2. Netzwerktreffen der Sportregion Rhein-Neckar „Die digitale Welt im Sportverein“ Druckversion

Einen weiten Blick voraus wagten die Veranstalter des 2. Treffens zur „Digitalen Welt im Sportverein“. In der altehrwürdigen Turbinenhalle auf Einladung des EWR in Worms versammelten sich über 50 Multiplikatoren aus dem Sport, um sich gemeinsam mit Referenten von ZDF digital, dem Sportbund Pfalz sowie VRM lokal mit Strategien und Zukunftsvisionen in Kommunikationskanälen zu beschäftigen.

Auf Einladung der Sportregion Rhein-Neckar und mit Unterstützung der Sportbünde Rheinhessen, Pfalz und dem Badischen Sportbund Nord diskutierten die Teilnehmer nach den Vorträgen lange und lebhaft – schnell war klar, dass dieses Thema den Vereinen und Verbänden unter den Nägeln brennt.

„Wir wollen nach vorne schauen und zeigen, was sich im Bereich der sozialen Medien entwickelt hat und vor allem entwickeln kann“, leitete Elke Rottmüller, Leiterin des Beirates für Vereine und Verbände in der Sportregion, ein. Ziel des Abends sei es, ergänzte Stephanie Wirth, Geschäftsführerin der Sportregion, „die Mitglieder vorzubereiten und in diesem für viele neuen Bereich auch mitzunehmen“. Als echter Visionär erwies sich anschließend Christoph Köhler, Entwickler bei ZDF digital. „Das Potential, das im Sport durch die große Menschen- und Datenmenge liegt, sollte auch für den Sport genutzt werden“, formulierte er als Ziel. Darauf aufbauend stellte er Überlegungen an, wie und mit welcher Softwarelösung und Ansätzen so etwas denkbar sein könnte. Ausgangspunkt müsse die Basis sein, die die Bedürfnisse artikuliere, die Umsetzung müsse jedoch, so glaubt er, von Oben herunter organisiert werden. Ohne abgestimmte Strategie gehe das jedoch nicht.

Ganz ähnlich verhält es sich auf Ebene des Sportvereins, so Finja Coerdt, Mitarbeiterin für social media beim Sportbund Pfalz. Sie charakterisierte Ideen und Vorschläge, wie Internetplattformen zielgerichtet bei Vereinen und Verbänden eingesetzt werden können. „Wir brauchen eine Strategie“, sagte sie. Das klinge zwar sehr groß, am Ende vereinfache es jedoch den Ablauf, da jeder wisse, was er wann zu tun habe. Die richtige Kommunikationsstrategie zu finden und diese entsprechend an die richtige Zielgruppe zu bringen, sei grundlegend für die erfolgreiche Informationsverbreitung. Teil einer solchen ist nach wie vor die Veröffentlichung in Printmedien.

Die VRM als großes Verlagshaus hat mit VRM lokal eine neue Plattform geschaffen, um diese Bedürfnisse seitens der Vereine befriedigen zu können. Björn Baumgärtner stellte das neue Portal vor und erläuterte die Vorteile für die Vereine. „Sie geben Text und Bild ein, ein Redakteur schaut drüber und gibt Rückmeldung, wo es erscheint und was geändert wird“, so ein möglicher Ablauf. Positiv ist hier, dass es zur Interaktion mit dem Medienhaus kommt und „Texte nicht irgendwohin geschickt werden und dann ohne Antwort nicht erscheinen“.

Nach einer angeregten Diskussion zu den Beiträgen beendete die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sportregion Rhein-Neckar, Elke Rottmüller, den zweiten Teil der Veranstaltungsserie sichtlich zufrieden. „Die Diskussion hat gezeigt, dass wir die richtigen Themen setzen konnten und auch ein gewisser Druck da ist, Onlinethemen zu thematisieren. Daran wollen wir anknüpfen und in unserem sehr aktiven Netzwerk Umsetzungen anregen.“ Besonders erfreut war sie über die große Teilnehmerzahl. „Wir durften heute Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft begrüßen.“ Der Wormser Sportdezernent Uwe Franz zählte ebenso dazu wie Vertreter der BASF, dem EWR oder den Sportverbänden aus Württemberg und dem Saarland.

Sportregion Rhein-Neckar e.V. im Überblick

Der Verein Sportregion Rhein-Neckar wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region auch im Sport zu festigen und zukunftsorientiert auszubauen. Er versteht sich als Netzwerk und Koordinator zur Förderung des Sports in der Metropolregion Rhein-Neckar, als Motor für neue Ideen und Partner bei deren Umsetzung.

Unter dem Dach des Vereins wirken Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen sowie Vereinen und Verbänden der Rhein-Neckar-Region partnerschaftlich und länderübergreifend zusammen. Durch Bündelung von Wissen und praktischer Erfahrung entstehen aus guten Ideen Einzelner gemeinsame, innovative Projekte im Sport. Zu den Highlights zählen neben dem SportAward Rhein-Neckar und den Olympiateams – aktuell Team Pyeongchang/Tokio Metropolregion Rhein-Neckar, die MetropolregionCups im Bereich Fußball und Handball.

24 namhafte Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich im Vorstand, den Vorsitz führt Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg. Weitere Mitglieder unterstützen fachlich in vier Beiräten. Ihrer Arbeit voran geht die leidenschaftliche Identifikation mit der Metropolregion Rhein-Neckar.