie sei überstanden, sieht sich getäuscht. Die Inzidenzzahlen schnellen in die Höhe, die Impfquote im Land ist immer noch zu gering. Der rheinland-pfälzische Ministerrat sieht eine „Pandemie der Ungeimpften“ und versucht in der ab dem 8. November geltenden 27. Corona-Bekämpfungsverordnung entsprechend gegenzusteuern. Die Erkenntnis, dass Infektionsgefahr vor allem im Innenbereich besteht, führt jedoch dazu, dass Kontaktbeschränkungen im Freien weitestgehend aufgehoben werden. So sind für die Sportausübung im Freien keinerlei Einschränkungen mehr vorgesehen. Für Veranstaltungen im Außenbereich gilt nur noch dann die Testpflicht, wenn die Teilnehmer feste Plätze einnehmen und eine Einlasskontrolle oder Ticketverkauf gegeben sind. Die Begrenzung auf 25.000 Zuschauer entfällt, sodass neben Weihnachtsmärkten oder Martinsumzügen auch Sportveranstaltungen ohne Einschränkungen durchgeführt werden können. „Nicht ganz nachvollziehbar ist, dass Weihnachtsmärkte ohne „G-Regeln“ auskommen sollen, Zuschauerbereiche rund um einen Sportplatz dagegen in Teilen nicht“, so Thorsten Richter, Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen. „Insgesamt sind wir jedoch sehr zufrieden damit, dass der organisierte Sport bei der Ausarbeitung der Verordnungen immer besser einbezogen wird und Absprachen – wie beispielsweise die Regelungen der ab 12-jährigen – in konstruktiven Gesprächen erarbeitet und auch weitergeführt werden“, ergänzt Richter.

Klare Regeln – auch für den Sport – gelten allerdings nach wie vor im Innenbereich. Für Veranstaltungen jeder Art bleibt es bei der 2Gplus-Regelung, die neben Geimpften und Genesenen eine bestimmte Anzahl von getesteten Personen zulässt. Hierfür gelten weiterhin die bereits aus der letzten Corona-Verordnung bekannten Warnstufen, in denen neben der 7-Tage-Inzidenz auch die 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz und der Anteil der belegten Intensivbetten berücksichtigt werden. Für Kinder gilt nun die Regelung, dass sie bis drei Monate nach Vollendung ihres zwölften Lebensjahres geimpften oder genesenen Personen gleichgestellt sind. Auch wenn in den Schulen ab dem 8. November nur noch einmal wöchentlich getestet wird, gelten ungeimpfte Schüler ab zwölf Jahren weiterhin als getestete Personen und müssen zur Teilnahme an Veranstaltungen keinen tagesaktuellen Test vorlegen.

Für die Warnstufen gilt: Geimpfte Personen und genesene Personen sowie Kinder bis drei Monate nach Vollendung ihres zwölften Lebensjahres können ohne Personenbegrenzung am Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport teilnehmen. Dazu können nicht-immunisierte Sporttreibende hinzukommen: Bis maximal 25 Personen bei Warnstufe 1, bis maximal zehn Personen bei Warnstufe 2 und bis maximal fünf Personen bei Warnstufe 3. Findet die Sportausübung in einer Gruppe statt, die ausschließlich aus Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahre besteht, können auch bei Erreichen der Warnstufen 2 und 3 bis zu 25 nicht-immunisierte Personen teilnehmen.

Grundsätzlich gilt also weiterhin: Je mehr Menschen geimpft sind, desto leichter wird die Umsetzung der Vorgaben für den Sport. Deshalb unterstützt der Sportbund Rheinhessen die Impfkampagne des organisierten Sports in Rheinland-Pfalz und ruft alle Vereine mit eigenem Sportgelände dazu auf, den“ Impfbus“ zu sich zu bestellen. „Durch Nutzung der Infrastruktur der rheinland-pfälzischen Sportlandschaft soll Vereinsmitgliedern und anderen Interessierten ein einfaches und unbürokratisches Impfangebot auf dem Gelände eines regionalen Sportvereins gemacht werden“, erklärt Sportbund-Präsident Klaus Kuhn und ergänzt: „Eine hohe Impfquote ist von elementarer Bedeutung, wenn es darum geht, den Sportbetrieb über den Winter aufrecht zu erhalten.“

Mit der 27. Corona-Bekämpfungsverordnung kündigte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch auch ein Fünf-Punkte-Papier zur Beschleunigung von Drittimpfungen an. Alle Menschen über 70 Jahre, deren Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sollen durch eine sogenannte „Booster-Impfung“ ihren Schutz auffrischen. „Auch hierzu kann der Impfbus einen Beitrag leisten. Wir freuen uns über den guten Zuspruch bisher und über jeden weiteren Verein, der sich beteiligt. Unser Aufruf lautet hier ganz deutlich: Bestellt den Bus zu Euch“, sagt der Geschäftsführer des Sportbundes Rheinhessen, Thorsten Richter. Interessierte Vereine melden sich bitte bei Katrin Siemon per E-Mail (k.siemon@sportbund-rheinhessen.de) oder telefonisch (06131-2814 210).

Beim Thema Corona-Bekämpfung weist Richter auch auf die gesetzliche Übergangsregelung zum Thema Mitgliederversammlungen hin. Die Frist zur Durchführung von nicht erfolgten Neuwahlen wurde noch einmal bis zum 31. August 2022 (bislang 31. Dezember 2021) verlängert. Bei Vereinen, die aufgrund der Pandemie keine Mitgliederversammlung durchführen konnten, bleiben die Vorstände bis zu diesem Termin weiter im Amt. „Grundsätzlich können Mitgliederversammlungen ins kommende Jahr verschoben werden. Allerdings sind digitale Versammlungen sehr gut darstellbar nach unseren Erfahrungen der vergangenen eineinhalb Jahre“, erklärt Richter. „Wir bieten mit teambits und Konferenzprogrammen wie Teams oder Zoom allen Vereinen digitale Lösungen an, mit die Wahlen rechtssicher und datenschutzkonform durchgeführt werden können.“

 

Impfbus-Termine:

19. November von 08:00 – 17:00 Uhr – FSV Nieder-Olm, Sportplatz (am Engelborn/ Pariser Straße)

22. November von 9:00- 16:00 Uhr auf dem Gelände der IGS Mainz-Bretzenheim/ Kooperation mit TSG Bretzenheim (Hans-Böckler-Straße 2, 55128 Mainz)

29. November – TuS Saulheim (Uhrzeit und Ort in Klärung)

 

Weitere Infos sowie die FAQ’s zum Sportbetrieb und Veranstaltungen können Sie jederzeit auf unserer Corona-Service Seite nachlesen.