12. Mainzer Laufkongress Druckversion

Es war wieder viel los in der Turnhalle des TV Laubenheim. Mehr als 100 Läufer hatten sich auf den Weg gemacht, um am 12. Mainzer Lauf-Kongress des Sportbundes Rheinhessen, der Stadt Mainz und dem Fachbereich Sport der Johannes Gutenberg-Universität Mainz neuste wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Übungen zu hören und zu erleben. Erneut lautete das Motto „Erst zuhören, dann laufen“ und dass unter den Augen hochkarätiger Referenten. Karin Augustin, Ehrenpräsidentin des Sportbundes Rheinhessen, begrüßte die Anwesenden.

 

Ein Schwerpunkt der theoretischen Referate lag ausgerechnet bei den Geräten, die eigentlich dafür sorgen, dass sich ganze Generationen überhaupt nicht mehr bewegen. Computersysteme können aber auch einen ganz praktischen Nutzen für Menschen haben, die sich besonders gerne und viel in Schwung halten. Trainingssteuerung mit Web und App stand auf dem Programm. Moderne Hilfsmittel können, so ein Fazit von Dr. Ronald Burger, ein Segen für den Läufer sein. Vorausgesetzt allerdings, die richtigen Soft- und Hardware werden für die Trainingsdiagnose und – ansteuerung eingesetzt. Mindestens genauso viel Diskussionsstoff bietet unter den Sportbegeisterten die – fast schon transzendentale – Frage, ob Warm up und Cool down tatsächlich effektiv und notwendig sind. Björn Sterzing erläuterte, wo der Einsatz zweckmäßig ist.

Nach diesen ausführlichen Einführungen zum Laufen folgte die praktische Umsetzung. Der Workshop „Krafttraining für Läufer“ von Dr. Ronald Burger zeigte Übungen zur ökonomisieren des Laufens, anschließend folgte eine Schulung „Functional Movement“ als Ganzkörpertraining, quasi ein Mix aus Yoga, Wirbelsäulengymnastik und Freeletics von Barlo Hillen. Grundlegendes zu Laufvariationen und Bewegungsabläufe erfuhren die Teilnehmer danach durch Daniel Pfirrmann. Im Fokus standen Bein- und Armarbeit sowie Variationen der Rumpfhaltung. Mangelnde Mobilität ist bei einseitiger Belastung ein Problem. Insbesondere die Hüfte ist davon häufig betroffen. Mittel und Wege, diese kontraproduktive Steifheit los zu werden, zeigte Patrick Schneider.

Nach sechs Stunden zuhören und laufen endete ein spannender Tag, der auch durch die Unterstützung vor Ort durch den TV Laubenheim mit Renate und Klaus Winkelmann sowie den Meenzer Leisetretern schon jetzt Vorfreude aufs kommende Jahr machte.