Marianne Quast Druckversion

Der Sportbund Rheinhessen trauert um sein Ehrenmitglied Marianne Quast. „Nanni“ verstarb nach langer und schwerer Krankheit. Nicht nur das Präsidium sondern auch eine große Anzahl von Sportlerinnen und Sportler in unserer Region, die das Glück hatten, Nanni zu kennen, sind von dem schmerzhaften Verlust betroffen. Nanni Quast

„Nanni war einfach einzigartig und eine ganz tolle, liebenswerte Frau“, sagt Sportbund-Präsident Magnus Schneider. „Sie hatte so viel menschliche Wärme und eine unvergleichliche Art, auf die Menschen zuzugehen. Ich werde sie unendlich vermissen.“

Nanni Quast hatte ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. Sie war Sportlehrerin und gehörte vor genau 50 Jahren zu den ersten Absolventinnen der damals neu geschaffenen Übungsleiter-Ausbildung.  Darüber hinaus war sie Gründungsmitglied des Sportclub Lerchenberg, in den siebziger Jahren zeitweise der größte Sportverein der Landeshauptstadt.

Dankbar erinnern sich ihre vielen Freunde und Bekannte auch an ihre Weihnachtspräsente. Ihnen allen überreichte sie strahlend vor jedem Weihnachtsfest sorgfältig ausgewählte, liebevoll gestaltete und stets handgeschriebene Gedichte. Auch mit über 70 Jahren war sie sich nicht zu schade, bei der Charity-Veranstaltung des Sportbundes Rheinhessen, dem LebensLauf stundenlang mit der Sammelbüchse vor dem Mainzer Staatstheater auf und ab zu laufen und die Passanten um Spenden für die wohltätigen Zwecke dieser Veranstaltung zu bitten.

Nanni Quast war seit 1978 Mitglied des Ausschusses „Frau im Sport“ des Sportbundes Rheinhessen. Von 1998 bis 2010 war sie Vorsitzende des Ausschusses sowie Präsidiumsmitglied des Sportbundes Rheinhessen. Sie war unter anderem Trägerin der Sportplakette der Stadt Mainz (1999), der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz (2003), der Ehrenplakette des Landessportbundes und der Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz (2007).

Wir werden Nanni als eine Frau mit einem großen Herz für den Sport und für alle Menschen in Erinnerung behalten. Aber da, wo sie auch uns immer trug, nämlich im Herzen, wird sie auch bei uns weiterleben.